Man hatte uns schon berichtet, dass im Canile Arzachena wieder eine Hundemama mit ihren Kleinen angekommen sei. Wie schon zuvor einige andere Hündinnen und ihre Welpen, wie z. B. Cika und Carioca, war diese Hundefamilie in der Gegend nahe Bassacutena eingefangen worden. Wir sind jedes Mal sehr froh, wenn aus dem dortigen Rudel wieder Familien weggeholt werden können, und wir hoffen auf längere Sicht, weiterer Hunde habhaft zu werden, um das Rudel zu verkleinern bzw. gänzlich unter Kontrolle zu bekommen.
Wir waren sehr gespannt, die Hundefamilie kennenzulernen, als wir Ende November vor Ort waren, und hofften, dass die Mama und ihre Kleinen nicht zu scheu sein würden.
Die Überraschung war positiv: Mama Adelaide durfte gerade den Freilauf auf dem großen Gelände vor dem Welpenhaus genießen, und sie kam gleich neugierig auf uns zugetrabt. Ein erstes Leckerchen überzeugte sie auch sofort, dass sie es mit netten Menschen zu tun hatte und es sich lohnen würde, schön nah dranzubleiben. Sie freute sich über die Streicheleinheiten, warf sich sogar auf den Rücken und forderte auf, ihren Bauch zu streicheln. Sie hätte das gern noch länger genossen, aber wir mussten ja noch ihre Kinderschar besuchen.
Die Kleinen warteten im Welpenhaus auf uns und stürmten sofort unbefangen auf uns zu, als wir eintraten. Was für ein Gewusel: Neun kleine Strubbelhunde – übrigens alles Buben - freuten sich über die tolle Abwechslung. Besonders die Schnürsenkel bzw. die Klettverschlüsse an unseren Schuhen hatten es ihnen angetan, sie bekamen gar nicht genug davon, daran zu knabbern und zu zerren.
Nicht ganz so forsch waren sie, als sie auf den Arm genommen wurden, aber auch diese Unsicherheit gab sich schnell. Sie fanden es dann doch spannend zu beobachten, was wir da so mit ihnen machten. Es war also auch für uns eine sehr vergnügliche Zeit, die wir mit den Kleinen verbringen konnten.
Pablo, Paco, Pekos, Pier, Pinko, Pino, Porto, Puffo und Puppy sind allesamt superniedliche Strubbels. Wir haben sie alle sofort ins Herz geschlossen. Und wir wünschen uns nun natürlich auch sehr, dass sie das Canile so bald wie es die bürokratischen Vorgaben erlauben wieder verlassen dürfen. Es wäre schön, wenn sie noch einen Teil ihrer Kinderzeit und Prägephase schon bei ihren endgültigen Familien verbringen dürften.
Wo sind also die lieben Menschen, die einem der goldigen Hundekinder – oder auch der lieben Mama Adelaide – ein Traumzuhause für immer mit engem Familienanschluss schenken wollten?
31. Dezember 2024: Pablo, Paco, Pekos, Pier, Pinko, Pino, Porto, Puffo und Puppy entwickelt sich toll. Sie warten leider immer noch auf ihre Chance, dass liebe Menschen sie in ihre Familien aufnehmen.
25. Januar 2025:
Pekos, der nun auf den Namen Jack hört, durfte direkt von Sardinien in sein neues Zuhause ziehen. Er lebt jetzt bei einem jungen Paar im
wunderschönen Kössen in Österreich, wo ihn ein echtes Naturparadies erwartet. An seiner Seite hat Jack einen erfahrenen Hundekumpel sowie zwei Katzen, mit denen er sich sein neues Heim teilt. Sein Frauchen und Herrchen sind sehr naturverbunden und oft in den Bergen oder am Meer unterwegs – die Hunde dürfen immer dabei sein! Auch das Umfeld passt perfekt: Viele hundeliebende Freunde und Familienmitglieder stehen bereit, um bei Bedarf auszuhelfen. Die ersten Rückmeldungen sind durchweg positiv – Jack orientiert sich wunderbar an seinem älteren Hundekumpel und jetzt stehen Lernen, spannende Abenteuer und jede Menge schöne Erlebnisse auf dem Programm! Wir freuen uns sehr über dieses schöne Happy End und wünschen Jack und seiner Familie eine lange und wunderbare gemeinsame Zeit.