Auch während des Corona-bedingten Lockdowns, der Sardinien besonders hart getroffen hatte, waren bei unseren Partnern vor Ort immer wieder Hilferufe für Hunde und Katzen eingegangen. So auch bei unseren Partnern Paola und Pierpaolo in Stintino. Und soweit es im nahen Umfeld und im Rahmen der Bewegungseinschränkungen möglich war, wurde natürlich auch geholfen. Aber wir möchten gar nicht darüber nachdenken, wie viele ausgesetzte Katzen und Hunde während des Lockdowns vergeblich auf Hilfe gewartet haben und wohl auch verstorben sind ...
Im Mai hatte uns unsere Kollegin aus Valledoria angerufen: In der Nähe von Castelsardo, auf dem Land, gäbe es eine Hündin, die neun Babys zur Welt gebracht hatte. Ob wir da helfen könnten … Die arme Hündin lebte an der Kette in einem Verschlag voller Gerümpel. Und die Besitzer wollten weder sie noch die Kleinen, und natürlich sollte die ganze Familie möglichst schnell weg, sonst würde man sich „selbst eine Lösung überlegen“ … Natürlich könnte das auch eine leere Drohung sein, einfach um Druck zu machen … aber wer würde das Risiko eingehen wollen?
Also suchten wir nach Hilfe und fanden sie – wie eigentlich immer – bei unseren Partnern Paola und Pierpaolo. Und die beiden machten sich umgehend auf den Weg (mit Ausnahmegenehmigung, weil es zur Rettung von Tieren war), und holten die wunderschöne und liebe Mama - mit ihren neun Kleinen zu sich nach Stintino. Dort war die Familie dann in Sicherheit, und wir hofften natürlich alle, dass die Mama und ihre Kleinen gesund bleiben und sich gut entwickeln würden.
So freuen wir uns nun sehr, dass wir heute Larissa, die schöne Mama – übrigens eine Segugia Gran Bleu Francese –, und ihre Kinder Lampone, Lauro, Lavanda, Lentischio, Lilia, Lillà, Liquirizia, Lobelia und Luppolo vorstellen können. Für alle wünschen wir uns, dass liebe Menschen sie in ihre Familien aufnehmen, sie an allen familiären Aktivitäten teilhaben lassen und ihnen Zuhause für immer schenken.
Der schöne Lentischio durfte direkt aus Sardinien in sein Zuhause in Lüdenscheidt einziehen. Sein neues Frauen und Herrchen haben ihren vorherigen Segugiomix im großartigen Alter von 15 Jahren über die Regebogenbrücke gehen lassen müssen. Leo, wie der freundliche Kerl nun genannt wird, hat einen großen Garten zu erkunden und wird vor allem sein Herrchen, das nicht mehr berufsstätig ist, auf Spaziergänge begleiten. Leos Frauchen beschreibt ihn als sehr aufgeweckt und als wahre Bereicherung der Familie. Wir freuen uns über weitere tolle Fotos von Leo in seinem Traumzuhause.