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Michele (23.12.)


Schon vor unserer Anreise zur Sardinientour Ende Januar 2019 hatten uns unsere Partner in Stintino vorgewarnt: Bringt viel Zeit mit, es gibt jede Menge Neuzugänge. Und so war es auch. Es gab Welpen, junge und schon etwas ältere erwachse Hunde, Mütter mit ihren Babys und auch einige Katzen, und für alle wurde wir gebeten, zu helfen und gute Zuhause für sie zu finden. Und wie immer sagten wir zu, unser Möglichstes zu tun ...

Mirko und Marika sowie Michele und Martino haben auch wieder eine traurige Geschichte. Die vier wurden in der Nähe von Olmedo (das ist bei Alghero) an der Landstraße gefunden. Sie saßen dort neben einer toten Hündin, die ganz offensichtlich die Mutter von Mirko und Marika war. Bei ihnen hockten auch Michele und Martino. Ob sie sich der kleinen Familie angeschlossen hatten, bevor das Unglück geschah, oder ob jemand die beiden Hundejungs einfach noch dort an der Unglückstelle dazugesetzt hatte, um sich ihrer zu entledigen, werden wir nie mehr erfahren.

Jedenfalls nahmen Tierschützer die vier Hundekinder mit, und weil sie selbst aber keine Unterbringungsmöglichkeit hatten, fragten sie Paola, ob sie helfen könne …

Alle vier waren noch recht schüchtern, wobei die Geschwister Mirko und Marika rassetypisch recht quirlig waren. Die beiden Buben Michele und Martino zeigten sich eher ruhig und bedacht. Was wir von Michele und Martino sagen können: Sie sind sicherlich von der Hündin eines Schäfers zur Welt gebracht worden und haben wahrscheinlich auch kurzzeitig noch dort gelebt. Zumindest so lange, dass man ihnen – wie es dort in Schäfer- und Jägerkreisen perverserweise üblich ist – die Ruten mit Drähten abgebunden hatte, damit sie dann irgendwann abfallen … So haben Michele und Martino nur noch winzige Stummelpuschel, wo mal kräftige lange Ruten waren ...

13. April 2019:
Der goldige Michele durfte vor kurzem auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen. Zu seinem endgültigen Glück fehlt ihm nur noch die eigene Familie, auf die er sehnsüchtig wartet.

Für Michele suchen wir nun die passende Familie: Michele wird sicherlich noch ein gutes Stück wachsen, und es ist wahrscheinlich, dass er Maremmanogene in sich trägt.

01. Mai 2019:

Michele war anfangs recht schüchtern, taute aber nach ein paar Tagen auf und ist nun ein richtiger Sonnenschein. Er versteht sich super mit den vorhanden Hunden der Pflegestelle und ist immer für ein Spielchen zu haben. Am liebsten kuschelt er aber mit seinem Bruder Martino.

Das Hundeeinmaleins wird bereits fleißig geübt, das Laufen an der Leine findet der Bube zwar noch nicht so toll, wird aber immer besser :-) Michele ist ein kleiner Wonneproppen der sich eine aktive Familie wünscht, die mit ihm die Hundeschule besucht und ihm etwas von der großen Welt zeigt.

Kürzlich wurden tolle Bilder geknipst, mit denen Michele hoffentlich bald sein eigenes Zuhause findet. Fotografin Margareta Kozik hatte sich für ein ehrenamtliches Shooting angeboten. Ein herzliches Dankeschön an dich, liebe Margareta.

Wenn Sie sich ein neues Familienmitglied wünschen und Ihnen bewusst ist, dass Junghunde neben viel Freude auch viel Arbeit machen und Verantwortung für ein hoffentlich langes Hundeleben bedeuten, dann freuen wir uns über Ihre Nachricht.

23. Dezember 2019:

Michele hat etwas länger auf sein Glück warten müssen, doch nun hat er sein Traumzuhause in Gunzenhausen gefunden. Er lebt nun bei einem netten Ehepaar mit Haus und Garten. Frauchen ist zu Hause und hat somit viel Zeit für Michele. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an die Familie, die sich nicht von Micheles Ängstlichkeit "abschrecken" ließen. Sie haben sich einige Male den Weg auf sich genommen und ihn in seiner Pflegestelle besucht, um eine Beziehung und Vertrauen aufzubauen. Auch jetzt ist er noch in vielen Situationen unsicher, aber die Familie arbeitet daran und möchte ihn nicht mehr hergeben. Danke für diese Geduld und Mühe.
 
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