Nach unserer Sardinientour Anfang Februar 2020 hatten wir ja schon weitere Touren für März, April und Mai 2020 geplant. Aber die wegen der Ausbreitung des Coronavirus für Italien verhängten Reisebeschränkungen hatten uns einen Strich durch unsere Planung gemacht. Und nach wie vor wissen wir nicht, wann die Beschränkungen, die inzwischen ja für die gesamte EU gelten, aufgehoben werden und wieder eine Sardinientour realisiert werden kann.
Da auch unsere Autotransporte nicht durchgeführt werden konnten, bringt uns die Coronakrise natürlich in arge Bedrängnis, denn es werden immer mehr Hunde und Katzen, die wir in unseren Pflegestellen und Auffangstationen aufnehmen und versorgen müssen. Auch im Canile Arzachena gibt es immer wieder Neuzugänge, so dass die Quarantäneboxen ständig belegt sind. Damit wir für die Neuzugänge keine Zeit verlieren, bis wir sie auf unserer Webseite vorstellen können, versorgen uns die Kolleginnen und Kollegen aus Arzachena ausnahmsweise mit Bildern und Informationen, bis wir hoffentlich bald auch wieder selbst vor Ort sein können.
Am 18. März 2020 hatte ein Mitarbeiter des kommunalen Servicebetriebs, zu dem auch das Canile gehört, in einem Karton fünf Welpen gefunden. Natürlich brachte er die Babys sofort ins Canile. Es waren zwei Mädchen und drei Buben. Da insbesondere eines der Mädchen sehr klein und geschwächt war, bat der Verantwortliche des Canile unsere Kollegin, die beiden Mädchen abzuholen und in einer privaten Pflegestelle in Obhut zu geben. Das wurde natürlich sofort gemacht, denn glücklicherweise war eine liebe Helferin bereit, die beiden Kleinen zu versorgen. Das ganz winzige Mädchen musste noch mit dem Fläschchen gepäppelt werden, und das alle zwei Stunden, und so nahm die Helferin die Kleine sogar mit zur Arbeit, um das zu gewährleisten. Doch trotz aller Bemühungen und tierärztlicher Unterstützung schaffte es die Kleine nicht, und wir waren alle sehr traurig, als sie den Weg über die Regenbogenbrücke ging.
Lana entwickelte sich jedoch gut, und da sie in engem Familienanschluss aufwachsen durfte, ist sie besonders zutraulich und freundlich. Und sie liebt Katzen: Vom ersten Tag an genoss sie es, mit den Katzen der Familie zu schmusen.
Auch die Brüder Lemon, Lex und Liam, die im Canile verblieben waren, haben sich gut entwickelt. Sie sind freundliche, aufgeweckte Hundebuben. Wenn sie gelegentlich mit den anderen Welpen im Canile über die große Wiese vor den Quarantäneboxen toben dürfen, finden sie das klasse. Und die Streicheleinheiten, die es dann von unseren Kolleginnen und Kollegen gibt, genießen sie ebenfalls sehr.
Leider müssen die Geschwister ja alle noch eine Weile warten, bis sie ausreisen dürfen, da zunächst ja die Hunde an der Reihe sind, die schon sehnsüchtig von ihren neuen Familien erwartet werden.
Für Lana, Lemon, Lex und Liam wünschen wir uns, dass sie auch bald ihre Chance zur Abreise bekommen, und besonders schön wäre, wenn sie ohne Umwege über eine Pflegestelle gleich bei ihren eigenen Familien einziehen dürften. Vielleicht bei Ihnen?
31. Mai 2020:
Beim heutigen Besuch im Canile Arzachena zeigte sich Liam wieder von seiner besten Seite. Er ist eine richtige Schmusebacke und genießt es in vollen Zügen, wenn man sich um ihn kümmert und ihn durchkrault. Wenn Sie sich bewusst sind, dass eine Adoption neben viel Freude auch Arbeit und Verantwortung bedeutet, dann freuen wir uns über Ihre Nachricht.
20. Juni 2020:
Liam, der nun Theo heißt, durfte heute direkt in sein neues Zuhause nach Osterby reisen. Er lebt nun bei einer vierköpfigen Familie, einem neuen Hundefreund und zwei Katzen. Frauchen arbeitet als Agraringenieurin und die Hunde dürfen sie immer mit zur Arbeit begleiten. So müssen sie selten alleine sein. Auch wird es gemeinsame Urlaube geben, auf die sich schon alle sehr freuen.