Unsere Kollegin in Arzachena bat uns um Hilfe für diese schöne Schäferhündin. Eja hatte ein Herrchen, und sie hatte ein gutes Leben bei ihm. Doch jetzt ist der Besitzer schwer erkrankt, und da niemand aus der Familie die Hündin übernehmen will, wollte er verhindern, dass seine Eja in einem Canile landet. So fragte er unsere Kollegin, ob sie für Eja ein gutes neues Zuhause suchen könnte. Da sich das Herrchen derzeit schon nicht mehr um Eja kümmern kann, nahm unsere Kollegin sie zu sich nach Hause.
So kam Eja in Sicherheit, sie wird auch gut versorgt, und unsere Kollegin versucht auch, so viel Zeit mit ihr zu verbringen wie möglich. Aber sie kann ihr kein Leben in einer Familie bieten, und das vermisst Eja sehr. Sie freute sich unglaublich, als wir sie in ihrem Gehege besuchten, sie bekam gar nicht genug von den Streicheleinheiten, die wir ihr in der kurzen Zeit geben konnten.
13. November 2018:
Uns erreichte eine Hiobbotschaft: Unsere Kollegin hatte bei Eja einen großen Knubbel an der Milchleiste entdeckt. Sofort war sie mit Eja zum Tierarzt gegegangen, und die Diagnose schmetterte uns alle nieder: Mammatumor, noch dazu ein sehr schnell wachsender.
Weil unsere Erfahrungen mit schwierigen Operationen auf Sardinien nicht die besten sind, planten wir, Eja mit dem nächsten anstehenden Transport Anfang Dezember 2018 nach Deutschland zu holen und hier in der Klinik unseres Vertrauens in Heidelberg operieren zu lassen. Wir hofften inständig, dass der Tumor in der Zeit bis zum Transport nicht zu massiv wachsen würde. Unsere Kollegin kontrollierte ständig und hielt uns auf dem Laufenden.
29. November 2018:
Doch unsere Hoffnung, dass der Tumor sich ruhig verhalten würde, erfüllte sich nicht. Im Gegenteil, die inzwischen weiter gewachsene Geschwulst entzündete sich, und Eja litt große Schmerzen. Die Entzündung ließ sich auch medikamentös nicht stoppen, die Haut der Geschwulst war zum Zerplatzen gespannt. Das Risiko wurde zu groß, und wir hatten daher keine Wahl: Wir mussten Eja auf Sardinien operieren lassen. Der Tumor sowie die Milchleisten wurden in einer komplizierten Operation komplett entfernt. Die Operation überstand Eja glücklicherweise gut. Doch nun heißt es abwarten, was die Untersuchung der Proben des umliegenden Gewebes ergibt. Wir können aktuell nur hoffen, dass das tumoröse Gewebe vollständig herausgeschnitten werden konnte.
05. Dezember 2018:
Der Heilungsprozess läuft nicht so gut wie erhofft. Ein Stück der Narbe ist aufgegangen und musste in Narkose wieder geschlossen werden.
Eja, du tust uns so leid. Wir hoffen so sehr, dass du es schaffst, dass du dich erholst und dann im Januar 2019 nach Deutschland reisen kannst.
Wir hoffen, dass wir bald eine Pflegestelle für dich finden. Oder besser noch eine Endfamilie. Möchten Sie Eja in Ihre Familie aufnehmen, ihr wieder ein richtiges Zuhause geben? Die freundliche und liebe Hündin wird es Ihnen sicherlich mit viel Liebe und Zuneigung danken.
18. Mai 2019:
Eja durfte vor kurzem auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen.
12. Juni 2019:
Eja hat ihr endgültiges Zuhause in Müllheim in einem Mehrgenerationenhaus gefunden. Sie kann ein großes Grundstück direkt neben den Weinbergen ihr Eigen nennen und muss nie lange alleine bleiben. Herrchen, Frauchen und die drei Kinder hatten immer schon Hunde aus dem Tierschutz und ohne Vierbeiner geht es nicht. Eja darf bei allen Unternehmungen und Reisen mit dabei sein, und wenn das doch mal nicht möglich ist, dann passt die Oma gerne auf sie auf. Wir freuen uns immer besonders darüber, wenn auch die älteren Fellnasen so ein wunderbares Heim finden und sagen Danke für so viel Tierschutzherz.