Unsere Partner in Oschiri hatten uns schon im Vorfeld zu unserer für Anfang September 2019 geplanten Sardinientour gebeten, unbedingt auch bei ihnen einen Besuch einzuplanen. Zum einen gab es bei ihnen zwei Neuzugänge, und zum anderen wollte unsere Kollegin Alessandra die Chance nutzen, ein paar ihrer Schützlinge vorzustellen.
Zu diesen Hunden, die von Alessandra in Obhut genommen worden waren, gehörten Sorrisa und Lupo. Sorrisa (der Name bedeutet Lächeln, weil sie immer aussieht, als ob sie lächeln würde) ist noch jung, hat aber schon viel Trauriges erlebt. Sie hatte sicherlich mal ein Zuhause, aber wahrscheinlich setzte man sie aus, als sie nicht mehr das winzige Handtaschenhündchen und zudem auch noch trächtig war. Sie wurde einige Zeit von einer Frau beobachtet, die das Hundemädchen aber nicht einfangen konnte. Sorrisa brachte dann auch ihre Babys zur Welt, aber bevor es der Frau gelang, Mutter und Kinder zu retten, wurden die Babys von wilden Streunern getötet. Aber glücklicherweise konnte sie Mama Sorrisa dann fangen und in Sicherheit bringen. Kurz zuvor hatte die Frau schon einen herrenlosen jüngeren Rüden von der Straße geholt, den kleinen Lupo. Da sie aber die beiden Hunde nicht auf Dauer behalten kann, fragte sie unsere Kollegin um Hilfe, die natürlich nicht nein sagte.
Sorrisa und Lupo sind noch etwas schüchtern Fremden gegenüber, aber das ist ja auch kein Wunder bei ihren bisherigen Erfahrungen mit Menschen. Die beiden hübschen Hunde sind aber trotzdem freundlich und auch aufgeweckt, genossen nach einer kurzen Zeit auch die Aufmerksamkeit, die sie durch uns erfuhren. Wenn sie erst einmal in ihren eigenen Familien angekommen sind, werden sie sicherlich schnell Vertrauen fassen und ihre Menschen mit ihrem charmanten Wesen um die kleinen Pfötchen wickeln. 12. Oktober 2019: Sorrisa durfte auf direktem Weg von Sardinien in ihr neues Zuhause nach Pleidelsheim ziehen. Ihr neues Frauchen hatte erst kurz zuvor ihren letzten, alten Hund gehen lassen müssen und sagte ganz klar: „Jeder Tag ohne Hund ist ein verlorener Tag!“ Sie verliebte sich sofort in die Fotos der Hündin und es stand fest, dass Sorrisa bei ihr einziehen darf. Mit viel Liebe und Ruhe darf die Kleine in ihrem neuen Leben ankommen und sich in Haus und Garten entfalten. Frauchens Eltern wohnen im selben Haus und so ist immer jemand für Sorrisa da, wenn Frauchen mal länger arbeiten muss. Wir freuen uns, dass Sorrisa es so gut angetroffen hat und wünschen allen eine schöne, gemeinsame Zeit.