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Vita (11.05.)


Eine Tierschützerin aus Valledoria, die wir auch schon seit vielen Jahren kennen, hatte in einer Ferienanlage eine kleine Hündin entdeckt, die dort ziellos und ganz offensichtlich auf der Suche nach Futter herumirrte. Die Hündin war sehr verängstigt, ließ sich nicht anfassen. Schon wenn sich jemand näherte, lief sie erst mal ein Stückchen weg, kam dann aber bis auf einen großen Sicherheitsabstand wieder heran und wartete ab. Die Tierschützerin konnte erkennen, dass die Kleine in keinem guten Zustand war. Sie tippte auf Räude und Mangelernährung. Die kleine Hündin war auch keine typische Streunerin, vermutlich hatte sie mal ein Zuhause und es verloren, weil ihr Besitzer bzw. ihre Besitzerin verstorben war und die Erben kein Interesse an einem ebenden Erbstück hatten...

Jedenfalls versuchte die Tierschützerin das Vertrauen der Kleinen zu gewinnen. Sie brachte ihr täglich Futter und sprach mit ihr. Nach und nach konnte sie dann auch immer näher an die Hündin heran, bis es ihr dann endlich gelang, sie einzufangen. Da sie selbst keine Möglichkeiten hatte, die Hündin aufzunehmen, kam also mal wieder Paola ins Spiel. Die sagte sofort zu, die arme Kleine in ihre Obhut zu nehmen.

Die Hündin erhielt den schönen Namen Vita, was "Leben" bedeutet. Vita war, obwohl sie ja nun schon eine ganze Weile täglich gutes Futter erhalten hatte, in einem erbärmlichen Zustand. Sie hatte fast kein Fell mehr, die Haut war ledrig trocken und schuppig. Überall hatten sich Krusten gebildet. Es war ein Anblick zum Erbarmen.

Aber die gute Pflege, das regelmäßige Futter und die medizinische Versorgung zeigten Wirkung: Vita erholte sich, und auch ihr Fell wächst nun langsam wieder nach. Mit Paola, Pierpaolo und den anderen Hunden im Haushalt ist Vita inzwischen sehr vertraut. Fremden gegenüber ist sie nach wie vor noch etwas scheu und bei lauten Geräuschen, oder hektischen Bewegungen, schaltet sie immer gleich ihren Fluchtmodus ein (der im Wohnzimmer natürlich begrenzt wird). Vita wird sicherlich noch eine ganze Weile brauchen, bis sie all das Schlimme, das sie wohl in ihrer Zeit auf der Straße erleben musste, vergessen und kann.

25. Januar 2020:
Vita durfte auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen. Zu ihrem endgültigen Glück fehlt ihr nur noch die eigene Familie, auf die sie sehnsüchtig wartet.

11. Mai 2020:

Die kleine Vita hat das große Glück, dass sie nicht mehr umziehen und auf ihrer Pflegestelle in Geldern bleiben darf! Ihr Frauchen hat sie so liebevoll aufgepäppelt, dass sie inzwischen wieder tolles Fell hat und munter mit dem bereits vorhandenen Rüden durch Haus und Garten springt. Vita muss so gut wie nie alleine bleiben, da sie Frauchen zur Arbeit begleiten darf, wo es auch noch ganz viele andere Hunde gibt und so genießt die Kleine ihr neues Leben in vollen Zügen. Wir freuen uns sehr darüber und wünschen allen zusammen noch eine fröhliche und gesunde gemeinsame Zeit!
 
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