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Lunella


Lunella - man sieht nur mit dem Herzen gut
Bei unserem Sardinienbesuch im Mai 2015 wurden wir gebeten, uns eine sehr traurige Situation anzuschauen: In einem verwilderten Garten mit einem heruntergekommenen Haus, in dem eine Frau mit ihrer pflegebedürftigen alten Mutter wohnt, lebten weit über 20 Katzen. Bis auf vier waren alle unkastriert, zwei Weibchen hatten gerade Junge bekommen, wobei die Babys der einen Mama irgendwo im Garten versteckt waren. Obwohl die beiden Frauen Katzen lieben, hatten sie einfach nicht das Geld, sie ordentlich zu versorgen. So waren die Katzen fast alle in schlechtem bis erbarmungswürdigem Zustand – klapperdürr, mit verfilztem Fell, Schnoddernasen und verklebten Augen. Eine Katze, die wir Lunella – der kleine Mond – nannten, war völlig blind. Wir brachten sie in einer unserer Pflegestellen unter, wo sie gepflegt und aufgepäppelt wurde, und als es ihr Zustand zuließ, wurden die durch Katzenschnupfen zerstörten Augen operativ entfernt.

Dieses Handicap beeinträchtigt Lunella, die inzwischen in ihrer deutschen Pflegestelle angekommen ist, jedoch in keiner Weise. Unermüdlich animiert sie ihren Menschen durch Maunzen zum Spielen. Ob Federwedel oder Tischtennisball, ob Papierknäuel oder Spielmaus, alles wird begeistert angenommen. Ihr Gehör ist ausgezeichnet, und sie kann das Spielzeug punktgenau orten. Im Haus läuft sie problemlos die Treppen rauf und runter, und im (gesicherten) Garten tobt sie mit Blättern, Gras und allem, was sich bewegt.

Natürlich ist Lunella anfangs ein wenig zurückhaltend, aber sobald sie sich angenommen fühlt und Vertrauen gefasst hat, ist sie einfach nur zauberhaft. Sie ist sehr kommunikativ, will immer wissen, wo ihr Mensch ist, sitzt mit am Esstisch (natürlich auf einem Stuhl), nimmt an der Hausarbeit regen Anteil, hat überhaupt keine Angst vor dem Staubsauger, spielt mit dem Besen, während man eigentlich fegen will – kurzum: sie ist immer mittendrin. Abends liegt sie auf der Couch und nachts im Bett am Fußende.

Lunella braucht Menschen mit Katzenerfahrung und Geduld, die ihr die Zeit geben, die sie braucht und sie so nehmen, wie sie ist. Durch ihre Blindheit ist sie ein wenig schreckhaft, daher sollten plötzliche Berührungen vermieden werden. Auch einfach hochnehmen sollte man sie nicht, dann gerät sie in Panik und wehrt sich. Wir wissen ja nicht, was sie erlebt hat. Wenn man sie jedoch anspricht und ihr übers Fell streichelt und sie dann sanft hochnimmt, passiert gar nichts. Zu Kindern sollte Lunella nicht, aber jemand, der viel zuhause ist und eine temperamentvolle Katze sucht, für den ist Lunella die richtige.

Mit ihren Artgenossen hat Lunella keine Probleme, sie läuft in der Pflegestelle von Anfang an problemlos in der Gruppe mit. Mittlerweile macht sie sich einen Spaß daraus, die anderen zum Spielen aufzufordern oder ihnen aufzulauern. Ihren Futternapf und die Katzentoilette findet sie mühelos.

Lunella hat zwar ihr Augenlicht verloren, aber sie sieht ihren Menschen tief ins Herz. Sie wurde vor dem sicheren Tod gerettet und wartet nun auf ihren Menschen, der wie sie mit dem Herzen gut sieht.

Weitere Infos und den Ansprechpartner zu Lunellas Vermittlung finden Sie hier.

Um Lunellas Leben zu retten war unter anderem eine Operation nötig, um den ständigen Infektionsherd in ihren Augenhöhlen zu stoppen. Darüber hinaus brauchte sie natürlich intensive Pflege, um ihren schlechten Allgemeinzustand zu verbessern. Die OP- und Nachsorgekosten belaufen sich aktuell (Dezebmer 2015) auf knapp 600 Euro.

Wenn Sie uns helfen wollen, die Kosten für Lunella auszugleichen, dann freuen wir uns über jede Spende.


Spenden Sie gerne mit dem Stichwort "Hilfe für Lunella" an proTier e.V.

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Ganz gleich, welchen Spendenweg Sie wählen: im Namen von Lunella sagen wir schon heute herzlich danke.

Falls für ein Notfellchen mehr Spenden eingehen, als für den aktuellen Fall benötigt wird, verwenden wir Ihre Spende dort, wo der Bedarf am größten ist.
 
 
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