Bislang hat er noch nicht viel Gutes erlebt: Sein Besitzer hat ihn im engen Zwinger gehalten, wie das für sardische Jagdhunde "normal" ist. Kaum Futter. Keine Zuwendung. Und nun wurde er "ausgemustert", sollte erschossen werden. Unsere Kollegin, die das hautnah mitbekam, konnte das glücklicherweise verhindern. Und nun hockt der arme Kerl im Canile, einsam und allein. Kommt man an seine Box, zieht er sich erst einmal zurück. Wer will ihm sein Misstrauen verdenken? Aber wir wollen diesen wunderschönen Hund mit den traurigen Augen natürlich nicht im Canile verkümmern lassen.
12. Mai 2018: Der bildhübsche Pitroni durfte vor kurzem auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen. Zu seinem endgültigen Glück fehlt ihm nur noch die eigene Familie, auf die er sehnsüchtig wartet.
Wer möchte Pitroni, wie er genannt wurde, ein gutes Zuhause schenken, wo er mit Liebe und Geduld aufgenommen wird und er Vertrauen fassen darf?
10. Dezember 2019:
Pitroni kam als Pflegehund nach Deutschland und es dauerte sehr lange, bis der ängstliche Rüde Vertrauen gefasst hat. Viel Geduld war hier gefragt und Schritt für Schritt tastete er sich in sein neues Leben vor. In dieser langen gemeinsamen Zeit sind alle stark zusammengewachsen und die Familie hat die Hoffnung nicht aufgegeben, wofür wir ihr sehr danken.
Alle haben ihn in ihr Herz geschlossen, so wurde es heute offiziell und er darf für immer in Nürnberg bleiben. Ein Haus mit Garten teilt er sich mit Frauchen, Herrchen und der vorhandenen Katze. In manchen Situationen reagiert Pitroni immer noch unsicher, aber die Familie weiß damit umzugehen und möchte ihn nicht mehr missen.