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Alessandro


Nur eine komplizierte und sehr teure Operation kann ihm helfen

Mit scheuem Blick aus großen Babyaugen saß uns der kleine Alessandro Anfang Februar gegenüber ...

Er hatte noch nicht viel Gutes erlebt, und sein Blick schien zu fragen, was diese fremden Menschen wohl nun von ihm wollten? Aber wir hatten natürlich nur Gutes im Sinn, denn das Schicksal des Hundebabys - seine Größe täuschte, er war gerade mal etwas über drei Monate alt - ging uns sehr zu Herzen. Ungewollt geboren und entsorgt, so war er von einer Kollegin gefunden worden. Klapperdürr und dehydriert wie er war, dachte sie zunächst, es läge an seiner körperlichen Schwäche, dass er nicht richtig stehen und laufen konnte, quasi auf den "Unterarmen" stand und wie ein Kaninchen hoppelte. Schnell stand jedoch fest, dass Alessandro ein weit größeres Problem hat. Auf Sardinien war man mit dieser körperlichen Problematik überfordert, und an eine Adoption vor Ort zu denken - illusorisch: Wer will dort schon einen behinderten Hund, der noch dazu wahrscheinlich sehr groß werden und zu nichts nütze sein würde ... So ließen wir Alessandro reisefertig machen, um ihn schnellstmöglich nach Deutschland holen zu können.

Ein Geschenk des Himmels war, dass ein ganz liebes Paar, das "zufällig" von Alessandros Schicksal erfuhr, sich bereit erklärte, den Kleinen in Pflege zu nehmen. Sie sagten sogar ihren Skiurlaub ab, und so konnte Alessandro mit dem ersten für ihn möglichen Flug anreisen. Am Flughafen München wurde er von seinen Pflegeeltern erwartet, die extra gekommen waren, nur um ihn willkommen heißen und kurz in die Arme schließen zu können - diese Liebe und Herzenswärme hat uns schier überwältigt.

Nach der Begrüßung führte Alessandros Weg jedoch zuerst in die Klinik unseres Vertrauens, der wir immer unsere "schwierigen Fälle" vorstellen. Dort wurde der Kleine gründlich untersucht und getestet. Glücklicherweise waren trotz der Entbehrungen der ersten Lebenswochen die Organwerte in Ordnung. Aber für seine Beinchen würde es keine einfach Lösung geben. Die Karpalgelenke in beiden Vorderbeinen sind kaputt, wahrscheinlich von Geburt an. Was nun also tun? Da Alessandro noch sehr jung ist, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit mal ein ziemlich großer Hund werden wird, war es nicht einfach, zu entscheiden, welches der richtige Weg sein würde, ihm zu helfen.

Für und Wider von sofortiger Operation oder Eingriff erst nach Abschluss des Wachstums wurden abgewogen. Schließlich entschieden wir uns übereinstimmend, Alessandro zunächst nicht zu operieren, sondern seine Gelenke durch Spezialbandagen zu stützen und durch Physiotherapie den Muskelaufbau zu fördern.


Die Bilder und die kleinen Videos zeigen, wie gut der kleine Kerl mit seinen Bandagen zurecht kam und auch, wie flott er damit unterwegs war. Die Lebensfreude, die er ausstrahlt, spricht für sich. Dass es dem Schatz so gut geht, ist nicht zuletzt das große Verdienst seiner liebevollen Pflegeeltern, denen wir an dieser Stelle auch unseren tiefempfundenen Dank aussprechen. Regelmäßig ging es zur Physiotherapie, wo Schwimmübungen und Massagen auf dem Programm standen, die Alessandros Entwicklung unterstützen sollten.





Jedoch stellte sich schon nach kurzer Zeit heraus, dass das schnelle Wachstum von Alessandro wohl doch eine frühere Operation als ursprünglich geplant notwendig machen würde. Wieder wurde mit unserer Vertrauensklinik beraten, und zusätzlich wurde ein weiterer Spezialist hinzugezogen, der durch eine neue, allerdings komplizierte und teure Operationsmethode bereits sehr gute Erfolge bei ähnlich gelagerten Missbildungen erzielt hatte. Schließlich entschieden wir, den Schritt zur sofortigen Operation zu wagen. Die Methode erschien uns schlüssig, für Alessandro das Optimum zur erzielen und die spätere Versteifung der Gelenke vermeiden zu können.



Am 25. März 2014 war es dann soweit: Das erste Beinchen wurde operiert, und der Chirurg ist sehr zufrieden mit dem Verlauf. Nun darf Alessandro natürlich erst mal ein paar Wochen nicht toben, was ihm sehr schwer fallen wird, aber worauf seine Pflegeeltern strikt achten werden, damit dann in in Kürze auch das zweite Bein operiert werden kann.

Bei aller Freude, Alessandro helfen zu können, ein glückliches und unbeschwertes Leben führen zu dürfen, lastete die Sorge auf uns, ob die ersten Kosten stemmen zu können. Zusätzlich zu den Reisekosten, der ersten klinischen Untersuchung, den Spezialbandagen sowie der Physiotherapie, wurden nur für die Operationen knapp 2.000 Euro veranschlagt. Ein Betrag, bei dem uns klar war, dass wir ihn aus dem allgemeinen Spendenaufkommen nicht tragen können. Aber sollten wir deshalb die Operation ablehnen oder aufschieben? Glücklicherweise haben uns Alessandros Pflegeeltern unglaubliche 1.000 Euro gespendet, um ihrem kleinen Pflegeschatz zu helfen, wofür wir ihnen an dieser Stelle herzlich danken.

Oktober 2015


Alessandro hat sich toll entwickelt, wie man es auf den neuen Bildern sehen kann. Die Operationen hat er sicher schon vergessen, das künstliche Kniegelenk in der rechten Hinterpfote bereitet ihm keine Probleme. Er saust durch die Gegend, so dass seine Pflegeeltern auch schon fast vergessen haben, in welchem Zustand er zu ihnen gekommen ist. Das vordere Kapalgelenk ist nach wie vor locker, aber auch das ist für ihn derzeit überhaupt kein Problem. Es fällt nur auf, wenn er schnell rennt, dann dreht sich die Vorderpfote nach innen.

Es ist schön zu sehen, wie er sich an seiner neuen Hundefreundin Gina orientiert. Mit ihr spielt er, sie weist ihn zurecht, spielt aber auch mit ihm. Die beiden verstehen sich richtig gut.

März 2016



Dieses aktuelle Video erhielten wir vor einigen Tagen. Wir sind so glücklich, Alessandro so ausgelassen und fröhlich mit Freundin Gina spielen zu sehen. Kaum zu glauben, wie toll er sich entwickelt hat.

Die ersten OP- und Behandlungskosten konnten wir dank den Pflegeeltern und weiteren lieben Spendern gut auffangen, jedoch summierte sich der Gesamtbetrag mittlerweile auf rund 4.000 Euro. Eine Summe, die ein großes Loch in unser Budget gerissen hat, das wir immer noch nicht "stopfen" konnten.

Wenn Sie uns helfen wollen, die Behandlungs- und Operationskosten für Alessandro auszugleichen, die uns schon an die Grenzen unserer Möglichkeiten gebracht haben, dann freuen wir uns über jede Spende.


Spenden Sie gerne mit dem Stichwort "Hilfe für Alessandro" an proTier e.V.

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Ganz gleich, welchen Spendenweg Sie wählen: im Namen von Alessandro sagen wir schon heute herzlich danke.

Falls für ein Notfellchen mehr Spenden eingehen, als für den aktuellen Fall benötigt wird, verwenden wir Ihre Spende dort, wo der Bedarf am größten ist.
 
 
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