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Ginolo (1.9.22)


Ginolo hat das große Los gezogen und darf für immer bei seiner Pflegefamilie in Flossenbürg bleiben. Dort hat er eine Wohnung mit schnuckeligem Garten zur freien Verfügung und bekommt viel Zeit und Zuwendung geschenkt. Ginolo ist bereits der zweite Gandenbrothund unseres Vereins, dafür möchten wir an dieser Stelle ganz herzlich Danke sagen. Alle Kosten werden von uns getragen.

Wenn Sie Ginolos Geschichte nachlesen möchten:

Auch unsere Partnerinnen im Raum Arzachena tun ihr Möglichstes, um herrenlosen Hunden zu helfen, obwohl sie nur sehr begrenzte Möglichkeiten haben, Hunde zu beherbergen. Aber wie hätten sie weghören sollen, als eine der Helferinnen ihnen von zwei Hunden berichtete, auf deren Schicksal gute Bekannte sie aufmerksam gemacht hatten.

Die beiden Hunde waren vor Jahren einem älteren Mann zugelaufen, der auf einem sehr großen Grundstück nahe Olbia lebt. Der Mann hatte die Hunde geduldet, sie konnten sich auf dem Gelände einen Unterschlupf suchen, er fütterte sie auch regelmäßig. Aber Anfang des Jahres erlitt er einen Schlaganfall, konnte sich seitdem nicht mehr kümmern. Der Neffe kam zwar gelegentlich vorbei, aber die Hunde bekamen nur noch unregelmäßig etwas Futter, und dass es insbesondere dem älteren kleinen Hund ganz offensichtlich gesundheitlich schlecht ging, bemerkte er gar nicht. Dass sein Fell struppig war, er kahle und auch blutig-krustige Stellen am Körper hatte, seine Augen krustig verklebt waren, so dass er so gut wie nichts mehr sehen konnte: Das fiel erst den Bekannten unserer Helferin auf, die dann glücklicherweise sofort Hilfe erbaten.

Es wurde zwar versucht, beide Hunde einzufangen, aber da der zweite Hund sehr scheu ist, gelang das nicht. Der versteckte sich irgendwo auf dem weitläufigen Gelände. Nur der kleine, kranke und schon sehr abgemagerte Hund konnte gesichert werden.

Sofort wurde er zu unserem Tierarzt nach Arzachena gebracht und gründlich untersucht. Wie schon vermutet, wurde Ginolo positiv auf Leishmaniose getestet, und umgehend wurde mit der Therapie begonnen. Denn je eher und vor allem individuell abgestimmt therapiert wird, desto besser sind die Chancen, die Krankheit in den Griff zu bekommen. Auch die Augenentzündung wurde entsprechend behandelt.

Unsere Kollegin, die den kleinen Ginolo bei sich zu Hause in Obhut genommen und gepäppelt hat, ist sehr froh, dass es Ginolo schon viel, viel besser geht. Die Krusten um seine Augen herum sind fast völlig verschwunden, sein Fell wächst nach, und Gewicht hat er auch schon zugelegt. Und Ginolos Lebensfreude ist ganz eindeutig zurück, er ist ein ganz fröhlicher, zugänglicher kleiner Kerl.

Für Ginolo, der in den vielen Jahren als herrenloser Hund kaum Gutes erlebt hat, wünschen wir uns nun das Traumzuhause bei lieben Menschen, die ihm engen Familienanschluss, Sicherheit und Geborgenheit schenken, damit er noch einige schöne Jahre erleben darf.



05. Mai. 2022:

Ginolo hat sich gut erholt, die Therapien für die Leishmaniose haben gut angeschlagen. Er freut sich nun seines Lebens, genießt die Zuwendung seiner Pflegemama. Zum endgültigen Glück fehlt ihm nun nur noch seine endgültige Familie.

11. Juni 2022:
Ginolo durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen.


 
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