Bei einem meiner letzten Besuche im Rifugio der LIDA in Olbia führte Marco mich in eines der Gehege, in dem etliche Junghunde untergebracht waren. Drei von ihnen legte er mir ans Herz, um für sie gute Zuhause in Deutschland zu finden. Die Fotografieraktion war eine besondere Herausforderung, denn zum einen wurde die Zeit schon knapp, weil es bereits dämmrig wurde. Zum anderen waren die Hunde alle derartig aufgedreht, dass es nahezu unmöglich war, sie festzuhalten, damit ich zumindest ein paar verwacklungsfreie Foto hätte machen können. Die Hunde in den Arm zu nehmen oder auf der Hütte zu fixieren erwies sich wegen der Größe ebenfalls nicht als wirklich gute Lösung. Also musste ich versuchen, das Beste aus dieser Situation herauszuholen.
Eine aus dieser - nebenbei gesagt - sehr sozialen Gruppe ist Lena. Die hübsche junge Hündin war gemeinsam mit ihrer Mutter Maddalena aufgegriffen worden und ins Rifugio in Sicherheit gebracht worden. Lenas Mutter Maddalena ist nach der Kastration dann in einem anderen Gehege untergebracht worden, und auch für sie baten uns die LIDA-Mitarbeiter um Hilfe. Wie ihre Tochter Lena ist auch Maddalena sehr freundlich und aufgeweckt. Es wäre so traurig, wenn die beiden die weiteren Jahre ihres Lebens in einem Gehege des Rifugios verbringen müssten. So nett die Mitarbeiter dort auch sind: Ein Ersatz für ein richtiges Zuhause ist das Canile nicht.
10. November 2018: Die süße Lena durfte vor kurzem auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen. Zu ihrem endgültigen Glück fehlt ihr nur noch die eigene Familie, auf die sie sehnsüchtig wartet.
11. Dezember 2018:
Lena hat sich inzwischen gut auf ihrer Pflegestelle eingelebt. Sie ist eine sehr freundliche, offene und ausgeglichene Hundedame. Schon ab dem ersten Tag war sie der Pflegefamilie gegenüber aufgeschlossen und holt sich seither all zu gern ihre Schmuseeinheiten ab. Sie ist sehr unauffällig, sucht die Nähe ihrer Bezugspersonen und beobachtet gerne, was in der Wohnung oder im Garten so geschieht. Auch in das vorhandene kleine Rudel hat sie sich gut integriert. Nur die beiden Katzen beobachtet sie noch mit Skepsis.
Die Leine macht Lena noch etwas Angst, am liebsten erledigt sie ihre „Geschäfte“ unangeleint im Garten. Die Stubenreinheit funktioniert gut, muss aber noch perfektioniert werden. Sie bleibt auch mal alleine in der Wohnung, ohne diese gleich „umzudekorieren“. Ein Spaziergang kann sich durch intensive Schnuppereinheiten manchmal etwas in die Länge ziehen. Die Autos werden noch misstrauisch beäugt, und das Autofahren muss auch noch trainiert werden. Lena steigt ungern in das Auto ein, deswegen sollte sie möglichst in einer Transportbox transportiert werden. Ist sie verstaut, fährt sie nach anfänglichen Weinen, ruhig und brav mit.
Lena braucht Menschen, die ihr über kleine Unsicherheiten hinweghelfen. Mit Geduld, Fingerspitzengefühl und etwas Zeit sollte ihr die nötige Sicherheit vermittelt werden können, die sie braucht, um auch ungewohnte Situationen zu verarbeiten. Dann zeigt sie sich als wahre Traum- und Familienhündin und wird bestimmt ein toller und treuer Begleiter für ihre Menschen.
Wenn Sie bereit sind der süßen Lena die nötige Zeit zu geben um „anzukommen“ und die Verantwortung für ein langes und glückliches Hundeleben übernehmen möchten, freuen wir uns auf Ihre Nachricht.
05. Januar 2019:
Lena lebt nun in Bad Camberg und darf hier Haus und Garten ihr Eigen nennen. Da Frauchen ebenfalls im Tierschutz aktiv ist, wissen wir die Maus in besten Händen. Uns erreichten schon tolle Bilder und Lena hat bereits alle fest um ihre Pfoten gewickelt. Da Frauchen von zu Hause aus arbeitet, ist Lena so gut wie nie alleine. Liebe Lena, wir wünschen dir ein wundervolles Leben in deinem Traumzuhause.