Anfang März 2018 erhielt ich per Mail einen Hilferuf von einer unserer Helferinnen, die schon öfter Hunde und Katzen für uns in Pflege genommen hatte. In der Nähe von Luogosanto waren zwischen großen Steinen sieben Welpen entdeckt worden. Einer von ihnen war schon tot - der Schnee und die seit Tagen andauernde heftige Kälte hatten ihn umgebracht. Von der Mutter - einer Streunerin, die sich bislang allen Fangversuchen widersetzt hat - weit und breit keine Spur. So holten die Finderinnen die Kleinen aus ihrer zugigen Höhle und brachten sie unserer Pflegestelle in Sicherheit. Hier werden die Kleinen - ein Mädchen und fünf Jungs - nun liebevoll aufgepäppelt. Sie genießen die warmen Kuschelecken sehr. Aber sie sind auch noch sehr scheu. Sie werden in ihrem bisherigen kurzen Leben noch nicht viele gute Erfahrungen mit Menschen gemacht haben. Aber unsere Helferin arbeitet daran. Sie gibt den Kleinen Sicherheit und Geborgenheit, und sie werden bestimmt nach und nach Vertrauen fassen.
Für die Kleinen, die Fedora, Fedro, Flavio, Folco, Fosco und Furio genannt wurden, wünschen wir uns nun liebe Familien. Wenn Sie sich ein neues Familienmitglied wünschen und Ihnen bewusst ist, dass Welpen neben viel Freude auch viel Arbeit machen und Verantwortung für ein hoffentlich langes Hundeleben bedeuten, dann freuen wir uns über Ihre Nachricht.
24. Juli 2018:
Endlich klappte es während unserer Sardinientour Anfang Juli 2018, auch die Pflegestelle der drei jungen Hunde zu besuchen. Fosco, Fedro und Flavio sind inzwischen natürlich schon ziemlich große Junghunde geworden. Alle drei sind leider immer noch recht schüchtern Fremden gegenüber, aber da sie nur mit der Pflegemama Kontakt haben, ist das auch nicht wirklich verwunderlich.
Wir hoffen nun, dass die drei bald ihre eigenen Familien finden, die ihnen die Sicherheit geben, die sie brauchen um Vertrauen zu fassen. Ihre Geschwister, die glücklicherweise schon nach Deutschland reisen konnten, haben sich richtig toll entwickelt.
06. Oktober 2018:
Der hübsche Flavio durfte vor kurzem auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen. Zu seinem endgültigen Glück fehlt ihm nur noch die eigene Familie, auf die er sehnsüchtig wartet.
25. Februar 2019:
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Flavios Pflegestelle hat sich zu unserer Freude entschlossen, den extremen Angsthund zu adoptieren. Irgendwie ist man über die Monate doch zusammengewachsen, auch wenn Flavio nach wir vor körperliche Nähe kaum zulassen möchte. Er wohnt nun also in Weeze auf einem abgelegenen ehemaligen Hof, große umzäunte Ausläufe stehen ihm und seinen Hundekumpels zur Verfügung. Wir wünschen Flavio von Herzen, dass er seine großen Ängste abbaut und wünschen ihm alles erdenklich Gute.