test

Gioia (21.08.)


Während unserer monatlichen Projektreise im März 2019 besuchten wir natürlich auch unsere Partner in Stintino. Es gab eine Menge Neuzugänge, die sie uns vorstellen wollten. Allerdings schafften wir nicht alles am festgelegten Tag. Denn einige der neuen Hunde mussten draußen fotografiert werden, und das Wetter war extrem schlecht. Also überlegten wir, was zu tun sei. Und weil für den nächsten Tag besseres Wetter angesagt war und wir einen Nachmittagstermin verschieben konnten, verabredeten wir uns noch einmal für den folgenden Tag. Und als wir gerade aufbrechen wollten, kam ein Anruf für Paola: In Stintino hatte ein Junge eine Tüte entdeckt, die sich bewegte, und als er hineinschaute, sah er dort winzige Hundebabys, schmutzig und mit Blut besudelt. Er holte sofort seine Mutter, und diese rief nun bei Paola an und bat um Hilfe. Ein Treffpunkt wurde verabredet, und Pierpaolo fuhr sofort los, wir folgten ihm.



Am Treffpunkt wurde dann ein Karton mit vier winzigen Babys übergeben, geschätzt vielleicht sieben oder acht Tage alt ... Wir hätten heulen können ... Wie kann man es übers Herz bringen, solch winzige Lebewesen einfach in einer Tüte zu entsorgen? Wir werden so etwas nie verstehen können. Wer so etwas tut, ist einfach ein Monster. Wir dankten dem Jungen und seiner Mutter, dass sie nicht weggeschaut hatten, Pierpaolo fuhr mit den Babys nach Hause und wir zu unserem Quartier nach Porto Torres. Natürlich waren unsere Gedanken bei den Kleinen, und wir hofften inständig, sie am nächsten Tage wiederzusehen.

Bevor wir am nächsten Nachmittag dann wieder nach Stintino fuhren, holten wir in Sassari noch Welpenmilch ab, die Paola schon beim Veterinärbedarf bestellt hatte. Wir freuten uns sehr, die Babys munter vorzufinden. Sauber und satt machten sie schon einen ganz anderen Eindruck als am Abend zuvor. Dass sie noch nicht über dem Berg waren, war uns klar. Aber wir wussten sie bei Paola in guten Händen.

Und so gab es dann während unserer Sardinientour Ende April/Anfang Mai ein Wiedersehen mit dem Quartett: Die Winzlinge hatten sich zu sehr hübschen, putzmunteren Hundekindern gemausert … so munter wie der sprichwörtliche Sack Flöhe, so dass die Fotoaktion eine echte Herausforderung wurde. Stillhalten war nicht das, was Gegia, Gioia, Gigia und Gianpi im Sinn hatten, und die Ausbeute an einigermaßen scharfen Bildern mager. Aber wir denken, dass man trotzdem erkennen kann, was für niedliche Hundekinder sie geworden sind.

27. Juli 2019:
Gioia durfte auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen. Zu ihrem endgültigen Glück fehlt ihr nur noch die eigene Familie, auf die sie sehnsüchtig wartet.

16. August 2019:


Die kleine Gioia hat sich sehr gut auf ihrer Pflegestelle eingelebt. Dort zeigt sie sich als kleine quirlige Fellnase, die aber auch die Streicheleinheiten mit ihrem Pflegefrauchen sehr genießt. Hat Gioia Vertrauen zu ihren Menschen gefasst, bindet sie sich sehr an sie, was sich in der Anhänglichkeit und Dankbarkeit zeigt.

Mit der vorhandenen Hündin und der Katze der Pflegestelle kommt Gioia gut zurecht. Gemeinsame Spaziergänge stehen an der Tagesordnung. Stubenrein ist Gioia auch bereits und an der Grunderziehung wird gearbeitet.

Fremden Menschen gegenüber ist die kleine Hundedame anfangs vorsichtig und geht erst einmal auf Abstand. Beachtet man sie jedoch nicht, siegt die Neugierde und sie kommt von ganz allein. Insgesamt ist Gioia eine aufgeschlossene und neugierige Fellnase, die das Zusammensein mit ihren Menschen genießt.

21. August 2018:
Gioia lebt nun in einer Wohnung am Stadtrand von Regensburg bei einem hundeerfahrenen Ehepaar mit erwachsenen Kindern. Beide sind bereits auf Rente und haben viel Zeit, die sie gerne im Schrebergarten verbringen. Wir wünschen allen miteinander viel Freude und eine schöne gemeinsame Zeit.
 
Joomla 1.5 Templates by Joomlashack