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Zampo (24.03.)


Wie in jedem Jahr zu dieser Jahreszeit, so werden unsere Partner wieder überschwemmt von einer Welpenflut. Und das, obwohl sich alle unsere Partner bemühen, durch Aufklärung und Hilfen bei der Kastration (die in der Regel von uns bezahlt werden), ein Umdenken bei den Einheimischen zu bewirken. Natürlich gibt es auch Erfolge, die uns freuen und Mut machen, mit den Anstrengungen fortzufahren. Aber es geht eben leider nur in kleinen Schritten voran. Und deshalb müssen die ausgesetzten Welpen zumindest von der Straße oder aus der Campagna geholt werden, damit sie nicht verwildern und ihrerseits dann wieder dazu beitragen, den Geburtenkreislauf anzutreiben. Neben Findlingen landen natürlich auch immer wieder Welpen im Rifugio, die bei Privatleuten unerwünscht zur Welt gekommen sind. Auch sie finden Aufnahme, um zu verhindern, dass sie in schlechte Hände verschenkt werden und ebenfalls später für Nachwuchs sorgen, weil nicht rechtzeitig gehandelt wird. Und natürlich werden in solchen Fällen - soweit möglich - die Hundemütter kastriert.

Während unserer Projekttour Ende Mai 2023 besuchten wir natürlich wieder alle unsere Partner, und so auch das Rifugio der LIDA. Wir wurden dort schon sehnsüchtig erwartet. Die Liste der Hunde, die uns vorgestellt werden sollte, war ellenlang. Dazu gehörte auch eine Gruppe von neun Welpen, die in der Campagna zwischen Olbia und Oschiri gefunden worden war. Sie waren alle gemeinsam mit ihrer schon toten Mutter in einem Sack verschnürt gefunden worden. Von Fliegen und Maden bedeckt, bot der Fund einen schrecklichen Anblick. Aber die Babys lebten und konnten in Sicherheit gebracht werden.

Aus Zeitmangel konnten wir leider nur einen Welpen persönlich kennenlernen: den kleinen Zampo. Er war von seinen Geschwistern getrennt worden, da diese ihn mobbten und immer wieder attackierten, weil er - bedingt durch eine böse Verletzung an einem Hinterbein - sehr geschwächt war. Der Fuß des Kleinen war ein blutiger Stumpf. Was ihm geschehen ist, wissen wir nicht. Damit dem kleinen Zampo nicht noch mehr passiert und seine Wunde besser behandelt werden und in Ruhe heilen sollte, hatte man ihn aus der Gruppe herausgeholt. Da bei unserem Besuch sehr warmes Wetter war, saß Zampo zusammen mit einem anderen kleinen Hund in einem der Welpengehege im Freien, und wir staunten sehr, wie flink er auf seinen drei Beinchen war und wie unermüdlich er mit seinem Hundekumpel spielte.

Die Geschwister von Zampo, die Mädchen Zarina, Zelda, Zena und Zucca sowie die Buben Zago, Zandro, Zigo und Zohr, sind laut unserem Partner Marco ebenfalls freundliche und aufgeweckte Hundekinder. Leider gilt auch für sie, dass das Rifugio zwar ein sicherer Ort ist, der aber keine Familie ersetzen kann. Die Vielzahl der Hunde und Katzen, die täglich versorgt werden müssen, macht es unmöglich, sich intensiv mit den einzelnen Tieren zu beschäftigen. Die Zuwendung beschränkt sich in der Regel auf ein kurzes Streicheln, für richtiges Schmusen, Spielen usw. fehlt einfach die Zeit. Deshalb wünschen uns sehr, dass die Hundekinder das Rifugio bald hinter sich lassen und in ein neues Leben starten können. In ein richtiges Zuhause, bei lieben Menschen, die ihnen engen Familienanschluss schenken.

Insbesondere liegt uns am Herzen, dass Zampo bald reisen darf, damit wir hier in Deutschland schauen können, ob wir ihm mit einer entsprechenden Prothese helfen können, wieder auf vier Beinen unterwegs zu sein.



30. September 2023:
Zampo durfte auf seine deutsche Pflegestelle reisen.

01. April 2024:

Zampo ist ein cleverer, verschmuster und anhänglicher Hund, der sich auf seiner Pflegestelle schnell eingelebt hat. Er ist bereits stubenrein und zeigt sich lernwillig. Typisch für einen Herdenschutzhund ist er wachsam, reagiert aber gut auf Korrekturen. Fremden gegenüber verhält er sich offen, wenn sein Pflegefrauchen sie begrüßt.

Zampo hat eine Verletzung an der linken Hinterpfote, die gut verheilt. Um ihm langfristige Probleme am Bewegungsapparat zu ersparen, soll er eine maßgefertigte Pfotenprothese erhalten. Der Tierorthopäde ist zuversichtlich, dass er diese gut annehmen wird. Die Kosten belaufen sich auf 2.600€, und Spenden zur Unterstützung sind herzlich willkommen.

Für Zampo suchen wir ein liebevolles Zuhause bei erfahrenen oder lernbereiten Menschen, die sich mit den besonderen Eigenschaften eines Herdenschutzhundes auseinandersetzen. Sein neues Zuhause sollte ebenerdig sein und einen sicher eingezäunten Garten haben.



28. Februar 2025:
Leider verliert Zampo, der im Oktober 2024 ein Zuhause gefunden hatte, dieses nach nur kurzer Zeit völlig unverschuldet, denn sein Frauchen kann ihm aus privaten Gründen nicht mehr gerecht werden. Doch er ist und bleibt ein fröhlicher, verschmuster, sensibler und anhänglicher Hund, der nun endlich seinen endgültigen Platz finden soll.

Für einen Herdenschutzhund ist Zampo recht leichtführig und unkompliziert. Er braucht engen Anschluss an seine Menschen, um glücklich zu sein, und begegnet auch Fremden relativ schnell offen und vertrauensvoll. Eine Hundefreundin oder ein Hundekumpel im neuen Zuhause zum Toben und Kuscheln wäre schön, ist aber kein Muss.

Zu einer Spiel- und Tobeeinheit mit Artgenossen sagt er jedoch nie nein – er ist sehr gut verträglich und genießt den Kontakt zu anderen Hunden.

Zampo ist natürlich stubenrein, liebt ausgiebige Spaziergänge durch Wald und Wiesen, ist gerne in der Natur unterwegs und ein absolut liebenswerter, loyaler Begleiter. Im Garten lässt er sich gerne die Sonne auf den Pelz scheinen und beobachtet dabei das Geschehen um sich herum.

Er trägt eine Vollprothese, weshalb sein neues Zuhause ebenerdig und mit barrierefreiem Zugang zum Garten ausgestattet sein sollte, da Treppensteigen für ihn mit der unbeweglichen Prothese schwierig ist.

Da Zampo noch nicht am Ende seiner Entwicklung steht, sucht er Menschen, die Freude daran haben, weiter mit ihm zu arbeiten, ihn geistig wie körperlich zu fordern und zu fördern. Wer gibt diesem besonderen Hund eine zweite Chance?

22. März 2025:

Kürzlich hat ein ehrenamtliches Fotoshooting mit Zampo stattgefunden, bei dem uns die Fotografin Sabina Wiggins mit tollen Bildern unterstützt hat - an dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön!

Sabina war sehr angetan von Zampos liebenswerter, freundlicher und fröhlicher Art und wir hoffen, dass er auf diesem Wege nochmal sichtbarer wird für Menschen, die ein großes Herz vor allem für Hunde mit Handicap haben und sich nicht davor scheuen, diesem lebensfrohen Kerl eine zweite Chance zu geben.

24. März 2025:
Manchmal braucht es einen zweiten Anlauf, um das große Glück zu finden – und genau das ist Zampo nun gelungen! Er hat ein wundervolles Zuhause in Elsteraue bei einem liebevollen Ehepaar und ihrem erwachsenen Sohn gefunden. Dort erwartet ihn nicht nur ein großes Haus, sondern auch ein riesiger Garten – ein wahres Paradies für einen Herdenschutzhund wie ihn. Die Familie hat ihr Leben lang Hunde aus dem Tierschutz aufgenommen, und als ihr letzter treuer Begleiter verstarb, war schnell klar: Ein Zuhause ohne Hund ist einfach nicht vollständig. Ohne Zögern haben sie Zampo mit offenen Armen empfangen, ohne sich von seinem Handicap abschrecken zu lassen. Lieber Zampo, genieße dein neues Leben in vollen Zügen! Lass mal von dir hören – wir würden uns sehr freuen.


 
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