Tierschützer hatten die beiden jungen Hunde eingefangen, als sie ziellos auf der Landstraße bei Oschiri herumliefen. Die Hunde hatten riesiges Glück, bei dem doch recht starken Verkehr nicht von einem Auto angefahren oder sogar getötet zu werden. Niemand kannte die beiden Hunde, niemand vermisste sie, sie waren auch nicht gechippt. Mit Sicherheit hatte man die Kleinen aber ausgesetzt, sie müssen mal Besitzer gehabt haben: Sie hatten nämlich beide Flohhalsbänder um den Hals - oder besser gesagt, jeder hatte ein halbes Flohhalsband, zusammengehalten mit einem Draht ... Nicht nur, dass da jemand aus Geiz ein Flohhalsband geteilt hatte, diese Teile müssen den Hundekindern mal angelegt worden sein, als sie noch viel kleiner waren. Denn diese „Halsbänder" waren inzwischen so eng und schürten ihnen die Kehlen ein, dass man sich fragte, wie sie überhaupt noch Luft bekamen.
Da die Finder die Kleinen selbst nicht behalten konnten, baten sie unsere Partner in Stintino um Hilfe. Und die sagten natürlich nicht nein.
So lernten wir also Filli und ihr Brüderchen Fulvio, wie sie inzwischen genannt wurden, Mitte Oktober 2019 bei unserem Besuch bei Paola und Pierpaolo kennen. Anfangs waren beide etwas schüchtern. Bestimmt hatten sie in ihrer Zeit auf der Straße keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht. Aber im Laufe der Fotoaktion wurden sie immer entspannter und beobachteten unser Treiben und das der im Zimmer herumwuselnden Hunde unserer Partner sehr interessiert.
Die beiden hübschen kleinen Hunde werden sich aber sicherlich zu aufgeschlossenen, tollen Familienhunden entwickeln, wenn sie erst einmal bei ihren endgültigen Familien angekommen sind.
14. Dezember 2019:
Die liebe Filli durfte auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen. Zu ihrem endgültigen Glück fehlt ihr nur noch die eigene Familie, auf die sie sehnsüchtig wartet.
Möchten Sie Filli zeigen, wie schön das Leben in einer richtigen Familie sein kann?
21. Januar 2020:
Die kleine Filli musste nicht lange warten und konnte recht schnell in ihr neues Zuhause nach Kloster Lehnin im Land Brandenburg ziehen. Dort wartete bereits ihr "Bruder" Tano, der früher Darion hieß und auch ein ehemaliger Schützling von proTier e.V. ist. Gemeinsam können beide nun im Garten toben und bei gemeinsamen Spaziergängen viele andere Freunde treffen. Am liebsten wird jedoch mit Frauchen und Herrchen gekuschelt. Wir freuen uns sehr, dass nun auch Filli eine tolles Zuhause gefunden hat. Auf weitere Bilder und Berichte sind wir gespannt.