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Dora (27.10.)


Während unseres Besuchs auf Sardinien im August 2014 erhielten wir eine SMS von unserer Kollegin, die gerade bei unserem Tierarzt in Arzachena war. Ein junger Mann brachte eine kleine Hündin, die er verletzt am Straßenrand gefunden hatte. Frage war nun: Können wir helfen? Natürlich sagten wir nicht nein und verabredeten uns für den Nachmittag bei einem kooperierenden Tierarzt, der auch über ein Röntgengerät verfügt und der für uns schon andere komplizierte Fälle behandelt hatte. Bis dahin wurde die Kleine von einer Kollegin liebevoll betreut.

In der Praxis wurde dann festgestellt, dass die kleine Hündin, die inzwischen schon Dora genannt wurde, bei dem Unfall starke Prellungen im Vorderlauf sowie einen Bruch des rechten Oberschenkels erlitten hatte. Eine Operation war unumgänglich, und es wurde auch sogleich ein Termin für den nächsten Tag vereinbart. Ich wurde eingeladen, bei der Operation dabei zu sein und auch zu fotografieren. Das ließ ich mir natürlich nicht zwei Mal sagen, denn es interessierte mich brennend, wie solch ein Eingriff verlaufen würde. So waren wir am nächsten Tag alle pünktlich zur Stelle, und es ging auch sofort los: Dora wurde sediert, das Bein und der Hüftbereich wurden sorgfältig rasiert und Dora wurde an das Gerät, das die Inhalationsnarkose steuert, angeschlossen. Dann ging das Ärzteteam an die Arbeit: der Oberschenkelmuskel wurde durchtrennt, die Bruchstelle freigelegt. Mit Hilfe entsprechender Werkzeuge wurden die Bruchstücke wieder zueinander ausgerichtet, der Metallstab zur Fixierung durch den Knochen getrieben, anschließend die Wunde in mehreren Schichten vernäht und zum Abschluss der Wundbereich großflächig mit einem antiseptischen Spray geschützt. Dann wurde Dora vom Inhalationsgerät genommen und der Aufwachprozess in Gang gesetzt.


Wir alle waren sehr glücklich über diesen gelungenen Eingriff und freuten uns riesig, als Klein-Dora nach einiger Zeit ihr Köpfchen hob und uns - noch etwas benommen - aus ihren großen dunklen Augen anschaute.

Inzwischen hat Dora sich prima erholt und ist bereit, ihren Weg in ein tolles Hundeleben bei einer lieben Familie anzutreten.

27. Oktober 2014:


Dora hat ganz schnell ein neues Zuhause gefunden. Sie lebt jetzt in Flonheim/Uffhofen bei ihrer Familie und Charly, dem Ersthund. Dora hatte ihre Chance bekommen, nachdem leider die ehemalige Fellnase der Familie über die Regenbogenbrücke gegangen war. Alle trauerten sehr, deshalb stand schnell fest, dass wieder ein neues vierbeiniges Mitglied in die Familie aufgenommen wird. Die Wahl fiel auf unsere Dora. Sie heißt jetzt Priya, was „Liebe“ oder „Geliebte “ in Sanskrit bedeutet. Die Familie ist komplett begeistert von der gelehrigen und lieben Fellnase. Natürlich ist Priya ein kleiner Wirbelwind und die Möbel müssen auch schon mal etwas leiden, so wie sich für einen Welpen gehört :-) Mit Charly kommt sie bestens klar, sie waren gleich von Anfang an ein tolles Team.

Wir wünschen weiterhin viel Spaß mit dem hübschen Hundemädchen und sind schon auf die nächsten Berichte gespannt.




 
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