Was für eine liebe Hündin! Es ist eine Schande, solch ein wunderbares Wesen hinter Gittern zu sehen. Olimpia lebte als Streunerin mitten in der Stadt, bis sie im Spätsommer 2013 aufgegriffen und ins Canile gebracht wurde. Sie war im Anfangsstadium trächtig, wurde kastriert und blieb im Canile. Den Gefahren der Straße und den Attacken durch Menschen, die keine Hunde mögen, wollte man sie nicht wieder aussetzen.
Nun suchen wir für Olimpia ein entsprechendes Zuhause mit Herdenschutz-Erfahrung, in dem sie sowohl den notwendigen Freiraum als auch den gewünschten Familienanschluss genießen darf.
05. Juni 2014:
Olimpia ist eine sehr freundliche und offene Hundedame. Schon am ersten Tag war sie der Pflegefamilie gegenüber aufgeschlossen und hat sich ihre Schmuseeinheiten abgeholt. Jedes Familienmitglied, das nach Hause kommt, wird freudig begrüßt und abgeleckt. Sie ist sehr unauffällig, sucht die Nähe ihrer Bezugspersonen und beobachtet gerne, was in der Wohnung oder im Garten so geschieht. In das vorhandene kleine Rudel hat sie sich gut eingefügt und geht mit den anderen Hunden freundlich um. Sie sucht oft nach Aufmerksamkeit und genießt dann entspannt die Streicheleinheiten. Hierbei werden die anderen Hunde schon mal verdrängt.
Im Garten geht sie gerne auf Entdeckungsreise und tobt mit den anderen Hunden herum. Allerdings ist sie auch ein kleiner Ausbrecherkönig, sodass der Garten wirklich hundesicher umzäunt sein muss. Sie ist wachsam und bellt auch mal. Die Katze der Pflegestelle findet sie sehr interessant und jagt sie auch schon einmal durch die Wohnung, doch Böses will sie ihr nicht. Deswegen sollte die Katze hundeerfahren sein und sich zu wehren wissen.
Vor der Leine hat sie noch etwas Angst. Sobald man sie anleinen möchte, flüchtet sie zunächst und legt sich oft platt auf den Boden. Ist sie dann erst einmal angeleint, ist es kein Problem mehr. Sie geht dann artig mit und orientiert sich viel an den anderen Hunden. Das Kommando "Sitz" beherrschte sie schon nach wenigen Tagen. Die Stubenreinheit funktioniert gut, muss aber noch perfektioniert werden. Autofahren ist etwas problematisch, da Olimpia auf keinen Fall in das Auto einsteigen möchte. Ist sie erst einmal verstaut, dann ist sie ruhig und brav. Sie muss wohl noch erst lernen, dass jede Autofahrt wieder zu Hause endet.
Olimpia ist kein Anfängerhund. Sie hat schon ihren eigenen Maremmano-typischen Dickkopf und muss klare Grenzen aufgezeigt bekommen. Aber wenn sie das verstanden hat, dann ist sie ein richtiger Traumhund.
04. November 2015: Heute war Olimpias großer Tag, sie durfte zu ihrer eigenen Familie nach Böhlen ziehen. Sie war im Urlaub mit ihrer Pflegefamilie, als sie ihr neues Frauchen traf. Es war für alle sofort Liebe auf den ersten Blick, und als alle wieder zuhause waren wurden alle nötigen Maßnahmen getroffen. Frauchen und Herrchen zogen im Garten einen ausbruchsicheren Zaun um ihr Grundstück und auch im Friseursalon, in dem Frauchen arbeitet, wurde ein Hundebett aufgestellt. Olimpia wird zukünftig öfter mit ihrer neuen Familie campen gehen, viele tolle Spaziergänge erleben oder einfach nur Frauchen zur Arbeit begleiten. Sie muss nur selten alleine bleiben und bekommt die Liebe, die sie braucht. Die ersten Rückmeldungen hören sich auch sehr gut an: „Olimpia ist total lieb. Als wäre sie schon immer hier. Wir danken euch für alles. Heute hat sie auch schon den Salon besichtigt. Es hat wohl etwas Überredungskunst gebraucht, aber als sie dann drin war, war alles gut.“ Wir freuen uns sehr, dass Olimpia so ein tolles Zuhause gefunden hat und wünschen allen eine wunderbare gemeinsame Zeit.