Eigentlich hatten wir ja schon unsere Sardinientour für März 2020 geplant. Aber die wegen der Ausbreitung des Coronavirus für Italien verhängten Reisebeschränkungen hatten uns einen Strich durch unsere Planung gemacht. Inzwischen zeichnet sich ab, dass auch die für Mitte April geplante Tour nicht realisiert werden kann. Und nach wie vor wissen wir nicht, wann die Beschränkungen, die inzwischen ja für die gesamte EU gelten, aufgehoben werden.
Das bringt uns natürlich in arge Bedrängnis, denn es werden immer mehr Hunde und Katzen, die wir in unseren Pflegestellen und Auffangstationen aufnehmen und versorgen müssen. Damit wir für die Neuzugänge keine Zeit verlieren, bis wir sie auf unserer Webseite vorstellen können, werden uns also ausnahmsweise unsere Partner mit Bildern und Informationen versorgen, bis wir hoffentlich bald auch wieder selbst vor Ort sein können.
Zu den Neuzugängen bei unseren Partnern in Stintino gehört auch diese Gruppe von sieben Maremmanomix-Babys. Die sieben Zwerge wurden von der Hündin eines Schäfers geboren, der in der Nähe von Osilo lebt. Unsere Kollegin in Valledoria war darüber informiert worden, dass der Schäfer nach „einer Lösung“ für die Kleinen sucht. Natürlich wollten wir verhindern, dass die Kleinen umgebracht werden, und glücklicherweise war Paola sofort bereit, die Babys aufzunehmen – obwohl ihr Rescue schon mehr als voll ist… Aber lieber im vollen Rescue mit anderen Welpen leben als getötet werden… Daran, dass die Hundemama (s. letztes Bild) kastriert wird, arbeiten die sardischen Kollegen noch. Der Mann ist extrem stur, aber wir geben nicht auf.
Oliver, Onda, Onesta, Oriolu, Orsa, Ortica und Oxford haben sich gut entwickelt und sind laut Paolas Beschreibung „einfach nur wundervoll mit tollem Charakter“.
Wir vermuten, dass in den Hundekindern ein paar Maremmanogene schlummern. Daher suchen wir nun ein liebevolles Zuhause bei Menschen, die bereits über Herdenschutzhund-Erfahrung verfügen oder die bereit sind, sich über die Besonderheiten der Rasse eingehend zu informieren. Passende häusliche Gegebenheiten sollten vorhanden sein.
06. Juni 2020:
Die kleine Ortica durfte auf direktem Weg von Sardinien in ihr neues Zuhause im schönen österreichischen Thaur reisen und hört nun auf den Namen Luna. Idyllisch am Fuße der Berge gelegen teilt sich Luna nun Haus und Garten mit drei Katzen und einem weiteren Hund und die Dorfrandlage lädt zu vielen tollen Spaziergängen durch Wiesen und Felder ein.
Wenn die Kleine mal groß ist, darf sie gerne ihren natürlichen Wachtrieb ausleben, das ist von Frauchen und Herrchen explizit erwünscht. Die beiden verfügen über viel Hundeerfahrung und da Frauchen nicht arbeitet, bleibt viel Zeit, um Luna an das neue Leben mit all seinen Facetten heranzuführen.
Wir wünschen allen zusammen eine glückliche gemeinsame Zeit!