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Martino (08.01.)


Anfang Januar 2015 fielen einer Helferin drei junge Hunde auf, die sich ganz in der Nähe der Stelle aufhielten, an der vor ein paar Monaten Hündin Linda mit ihren Kleinen eingefangen worden war. Die drei waren extrem scheu, aber auch halbverhungert ... und so gelang es, sie mit Futter zu locken und nach ein paar Tagen dann auch, sie einzufangen. Die frappierende Ähnlichkeit und das Alter lassen uns mit hoher Sicherheit annehmen, dass es sich bei den drei Junghunden um Kinder aus dem vorjährigen Frühjahrswurf von Linda handelt.

Unsere Helferin erhielt die Erlaubnis von ihrem Vermieter, die drei in einem kleinen Hof an ihrem Haus unterzubringen, wo wir Marilù, Marino und Martino dann während unseres Besuchs im Februar 2015 kennenlernen konnten. Die drei sind Fremden gegenüber nach wie vor sehr scheu, wahrscheinlich werden sie ähnlich schlimme Erfahrungen gemacht haben, wie ihre Mutter Linda. Sie werden geduldige, hundeerfahrene Menschen brauchen, die ihnen die Sicherheit geben, die sie brauchen, um sich zu entspannen und Vertrauen aufzubauen.

Wir hatten gehofft, dass Marilù, Marino und Martino bei der Helferin bleiben können, bis wir eine Ausreisemöglichkeit für sie gefunden hätten. Aber es kann der Frömmste ja nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt: In dem Hof wurde nun Fleischbällchen gefunden, die offensichtlich vergiftet waren. Glücklicherweise hatten die Hunde noch nichts davon gefressen. Sofort wurden sie in das Gartengrundstück einer Kollegin umgesiedelt. Dort sind sie nun sicher, jedoch haben sie noch weniger menschlichen Kontakt, da das Grundstück etwas außerhalb liegt und das dazugehörige Haus derzeit nicht bewohnt ist. Wir müssen nun organisieren, dass die Hunde regelmäßig versorgt werden. Aber das ersetzt natürlich keine Familie, kein Zuhause.

01. Mai 2015:


Inzwischen durfe Martino auf seine deutsche Pflegestelle reisen. Hier zeigte sich, als Martino alleine war, dass er nicht mehr so ängstlich ist. Er versteht sich mit Kindern, Katzen und anderen Hunden, auch Pferde hat er mittlerweile kennengelernt. Er ist nach wie vor etwas scheu, folgt aber im Haus seinem Pflegefrauchen überall hin. Die Leinenführigkeit muss noch geübt werden. Ansonsten ist Martino ein ganz lieber kleiner Kerl.

08. Januar 2019:

Nach langem Warten auf ein eigenes Zuhause wurde es nun offiziell: Martino darf für immer auf seiner Pflegestelle bleiben. Durch sein ängstliches und zurückhaltendes Wesen war es sehr schwer, ein neues Zuhause zu finden, so entschloss sich die Familie, Martino für immer zu behalten. In seinem gewohnten Umfeld und dem vorhandenen Rudel lebt er entspannt und gegenüber seiner Familie ist der ansonsten nach wie vor zurückhaltende Kerl auch sehr offen. Wir freuen uns sehr für Martino und wünschen weiterhin alles Gute.


 
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