Während unserer Sardinientour Mitte März 2019 besuchten wir natürlich auch unsere Partner im Rifugio der LIDA in Olbia, wo wir wie immer sehnsüchtig erwartet wurden. Wir bemühen uns ja schon nach Kräften, den Bestand an Insassen zu reduzieren. Aber es kommen halt immer wieder neue Hunde nach, weil sich die Einstellung zu den Tieren, der Respekt vor ihrem Leben sowie das Verständnis für notwendige Geburtenkontrolle nur langsam verändert. Wir spüren nach den vielen Jahren aktiven Tierschutzes auf Sardinien durchaus Verbesserungen, aber es ist noch ein weiter Weg und es gibt noch viel zu tun ...
Zu den Neuzugängen, die Marco uns vorstellte, gehörte auch dieses Quintett: Frida, Fabiano, Flora, Fiore und Flick. Die fünf waren als Babys gefunden worden, ausgesetzt an der Landstraße von Olbia nach Telti. Im Rifugio waren sie dann erst einmal in Sicherheit, aber wie wir alle wissen, ist das Rifugio eben kein Ersatz für ein Zuhause bei einer eigenen Familie.
Frida, Fabiano, Flora, Fiore und Flick waren lieb und freundlich, aber auch sichtlich gestresst von dem unglaublichen Lärmpegel und der dauernden Hektik, die ständig im Rifugio herrschen. Auch wenn sie das schon seit ein paar Monaten kennen: Es gibt Hunde, die gewöhnen sich nie daran. Manche resignieren, mache geben auf und sterben. Dass so etwas auch bei diesen hübschen, freundlichen Hunden passiert, möchten wir unbedingt verhindern. Deshalb möchten wir sie auch so schnell wie möglich aus dem Rifugio holen.
25. Januar 2020:
Frida durfte auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen. Zu ihrem endgültigen Glück fehlt ihr nur noch die eigene Familie, auf die sie sehnsüchtig wartet.
26. Februar 2020:
Frida hat sich gut auf ihrer Pflegestelle eingelebt und zeigt sich als sehr sanfte, liebe, noch etwas zurückhaltende Hündin. Es hat ein wenig gedauert bis sie Vertrauen gefasst hat, doch Tag für Tag wurde sie gegenüber ihrem Pflegefrauchen immer offener, und nun genießt sie das Zusammensein. Mit der vorhandenen Hündin und fremden Hunden versteht sie sich gut, auch hat sie mit den vorhandenen Katzen keinerlei Probleme. Im Haus ist Frida eine eher ruhige Mitbewohnerin, die auch schon für eine gewisse Zeit alleine bleiben kann. Sie ist bereits stubenrein und gut in den Alltag integriert. Das Autofahren klappt mittlerweile auch sehr gut.
Draußen wirkt Frida teils wie ausgewechselt. Sie läuft prima an der Leine, fordert ihre Hundefreundin und auch Pflegefrauchen zum Spielen auf. Sie genießt die Natur und geht sehr gerne spazieren. Lediglich unbekannte Geräusche verunsichern sie noch, aber sie lernt gut und schnell dazu. Gegenüber Fremden ist sie anfangs skeptisch, doch lässt man sie kommen, siegt die Neugierde und sie holt sich gerne ein Leckerchen oder einen "Kopfkrauler" ab :-)
Wenn man Frida mit Geduld und Zeit ankommen lässt, wird sie zu einer wunderbaren und treuen Begleiterin fürs Leben werden.
07. März 2020:
Frida durfte heute in ihr neues Zuhause nach Rinchnach ziehen, nicht weit entfernt zum Pflegezuhause. Dort teilt sie sich mit Frauchen und Herrchen ein schönes Haus mit Garten. Nach dem traurigen Verlust des geliebten Zweibeiners sind nun alle sehr glücklich, dass Frida da ist.
Sie muss selten alleine bleiben, denn Herrchen ist bereits in Rente und hat viel Zeit für Frida. Laut ersten Rückmeldungen hat sich Frida schon gut eingelebt, sie erkundet neugierig ihre neue Umgebung und zeigt sich als sehr brave und ruhige Hündin. Sie taut Schritt für Schritt auf, dazu
bekommt sie auch die Zeit die sie braucht.