Wie in jedem Jahr zu dieser Jahreszeit, so werden unsere Partner wieder überschwemmt von einer Welpenflut. Und das, obwohl sich alle unsere Partner bemühen, durch Aufklärung und Hilfen bei der Kastration (die häufig auch von uns bezahlt werden), ein Umdenken bei den Einheimischen zu bewirken. Natürlich gibt es auch Erfolge, die uns freuen und Mut machen, mit den Anstrengungen fortzufahren. Aber es geht eben leider nur in kleinen Schritten voran. Neben Findlingen von der Straße oder aus der Campagna landen auch immer wieder Welpen im Rifugio, die bei Privatleuten unerwünscht zur Welt gekommen sind. Auch sie finden Aufnahme, um zu verhindern, dass sie in schlechte Hände verschenkt werden und ebenfalls später für Nachwuchs sorgen, weil nicht rechtzeitig gehandelt wird. Und natürlich werden in solchen Fällen - soweit möglich - die Hundemütter kastriert.
Während unserer Projekttour Ende Mai 2023 besuchten wir natürlich wieder alle unsere Partner, und so auch das Rifugio der LIDA. Wir wurden dort schon sehnsüchtig erwartet. Die Liste der Hunde, die uns vorgestellt werden sollte, war ellenlang. Dazu gehörten auch diese vier Geschwister, die in der Nähe von Siniscola gefunden worden waren.
Man brachte sie ins Rifugio, wo sie dann sicher waren und erst einmal gepäppelt wurden. Sabele und seine drei Schwesterchen Saffa, Salomè und Samira sind ganz besonders hübsche Hundekinder. Bei der Fotoaktion waren sie anfangs noch etwas schüchtern, tauten dann aber doch schnell auf. Sie bräuchten einfach auch etwas mehr Zuwendung, aber das können die Mitarbeiter des Rifugio angesichts der überfüllten Gehege nicht leisten. Es ist schon eine Mammutaufgabe, die Versorgung der Hunde sicherzustellen. Für individuelle Schmuseeinheiten bleibt da keine Zeit.
Deshalb wäre es schön, wenn Saffa, Salomè, Samira und Sabele so schnell wie möglich nach Deutschland reisen könnten, um bei lieben Menschen ihre Traumzuhause mit engem Familienanschluss zu finden.
18. November 2023:
Während unserer Projekttour Mitte Oktober 2023 haben im Rifugio der LIDA auch wieder eine Kastrationsaktion durchgeführt. Einer der Kandidaten, die kastriert wurden, war der schöne Sabele.
Sabele zeigte sich als sehr freundlich und unbefangen. Neugierig inspizierte er die Räume, die zum OP-Bereich gehören. Über unsere Streicheleinheiten freute er sich sehr, und die OP-Vorbereitungen verfolgte er ganz ruhig und gelassen. Und seine OP hat er natürlich auch bestens überstanden.
Es wäre schön, wenn Sabele - wie auch seine Schwester Samira - nicht mehr allzu lange im Rifugio ausharren müsste, denn die Mitarbeiter des Rifugio können es nicht leisten, den Hunden durch individuelle Spiel- oder Schmuserunden die Zuwendung zu geben, die sie eigentlich bräuchten. Zu viele Hunde (und auch Katzen) sind täglich zu versorgen.
Die Schwestern Saffa und Salomè haben bereits ihre Zuhause in Deutschland gefunden. Wir hoffen, dass auch Sabele und Samira nun bald ihre Köfferchen packen und die große Reise antreten dürfen.
27. Oktober 2024:
Mitte Oktober 2024 waren wir wieder auf Team-Tour. Vier Tage lang wurden wir von engagierten Team-Mitgliedern begleitet, die unsere Partner und Hunde und Katzen kennenlernen bzw. wiedersehen wollten. Eine unserer Stationen war das Rifugio der LIDA, wo es neben schon bekannten Tieren auch etliche Neuzugänge gab.
Es war uns besonders wichtig, den hübschen Sabele wiederzusehen. Er ist der Einzige aus seinem Wurf, der noch in der LIDA zurückbleiben musste. Alle seine Geschwister durften bereits nach Deutschland reisen und werden liebevoll in Familien umsorgt. Aktuell lebt Sabele in einem kleinen Zwinger mit zu vielen anderen Hunden. Täglich ist er extremen Stress und Lärm ausgesetzt. Trotz alledem hat Sabele die Hoffnung auf ein eigenes Zuhause mit engem Familienanschluss nicht verloren.
Bei unserem Besuch im Rifugio der LIDA hatten wir nur kurz Zeit, um in das Gehege von Sabele zu gehen. Er war uns Fremden gegenüber zunächst etwas zurückhaltend. Aber man konnte ihm ansehen, dass er gerne menschliche Zuwendung erfahren wollte. Und so traute er sich schon nach wenigen Minuten mehr zu und beschnupperte uns freudig. Wir sind uns sicher, dass Sabele sich mit mehr Zeit und Geduld uns Menschen gegenüber öffnen wird und von Streicheleinheiten gar nicht genug bekommen kann.
Der junge Rüde hat einen ganz lieben und tollen Charakter. Es fehlen ihm lediglich Menschen mit Einfühlungsvermögen, die ihm die schönen Seiten des Lebens zeigen möchten.
14. Dezember 2024:
Sabele durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen.
14. Januar 2025:
Der hübsche Sabele durfte nun vor ein paar Wochen die Enge und Eintönigkeit des Tierheims verlassen und in eine deutsche Pflegestelle reisen. Für ihn war alles neu: das Gras unter den Pfoten, auf einem Hundekissen schlafen und vor allem die menschliche Zuwendung. Die ersten 2 Tage hat Sabele eher passiv mit Beobachten verbracht, doch zeigte er sich schon neugierig. Für ihn war noch nicht verständlich, wozu die Menschen eigentlich mit ihm Gassi gehen. Es war sehr berührend, als er das erste Mal dann interessiert im Wald geschnüffelt und seine Sinne eingesetzt hat. So nach und nach wuchs seine Neugier und auch die Kontaktaufnahmen zu seiner Pflegefamilie nahmen zu.
Sabele lässt sich problemlos ein Geschirr anziehen, steigt bereits selbstständig ins Auto ein und läuft ordentlich an der Leine. Manchmal kommt richtig Lebensfreude in ihm auf und er spurtet fröhlich los. Im nächsten Moment kann er wieder eingeschüchtert sein, weil ein fremder Mensch mit Hund in Sicht kommt. Mit Unterstützung durch das Pflegefrauchen geht er aber beherzt auch durch für ihn schwierige Situationen. Im Haus ist er aktuell ein eher ruhiger Vertreter. Man darf auch um ihn herum zum Beispiel saugen, das irritiert ihn kaum. Er findet auch nicht schlimm, hin und wieder ein paar Stunden Zuhause alleinzubleiben. Sabele ist stubenrein und zeigt an, wenn er sich lösen muss.
Der schöne Rüde wird sicher insgesamt noch Zeit brauchen, sich mit allen neuen Dingen vertraut zu machen. Er ist durchaus noch schreckhaft und insgesamt ein sensibles Kerlchen. Es ist Einfühlungsvermögen und insbesondere Geduld gefragt. Er braucht einfach manchmal Zeit über Situationen nachzudenken. Diese Zeit muss man ihm einfach geben. Er ist aktuell eher seinem Pflegefrauchen zugetan. Sein Pflegeherrchen hat es sehr viel schwerer, sein Vertrauen zu gewinnen.
Wir suchen für den tollen Rüden also ein Zuhause, in dem mit Fingerspitzengefühl vorgegangen wird und man auch mal Rückschläge im Vertrauensaufbau wegsteckt. Mit der „Brechstange“ würde man bei Sabele nicht weiterkommen. In einem gesicherten Garten hat Sabele schon mal alle Anspannung fallen lassen und ausgiebig getobt. Die Beobachter haben sehr gestaunt, wie elegant und schnell er rennen kann.
13. März 2025:
Sabele hat in den letzten Wochen große Fortschritte gemacht und zeigt immer mehr sein fröhliches Wesen. Besonders zu seinem Pflegefrauchen hat er eine vertrauensvolle Bindung aufgebaut – er sucht aktiv ihre Nähe und genießt Streicheleinheiten völlig entspannt.
Auch Spaziergänge, die ihm anfangs noch fremd waren, sind inzwischen ein Highlight für ihn. Sobald die Leine in die Hand genommen wird, freut er sich sichtlich und lässt sich voller Begeisterung das Geschirr anziehen. Draußen erkundet er neugierig seine Umgebung, schnüffelt interessiert und wird dabei immer sicherer. Er geht mittlerweile an anderen Spaziergängern mit Hunden auch ohne zu zögern vorbei. Die Kontaktaufnahme zu fremden Menschen dauert, die schaut er sich lieber erst mal aus sicherer Entfernung an. In etwas belebteren Gegenden ist er noch angespannt, meistert solche Situationen aber tapfer und orientiert sich gut an seiner Bezugsperson. Sogar ein erster Café-Besuch war bereits möglich und Sabele hat unter dem Tisch dem Geschehen zugeschaut.
Seine größte Freude zeigt sich im gesicherten Auslauf: Dort spurtet er mit beeindruckender Geschwindigkeit los, tobt ausgelassen und spielt voller Energie. Gleichzeitig kann er im Haus wunderbar zur Ruhe kommen. Er bleibt problemlos mehrere Stunden alleine, ist stubenrein und ein sehr angenehmer Mitbewohner. Mit den vorhandenen Hunden versteht es sich bestens und orientiert sich an ihnen. Ein souveräner Hundekumpel und ein eingezäunter Garten im neuen Zuhause wären von Vorteil für Sabele.
Mit Geduld und Einfühlungsvermögen entfaltet der wunderschöne Rüde sein ganzes Potenzial. Er zeigt sich als kluger, lernwilliger Hund, der immer mehr Vertrauen fasst und eine enge Bindung zu seinen Bezugspersonen aufbaut. Seine verspielte Seite kommt immer stärker zum Vorschein. Sabele ist ein sportlicher Typ mit viel Sensibilität. Menschen, die ihm mit Ruhe, Geduld und Verständnis begegnen, wird er ein wunderbarer und treuer Begleiter werden.
Sabele ist bereit, sein Für-Immer-Zuhause zu finden, in dem er voll und ganz ankommen darf.
Wenn Sie sich Sabele an Ihrer Seite vorstellen können und mit Geduld und ohne Erwartungen an eine Hundeadoption herangehen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
Oder laden Sie hier gleich den Fragebogen für die Hundeadoption herunter, füllen Sie ihn aus und mailen ihn an die im Fragebogen angegebene E-Mail-Adresse.
Bitte nennen Sie dabei immer den Namen Ihres Wunschhundes.