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Fiocco


Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Es vergeht kaum ein Tag, an dem keine Tiere gefunden oder abgegeben werden. Nach wie vor sind die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, nicht überwunden. Und aktuell verschärft sich die Infektionslage sogar wieder, so dass Entspannung nicht in Sicht ist. Manche Leute geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und von den Helfern der LIDA werden natürlich auch weiterhin zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.

Und wieder einmal gibt es ein spezielles Notfellchen: Fiocco. Der kleine Hundebub wurde gefunden, hilflos in der Campagna herumirrend. Vermutlich hatte man ihn ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen, wie es Tausenden von Welpen in jedem Jahr geschieht. Wahrscheinlich war er nicht nur unerwünscht zur Welt gekommen, er ist auch etwas beeinträchtigt. Und mit solch einem Welpen will sich von den Bauern und Schäfern keiner belasten … solche Tiere sind unnütz, also weg damit … wie Müll. Ohne einen Funken Mitleid mit einem hilflosen Hundebaby. Dieses herzlose und verantwortungslose Verhalten werden wir niemals verstehen.

Wir können – gemeinsam mit unseren Partnern – nur immer wieder versuchen, so vielen hilflosen Hunden und Katzen wie möglich zu helfen. Und so werden wir auch versuchen, Fiocco ein gutes Leben zu ermöglichen.

Noch sitzt Fiocco im Rifugio in einer der Quarantäneboxen. Es sind aktuell rund 80 Welpen im Rifugio, und so müssen die Kleinen so gut wie möglich separiert werden, um sie vor Erkrankungen zu schützen, bis sie ihre Grundimmunisierungs-Impfungen erhalten haben.

Für Fiocco wird aber auch in dieser Quarantänezeit alles getan, damit die Durchtrittigkeit seiner Vorderfüßchen nicht weiter fortschreitet. Dazu gehören spezielle Vitamingaben und gutes Futter, und so viel wie möglich wird er animiert, sich zu bewegen und so die Muskulatur zu kräftigen.

Ob dies alles reichen wird, die Beinchen so weit zu stärken, dass keine Operation notwendig sein wird, werden wir sicherlich erst wissen, wenn Fiocco in Deutschland angekommen ist. Und weil er noch so jung ist, wird seine Reise erst im Mai möglich sein. Aber dann wird er sofort einem Spezialisten in einer Klinik unseres Vertrauens vorgestellt, und wir werden alles tun, damit Fiocco ein gutes und schmerzfreies Leben haben wird.

Fiocco ist noch recht schüchtern, aber Cosetta, die Rifugio-Leiterin, bezeichnet ihn als „wahres Engelchen“. Möchten Sie den liebenswerten Fiocco auf seinem Weg in eine gute Zukunft begleiten? Vielleicht als liebe Pflegestelle? Oder erwärmt Fiocco so sehr Ihr Herz, dass Sie ihn in Ihre Familie aufnehmen möchten und ihm ein Traumzuhause für immer schenken möchten?

Als Maremmanomix braucht Fiocco ein entsprechendes häusliches Umfeld. Erfahrung mit Herdenschutzhunden wäre ideal, zumindest sollte die Bereitschaft vorhanden sein, sich mit der Rasse zu befassen und Empfehlungen umzusetzen.



05. April 2022:

Derzeit ist ein deutsches Paar, das wir schon länger kennen, wieder einmal im Rifugio der LIDA, um dort zu helfen. Neben der tatkräftigen Hilfe zur Renovierung von Gehegen nehmen sich die beiden auch immer wieder Zeit, sich mit einigen Hunden zu beschäftigen. So nun mit dem kleinen Fiocco. Fiocco kann inzwischen – sofern es die Wetterlage zulässt – stundenweise draußen in einem kleinen Welpengehege die Sonne genießen und sich auch etwas bewegen, was gut für seine Beinchen ist. Der kleine Schatz ist zwar immer noch etwas schüchtern, aber er genießt es auch schon, wenn er geknuddelt wird.

In den Videos lässt sich seine Durchtrittigkeit gut erkennen. Er humpelt auch leicht, aber da wissen wir noch nicht, ob das mit seiner Durchtrittigkeit zusammenhängt: Der kleine Fratz ist nämlich am Tag zuvor über das Gitter seines Welpengeheges gesprungen. Es kann also sein, dass er sich dabei sein Beinchen vertreten hat. Es wird nun beobachtet, ob das Humpeln wieder verschwindet.

Auf jeden Fall muss Fiocco so schnell, wie es unter Beachtung der Reisevorschriften möglich ist, nach Deutschland kommen können, damit nicht unnötig Zeit verstreicht, sondern die Durchtrittigkeit gezielt und wirkungsvoll behandelt werden kann. Wir alle wünschen uns ja, dass Fiocco ein gutes, schmerzfreies Leben haben wird.

Aus Erfahrung mit anderen Hunden, die ähnliche Probleme hatten, wissen wir, dass die Behandlungen langwierig und die vermutlich notwendigen Operationen extrem teuer sein werden.

Wenn Sie uns helfen möchten, Fiocco ein gutes, schmerzfreies Leben zu ermöglichen, dann freuen wir uns über jegliche Unterstützung.

Sobald wir absehen können, wann Fiocco nach Deutschland kommt und in welcher Tierklinik er vorgestellt und operiert wird, werden wir Sie informieren. Denn wir brauchen dann in der Nähe eine Pflegestelle, die Fiocco während der Nachsorgezeit betreuen kann.


10. April 2022:

Fiocco ist einfach ein wunderbarer, freundlicher und lebensfroher kleiner Schatz, der offen durchs Leben geht. Auch diese Bilder wollten wir nicht vorenthalten, denn sie zeigen, was für einen Charme der Kleine versprüht. Das deutsche Paar, das leider heute wieder nach Hause abgereist ist, hat sich in den vergangenen Tagen rührend um Fiocco gekümmert und schwärmt in höchsten Tönen von dem süßen Fratz. Die Spaziergänge haben Fiocco sehr gut getan, wir hoffen, dass sich die positive Entwicklung fortsetzt, auch wenn es den LIDA-Mitarbeitern ja nicht möglich ist, jedem einzelnen Hund so viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Wenn Fiocco Ihr Herz berührt, dann freuen wir uns über Ihre Nachricht.

Wir müssen für Fioccos erste Operationen mit mindestens 5.000 Euro rechnen. Hinzu werden auf jeden Fall Kosten für Physiotherapie, Hilfsmittel, Medikamente kommen. Und es kann auch notwendig werden, nochmals zu operieren. Aber das wird sich dann erst alles im Laufe der nächsten Monate zeigen.

Wenn Sie finanziell helfen möchten, ist Ihre Spende unter dem Stichwort "Fiocco" herzlich willkommen.

Spende via PayPal: karin.faulstroh@protier-ev.de
(Bitte dabei angeben "für Freunde/Bekannte", dann werden keine Gebühren von Ihrer Spende abgezogen.)

Spende per Überweisung an
proTier e.V.
VR Bank eG Dormagen-Monheim (BLZ 305 605 48)
Konto 211 36 86 017
IBAN DE84 3056 0548 2113 6860 17
BIC GENODED1NLD

Für Spenden ab 100 Euro: Wenn Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, geben Sie bitte im Überweisungstext Ihre vollständige Anschrift an. Ansonsten gilt für Spenden bis 200 Euro auch eine Kopie des Kontoauszugs als Nachweis für das Finanzamt. Sollten mehr Spenden eingehen, als benötigt werden, werden wir den Überschuss für ein anderes bedürftiges Notfellchen verwenden.


Weitere Infos und den Ansprechpartner zu Fioccos Vermittlung finden Sie hier.


 
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