Zu den Standardterminen jeder unserer Sardinientouren gehört der Besuch im Canile Arzachena. So auch Anfang August 2019, wo schon wieder viele Neuzugänge auf uns warteten.
Während unseres Besuchs Anfang Juni 2019 hatten wir sechs Welpen kennengelernt. Sie waren in der Nacht vor unserem Besuch von den behördlichen Tierfängern ins Canile gebracht worden. Der Tierarzt untersuchte die Kleinen gerade und verabreichte Antiparasitika. Wie sich dann herausstellte, hatten die Tierfänger die Mutter der Kleinen zwar gesehen, aber nicht mit eingefangen, das sie "ja nur den Auftrag hatten, die Welpen zu holen" ... Wir alle waren entsetzt, aber erklärte sich dann der Canile-Mitarbeiter bereit, gemeinsam mit den Tierfängern in der folgenden Nacht nach der Mutter zu suchen. Am nächsten Morgen waren wir alle sehr erleichtert, dass die Mama eingefangen und so nun wieder mit ihren Kindern vereint werden konnte.
Doch trotz all dieser Bemühungen, das Optimum für die Hundefamilie zu erreichen, gab es kein richtiges Happy End. Die Mama und die Kleinen erkrankten alle, tagelang kämpfte man um ihr Leben. Ein kleiner Bub, dem es schon ganz besonders schlecht ging, wurde von unserer Kollegin nach Hause geholt und intensiv gepflegt. Dieser Kleine, Zak, schaffte es. Noch ein weiterer Hundebub, der im Canile geblieben war, überlebte ebenfalls: Zelik. Und auch die Mama Joi wurde wieder gesund. Wir freuten uns sehr, zumindest Joi und Zelik gesund und munter im Canile kennenzulernen. (Zak ist weiterhin bei unserer Kollegin, wir lernten in dann am Nachmittag kennen.)
Joi ist eine recht schüchterne Hündin, aber wir denken, dass sie relativ schnell Vertrauen fassen wird, wenn sie erst einmal in einer familiären Umgebung lebt. Die Quarantänebox ist ja kein wirklich heimeliger Ort.
Zelik ist ein völlig unbefangener, fröhlicher und aufgeweckter Hundebub. Allein in einer der Isolamentoboxen zu hocken, ist sicherlich sehr frustrierend für das niedliche Kerlchen. Deshalb wünschen wir uns für ihn, dass er auch schnellstmöglich abreisen und in ein endgültiges Zuhause ziehen kann.
Zak, der bei der Kollegin lebt, ist zwar nicht familiär eingebunden, aber er hat doch viel Menschenkontakt und auch vierbeinige Spielkameraden, wobei ihm Katerchen Miele (der schon nach Deutschland reisen durfte) der liebste Rauf- und Schmusekumpel war.
07. September 2019:
Der nette Zak durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen. Zu seinem endgültigen Glück fehlt ihm nur noch die eigene Familie, auf die er sehnsüchtig wartet.
06. Oktober 2019:
Der kleine Wirbelwind Zak hat sich gut in seiner Pflegestelle in Berlin-Lichtenrade eingelebt. In der Wohnung fühlt er sich wohl und sicher. Zak geniesst die Streicheleinheiten und die Unternehmungen mit seinem Pflegefrauchen. Sehr gern geht er auch spazieren und erkundet seine Umgebung, wobei an der Leinenführigkeit geübt wird. Spaziergänge können so auch mal ein wenig länger dauern. Die unbekannten und lauten Geräusche der Großstadt verunsichern ihn noch, auch vor fremden Menschen hat er noch großen Respekt. Aber es wird von mal zu mal besser. Sind die Abstände zwischen den Spaziergängen nicht zu lang, ist er auch schon stubenrein.
Zak ist welpentypisch noch sehr verspielt. Kinder findet der kleine Mann toll, mit ihnen kann man richtig toll herumtoben und spielen. Der junge Rüde braucht klare Strukturen und Ansagen, aber er lernt auch schnell, an den Grundkommandos wird bereits fleißig gearbeitet.
Für den Kleinen wünschen wir uns nun eine liebe Familie, die ihm ein gutes Zuhause schenkt. Vielleicht sind Sie gerade auf der Suche nach einem neuen Familienmitglied und Ihnen ist auch bewusst, dass Junghunde neben viel Freude auch viel Arbeit machen und Verantwortung bedeuten, dann freuen wir uns über Ihre Nachricht.
03. Oktober 2019: Der quirlige und liebenswerte Zak konnte sehr schnell in sein neues Zuhause nach Berlin-Neukölln ziehen. Dort lebt er nun mit einem Frauchen und zwei Katzen in einer geräumigen Wohnung. In der Nähe gibt es viele Parks und auch Hundeauslaufgebiete. Zak braucht auch nicht allein bleiben - sein Frauchen arbeitet in einem Büro, was sehr tierfreundlich ist. Daher darf er sein Frauchen auch jeden Tag mit auf Arbeit begleiten. Er hat dort sogar einen Hundekumpel, mit dem er sich die Zeit vertreiben darf, während die Frauchen arbeiten. Mit der Stubenreinheit klappt es auch schon recht gut. An der Leinenführigkeit wird weiter gearbeitet, aber es gibt auf den Spaziergängen so viele interessante Dinge, dass man sich einfach auch einmal auf andere Dinge konzentrieren muss, als immer auf die dumme Leine :-) Wir wünschen Zak bei der Eroberung der großen weiten Welt alles Gute und viel Spass beim Toben mit seinen Menschen. Auf weitere Bilder und Berichte sind wir schon gespannt.