Während unserer monatlichen Projektreise im März 2019 besuchten wir natürlich auch unsere Partner in Stintino. Paola hatte schon vorab eine Liste geschickt mit den Neuzugängen, die sie uns vorstellen wollte. So waren wir also vorgewarnt und hatten entsprechend Zeit eingeplant.
Zu den Hunden, die uns vorgestellt wurden, gehörten die Geschwister Aldo, Arisa, Alicia, Asso, Aida, Arco, Apollo und Artus. Die Mutter der drei Mädchen und fünf Buben gehört einem Schäfer, der unweit unserer Partner lebt. Er meldete sich um Weihnachten 2018 bei Paola und Pierpaolo, dass er einen Wurf Welpen habe. Wenn sie den Kleinen helfen wollten, sollten sie sich melden, ansonsten würde er sie "entsorgen". Natürlich fuhren Paola und Pierpaolo sofort hin und waren entsetzt, als sie feststellten, dass die Kleinen noch nicht mal vier Wochen alt waren. Sie versuchten, den Schäfer zu überzeugen, dass es gut für die Babys wäre, wenn sie noch ein paar Wochen bei der Mama bleiben könnten, aber der Mann ließ sich nicht erweichen. Eine Woche wollte er noch still halten, aber länger nicht... So blieben die Kleinen also noch ein paar Tage bei der Mama, und am 29.12. holten Paola und Pierpaolo die Babys zu sich nach Hause.
Die Kleinen waren schwach, denn auch die Mama wurde ja nicht gerade gut gehalten, so dass sie es nicht geschafft hatte, ihre acht Kinder ausreichend zu ernähren. Hinzu kamen die üblichen Komplikationen durch Parasitenbefall und Durchfall und es dauerte mehrere Wochen, bis wir davon ausgehen konnten, dass alle acht Hundekinder über dem Berg waren.
Wir waren daher sehr froh, Aldo, Arisa, Alicia, Asso, Aida, Arco, Apollo und Artus nun in gutem Zustand zu sehen und sie für die Webseite fotografieren zu können. Die Kleinen waren zunächst etwas schüchtern, aber das war ja nicht verwunderlich, da sie außer ihren Pflegeeltern bislang kaum andere Menschen kennengerlernt hatten. Aber sie zeigten sich dann doch sehr interessiert, und freundlich waren sie sowieso.
Für die hübschen Maremmano-Mixe suchen wir nun entsprechend geeignete Menschen, die über Herdenschutzhund-Erfahrung verfügen bzw. bereit sind, sich mit dieser Rasse auseinanderzusetzen und sich vorab über die Besonderheiten informieren. Passende häusliche Gegebenheiten sollten vorhanden sein.
26. April 2019:
Artus lebt nun in Dorfen nahe München bei einem Ehepaar mit einem erwachsenen Sohn. Er darf sich über ein Haus mit großem Garten freuen und da Herrchen bereits im Ruhestand ist, zudem über viel Zeit für Spaziergänge und Zuneigungen. Das Paar hatte ein Leben lang Hunde und nach der Trauerzeit über den Verlust des letzten Hundes, fehlte etwas im ruhigen Haus. Artus darf sich auf schöne Urlaube freuen und wir hoffen, von seinen Abenteuern zu hören und wünschen allen eine tolle Zeit und viel Freude miteinander.