Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Es vergeht kaum ein Tag, an dem keine Tiere gefunden oder abgegeben werden. Nach wie vor sind die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, nicht überwunden. Manche Leute geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und von den Helfern der LIDA werden natürlich auch weiterhin zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.
Es waren sieben Welpen, als sie in der Campagna zwischen Olbia und Monti gefunden wurden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit waren sie dort ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen worden, denn es war weder eine Mutterhündin in der Nähe noch gab es Schafherden oder gar Behausungen in der Nähe. Es war also Glücksache, dass aufmerksame, tierliebe Menschen die Kleinen entdeckt und die LIDA informiert hatten. Die Hundebabys wurden natürlich umgehend abgeholt und ins Rifugio in Sicherheit gebracht.
Zwei der Kleinen haben bereits gute Familien in Italien gefunden. Die verbliebenen Welpen des Quintetts – es sind alles Buben – wurden Masaki, Mito, Mitsuo, Miyoko und Motoki genannt. Alle sind sehr hübsche, freundliche Hundekinder. Mioyko hat als einziger der Brüder nur ein Stummelpuschelchen, aber das tut seiner Schönheit keinen Abbruch.
Für das Quintett soll das Rifugio natürlich auch nicht die Endstation sein. So schnell wie möglich möchten wir Masaki, Mito, Mitsuo, Miyoko und Motoki nach Deutschland holen, damit sie hier ihre Traumzuhause für immer finden können bei lieben Menschen, die ihnen engen Familienanschluss schenken.
Masaki, Mito, Mitsuo, Miyoko und Motoki haben sich zu ganz tollen Hunden entwickelt und warten leider immer noch auf ihre Chance, das Rifugio hinter sich lassen und in ihr Traumzuhause reisen zu können.
Motoki durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen.
04. September 2022:
Direkt nach ihrer Ankunft zeigen sich Mito, Masaki, Mitsuo und Motoki sehr aufgeschlossen, freundlich und lustig. Sie lieben das Toben durch den Garten und verstehen sich super mit der vorhandenen Hündin.
Alle zeigen sich sehr aufmerksam und neugierig. Sie müssen noch vieles erlernen und kennenlernen, doch wir sind uns sicher, dass diese schlauen Kerlchen das gut meistern werden.
14. September 2022:
Motoki, der nun Loki heißt, musste nicht lange auf sein neues Zuhause warten. Er lebt nun in Frauenberg mit Frauchen, Herrchen, der 6-jährigen Tochter und drei kleinen Hundedamen in einem Haus mit Garten. Ebenso sind Oma und Opa mit im Haus. Somit ist immer jemand da, der auf die Fellnasen aufpassen kann.
Die ersten Tage waren etwas holprig, denn Loki musste erst einmal ankommen. Tag für Tag wurde er immer lockerer und mit einer der Hundedamen wird schon gemeinsam auf dem großen Hundebettchen geschlummert. Wenn Loki richtig angekommen ist, soll es gemeinsam in die Hundeschule gehen.