Ende März 2019 ging ein Hilferuf ans Canile: Fünf Schäferhund-Mixwelpen sollten abgegeben werden. Aber weil zuvor gerade etliche Welpen erkrankt und verstorben waren, wurde unsere Kollegin in Arzachena gebeten, zu helfen. Nun haben wir vor Ort leider nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, Welpen unterzubringen. Der einzige Platz war schon durch fünf andere Welpen belegt. Aber wir wollten die Kleinen natürlich nicht ihrem Schicksal überlassen. Es waren eigentlich sieben Kleine, zwei waren aber schon Bekannten versprochen, und die übrigen fünf sollten nun so schnell wie möglich weg und das, obwohl sie noch kaum vier Wochen alt waren…
Wir konnten die Familie noch etwas hinhalten, weil wir erst mal eine Unterbringungsmöglichkeit finden mussten. Glücklicherweise erklärte sich eine Helferin bereit, die Kleinen aufzunehmen, musste aber dazu zumindest behelfsmäßig etwas vorbereiten. Aber Anfang April war es dann so weit, die Hundebabys konnten übernommen werden. Allerdings waren es nun nur noch vier Kleine. Ein weiteres Baby war schon verschenkt worden … Wir wollen gar nicht darüber nachdenken, was für ein „Leben“ das Kleine erwartet … Die Gleichgültigkeit der Menschen macht uns einfach nur immer wieder unsagbar traurig…
Für die vier verbliebenen Babys – zwei Mädchen und zwei Buben – versuchen wir nun, alles zu tun, damit sie wachsen und gedeihen und schließlich dann gute Familien in Deutschland finden, die ihnen ein liebevolles Zuhause schenken.
Da die Kleinen noch keine Namen hatten, hatten wir ja aufgerufen, Namensvorschläge zu machen. Viele nette Facebook-Besucher haben sich beteiligt (herzlichen Dank dafür), Julia hat dann alle Namen auf Zettel geschrieben, in eine „Lostrommel“ getan und dann blind gezogen. Und so konnten wir während unserer Sardinientour Ende April/Anfang Mai die vier Hundekinder kennenlernen und sie auch gleich bei ihren Namen nennen: Rango, Ronja, Riva und Robby.
Die vier haben sich toll entwickelt, sie sind nicht nur richtig hübsch, sondern auch aufgeweckt, verspielt und sehr freundlich. Die Fotoaktion fanden sie anfangs ein bisschen „unheimlich“, aber dann gab es kein Halten mehr: Unsere Hosenbeine, Schuhe und Schnürsenkel waren super interessant und mussten einiges aushalten. :)
Rango, Ronja, Riva und Robby könnten ab Mitte Juni nach Deutschland reisen – wenn wir Pflegestellen oder besser noch Endzuhause für sie finden.
25. Juni 2019:
Riva durfte heute ohne Umwege in ihr neues Zuhause nach Duisburg ziehen, wo sie schon sehnsüchtig erwartet wurde. Dort darf sie nun nach Herzenslust mit dem vorhanden Kater den schönen Garten erkunden, das neue Hundeplanschbecken zur Abkühlung nutzen und am nahen Baggersee mit Frauchen erholsame Stunden verbringen. Lange alleine bleiben muss die junge Hündin nie, und auch der Besuch der Hundeschule ist fest eingeplant, damit Riva viel lernt und jede Menge neue Hundekumpels kennenlernen kann. Den ersten Rückmeldungen zufolge klappe das Zusammenleben wunderbar und alle sind sehr glücklich miteinander. Wir freuen uns sehr, dass Riva so ein tolles Plätzchen gefunden hat und wünschen eine wunderbare gemeinsame Zeit.