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Norina (21.01.)


Ein Besuch des Rifugio der LIDA gehört zu den Standardterminen, die wir während unserer regelmäßigen Sardinientouren wahrnehmen. So auch am 01. August 2019. Wie immer wurden wir schon erwartet, und Marco hatte eine lange Liste mit Neuzugängen für uns vorbereitet.

Zu den Neuzugängen, die mir vorgestellt wurden, gehörten auch sieben Maremmano-Welpen: Nemorino, Nelly, Natan, Niki, Nita, Nevia und Norina. Wie auch die anderen neuen Welpen, waren sie ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen worden. Sie hatten aber Glück gefunden und ins Rifugio gebracht zu werden. Die Kleinen hätten vermutlich nicht überlebt. Sie waren in sehr schlechtem Zustand, sie hatten offene Wunden im Gesicht, und Maden hatten dort schon ihr zersetzendes Werk begonnen. Insbesondere die kleine Norina hatte es schlimm erwischt: Die Maden hatten sich in ihrem linken Auge eingenistet und waren dabei, es zu zerstören. Nur dank des tierärztliches Einsatzes und der intensiven Pflege war es zu verdanken, dass das Auge zumindest teilweise gerettet werden konnte. Allerdings kann Norina auf diesem Auge auch nur eingeschränkt sehen, doch das behindert sie nicht wirklich und ihrem Charme tut es ohnehin keinen Abbruch.

Während ich schon die ersten Welpen wie Hansel, Gretel usw. fotografierte, wurden Nemorino, Nelly, Natan, Niki, Nita, Nevia und Norina noch vom verantwortlichen Veterinär der Behörde gechippt. Das war auch wichtig, denn sonst hätte ich die Geschwister nicht fotografieren können. Das Risiko, sie später nicht auseinanderhalten und den richtigen Namen und Chipnummern zuordnen zu können, wäre zu groß gewesen. Und für die Welpen wäre es verlorene Zeit gewesen, wenn ich sie erst beim nächsten Besuch im September hätte fotografieren und aufnehmen können.

Denn wir versuchen alles, damit die Hundekinder möglichst bald nach Deutschland reisen können, bevor sie in den hinteren Gehegen des Rifugio in der Masse der Hunde quasi unsichtbar werden, älter und älter werden und im schlimmsten Fall lebenslänglich hinter Gittern hocken.

Nemorino, Nelly, Natan, Niki, Nita, Nevia und Norina waren natürlich noch etwas verschüchtert. So viel war in den letzten Tagen für sie passiert. Und nun stand ich da mit meinem schwarzen Kasten vor dem Gesicht, was ihnen sicherlich auch etwas unheimlich war. Aber die Kleinen sind alle lieb und freundlich.

09. November 2019:
Die hübsche Norina durfte auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen. Zu ihrem endgültigen Glück fehlt ihr nur noch die eigene Familie, auf die sie sehnsüchtig wartet.

21. November 2019:

Norina, Nelly und Nevia durften gemeinsam auf ihre deutsche Pflegestelle und dort haben sie sich in kurzer Zeit sehr gut eingelebt. Aus den kleinen weißen Wollbällchen sind tolle Hundemädchen geworden. Alle drei sind sehr brav, lieb und verspielt. Mit den vorhandenen Hunden und Katzen gibt es keinerlei Probleme. Rassetypisch sind sie wachsam, aber keine Kläffer. Das Laufen an der Leine wird fleißig geübt, auch klappt es mit der Stubenreinheit schon richtig toll. Auch können sie für eine gewisse Zeit alleine bleiben und freuen sich umso mehr, wenn ihre Menschen wieder da sind.

Norina ist eine sehr aufgeschlossene und verschmuste Hündin. Sie ist die kleinste des Trios und einfach nur zauberhaft. In Kürze wird sie einem Augenspezialisten vorgestellt, um abklären zu können, ob man ihrem Auge noch helfen kann. Aktuell hat sie damit keinerlei Einschränkungen.

Was sie nun braucht ist eine eigene Familie und ein Zuhause, das ihren Bedürfnissen als Herdenschutzhund angemessen ist. Erfahrung mit Herdenschutzhunden wäre wunderbar. Zumindest sollte aber die Bereitschaft da sein, sich mit den Besonderheiten der Rasse zu befassen und die Empfehlungen zum Umgang mit Herdenschutzhunden umzusetzen.

Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem neuen fellnasigen Familienmitglied sind und Ihnen bewusst ist, dass Junghunde nicht nur viel Freude bringen, sondern auch Arbeit und große Verantwortung bedeuten, dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht.

21. Januar 2020:
Norina durfte heute in ihr neues Zuhause nach Stulln ziehen. Dort teilt sie sich mit ihrem neuen Frauchen ein Haus mit großem Garten. Frauchen ist immer zu Hause, so muss Norina auch selten alleine bleiben. Wir freuen uns sehr, dass Norina trotz ihres kleinen "Makel" punkten konnte und wünschen ihr ein glückliches und langes Hundeleben.
 
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