Kurz vor unserer Sardinientour im April 2018 informierte uns Paola über
weitere Neuzugänge: In der Gegend von Oschiri war eine Hundemama mit acht
noch sehr jungen Welpen gefunden worden. Und da niemand wollte, dass diese
Hundefamilie im Canile Europa landet und dort bis ans Lebensende unter
schlimmen Bedingungen eingekerkert wird, nahmen Paola und Pierpaolo sie in
ihre Obhut.
Wenige Tage später, am 17. April, lernten wir dann Stefy und ihre Söhne
Sergente, Serse, Speec, Spick, Sansone, Sandrino, Smile und Sigfrido kennen:
eine wirklich tolle Hundefamilie. Stefy ist sehr freundlich und
anschmiegsam, die Buben sind neugierig und lebhaft, wie es sich für
Hundekinder ihres Alters gehört. Und außerdem sind alle sehr hübsch.
Bei Stefy hatte man das Gefühl, dass sie ihr Glück, nun bei lieben Menschen
in Sicherheit zu sein, regelmäßig Futter und auch Streicheleinheiten zu
bekommen, noch gar nicht fassen konnte. Sie hat mit Sicherheit schon mehrere
Würfe durchbringen müssen und bislang kein gutes Leben gehabt. Aber das soll
ja nun anders werden.
23. Juni 2018:
Die hübsche Stefy durfte vor kurzem auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen. Zu ihrem endgültigen Glück fehlt ihr nur noch die eigene Familie, auf die sie sehnsüchtig wartet.
18. Juli 2018:
Stefy findet sich sehr gut in ihr neues Leben in Deutschland ein und macht jeden Tag Fortschritte. Die hübsche Hündin muss nach der anstrengenden Aufzucht ihrer acht Welpen nur noch einiges an Gewicht zulegen. Stefy ist eine unglaublich liebe Hündin, die sich schnell an ihre Bezugspersonen bindet und ist stets freundlich zu Menschen und Tieren. Sie ist stubenrein und angenehm ruhig und unauffällig im Haus. Sie kennt bereits alle lärmenden Haushaltsgeräte und hat davor keine Angst mehr. Sie kann auch gut mal alleine bleiben, fährt auch sehr gerne im Auto mit und läuft schon recht gut an einer Schleppleine.
Sie begreift sehr schnell, hat aber durchaus auch mal ihren eigenen Kopf. Auf Spaziergängen ist sie temperamentvoll und überaus lebensfroh, bei wenig Ablenkung immer sehr auf den Leinenführer achtend. Die süße Hündin ist, was ihre Umgebung betrifft, aber auch sehr neugierig - ganz nach dem Motto "immer der Nase nach". Stefy würden Such- oder Denkspiele, Mantrailing oder andere Arten von Bewegungsspielen sicherlich sehr viel Freude bereiten.Bei fremden Personen ist sie anfangs etwas zurückhaltend, aber das Eis bricht recht schnell.
21. August 2018:
Die schöne Stefy macht in ihrer Pflegestelle weiterhin große Fortschritte und zeigt sich als anhängliche, stets liebe Hündin. Nach einer Läufigkeit ist sie ihren Menschen gegenüber zutraulicher geworden und hat erkannt, dass es wunderbar ist gestreichelt zu werden und zu schmusen. Sie hat verstanden, dass sie ihren Zweibeinern Vertrauen schenken kann und orientiert sich an ihnen.
Stefy befindet sich derzeit im Training für verschiedene Grundkommandos, und ist grundsätzlich offen für eine Zusammenarbeit mit ihren Bezugspersonen. Manche klappen schon recht gut, an manchen wird weiter gearbeitet. In Waldgebieten zeigt sie, dass sie ein Jagdhund ist. Wildspuren möchte sie verfolgen und setzt viel ihre Nase ein. Sie ist auf den Spaziergängen an einer Schleppleine gesichert.
Sie hat ihre Pflegefamilie nun auch schon Mal in einen kleinen Biergarten begleitet. Es war eine positive Erfahrung für Stefy, sie hat sich ruhig verhalten und die Situation gut gemeistert. Dennoch bleibt sie noch zurückhaltend gegenüber fremden Menschen und braucht ihre Zeit sich zu öffnen. Sie verhält sich zunächst beobachtend und distanziert. Kinder sind ihr wahrscheinlich durch ihre schnellen und lauten Bewegungen unheimlich.
Wir suchen für diese zauberhafte, sanfte Seele geduldige Menschen, die ihr Zeit geben Vertrauen aufzubauen und das Gefühl, sich endlich in einer eigenen Familie geborgen zu fühlen. Stefys neues Zuhause sollte am besten in einer ruhigen ländlichen Gegend liegen, Kinder im Haushalt sollten eher schon im Teenager-Alter und sachverständig sein. Sie kann gerne als Zweithund oder auch alleine vermittelt werden.
16. November 2018:
Langohr Stefy bewegt sich inzwischen recht selbstbewusst innerhalb ihrer gewohnten Umgebung. Sie ist sehr intelligent und die Kommunikation zwischen ihr und ihren Pflegeeltern klappt auch draußen in bekanntem Gelände ohne Ablenkung schon ganz toll. Da sind große Fortschritte zu verzeichnen.
Stefy ist bereit, schrittweise neue Herausforderungen anzugehen. Sie war inzwischen mehrfach mit in Restaurants und hat das gut gemeistert. Dennoch ist bei unbekannten Situationen immer noch mit Schreckreaktionen zu rechnen. Abweichungen von ihrer Routine verunsichern sie schnell. Stefy ist kein Hund für ein Leben in einer belebten Gegend. Sie wird daher nicht in die Stadt vermittelt - optimal wäre eine ländliche oder Stadtrandlage.
Mit dem jungen Rüden ihrer Pflegefamilie versteht sie sich prima. Sie spielt und tobt mit ihm, aber diese Aktivitäten gehen immer von ihr aus. Wenn sie keine Lust zum Spielen hat, ignoriert sie seine Bemühungen. Etwa zweimal die Woche geht Stefy in eine gut geführte Hundetagesstätte – sie bewegt sich dort souverän in der Hundegruppe und ist die ranghöchste Hündin, ohne dabei zickig zu sein.
Stefy ist ein Jagdhund mit allen Facetten. Sanft und freundlich zu jedermann (selbst beim Tierarzt), anhänglich ihren Bezugspersonen gegenüber. Sie ist meistens ruhig im Haus, fährt sich aber aufgrund ihrer temperamentvollen Art recht schnell in einen aufgeregten Zustand hoch. In der Natur ist es ihr absolutes Bestreben, nach Wildspuren zu suchen, und hier kommt dann schon mal der brackentypische Sturkopf durch. Sicher hätte sie großes Talent für Mantrailing oder jegliche Art von Nasenarbeit. Stefy hat einen hohen Bewegungsdrang und will arbeiten.
Für diese liebe, clevere Hündin suchen wir aktive Menschen, die Erfahrung mit Jagdhunden haben und Stefy bei ihrer Weiterentwicklung zum alltagstauglichen Familienhund weiter unterstützen.
Wenn
Sie gerade auf der Suche nach einem neuen Familienmitglied sind und die Verantwortung für ein langes und glückliches Hundeleben übernehmen möchten, freuen wir uns auf Ihre Nachricht.
31. Januar 2019: Nachdem Hündin Stefy in ihrem bisherigen Leben zur Jagd eingesetzt wurde und vermutlich einige Male Welpen groß ziehen musste, darf sie nun in ihrem neuen Zuhause in Berlin einfach Hund sein. Eigentlich war Stefy ein Pflegehund, aber nach den vielen Monaten des Zusammenlebens entschloss sich die Pflegestelle sie zu adoptieren.
Frida, wie sie nun gerufen wird, musste sehr viel lernen. Dabei haben ihr neues Frauchen und Herrchen Unterstützung von Hund Beppo erhalten, der auch ein ehemaliger Schützling von proTier ist. Der gelassene Rüde ist mittlerweile Fridas bester Freund: Es wird geschmust und getobt :-) Wir danken der tollen Pflegestelle sehr, dass Frida für immer bleiben darf. Es war nicht immer einfach mit der agilen zugleich unsicheren Jagdhündin.