Bei meinem Besuch im Rifugio Ende Dezember 2016 fragte man mich, ob wir wohl auch für eine Gruppe von sieben schwarzen Hunden helfen würden... Was sollte ich denn da sagen? Nein, danke, bitte keine schwarzen Hunde? Im Grunde wissen die Mitarbeiter des Rifugio ja schon, dass wir nicht nach Aussehen wählen oder gar "aussortieren", aber sie fragen dennoch immer ganz vorsichtig nach ...
So machte ich also Fotos von Petra, Pesca, Pinu, Pearl, Peter, Pino und Perlina. Die sieben Geschwister waren alle noch etwas schüchtern. Aber sie waren ja auch als sehr kleine Welpen aufgegriffen worden und im Rifugio gelandet, und wir wissen nicht, was sie zuvor schon mit uns Zweibeinern erlebt haben. Nach einer längeren Wartezeit konnten alle nach und nach in Pflegestellen reisen und haben ein Zuhause gefunden, so auch Peter.
12. April 2020:
Peter durfte im Oktober 2017 zu seiner Familie ziehen, komm nun jedoch leider unverschuldet in die Vermittlung zurück, da sich die Lebensumstände der Familie verändert haben und sie Peter nicht mehr gerecht werden kann. Aus dem kleinen Hundekind wurde mittlerweile ein stattlicher und wunderschöner Rüde, der in den letzten Jahren viel gelernt hat: Er ist stubenrein, läuft gut an der Leine, kann alleine bleiben und problemlos im Auto mitfahren, ist brav im Büro und hat sämtliche Alltagssituationen (Stadt, Busse, Autos, Radfahrer, Tierarztbesuche, Urlaube, Fahrstühle, Wohnmobil, etc.) kennengelernt.
In seiner Familie ist er voll und ganz angekommen und er zeigt sich als sehr loyaler Hund, der unglaublich viel Freude bereitet und durch seine Lebensfreude sehr viel Spaß und Positives vermittelt. Er ist ein aktives, aufgewecktes und neugieriges Kerlchen, in dem viel Power steckt. Trotz seiner sensiblen Seite ist er ein starker Hund, der seine Aufgaben gewissenhaft übernimmt.
24. Mai 2020:
Peter ist ein sensibler Hund mit ein paar Unsicherheiten und einem ausgeprägten Beschützertrieb. Aus diesem Grund muss sein Mensch ihm auch das Gefühl vermitteln können, dass er keine Verantwortung zu tragen hat und dass sämtliche Entscheidungen ausschließlich von seinem Mensch getroffen werden. Peters neue Besitzer sollten Erfahrung mit dem Wesen eines Herdenschutzhundes haben und im Lesen der Körpersprache von Hunden geübt sein. Wenn Peters sich sicher fühlt ist er ein ganz toller und verschmuster Hund, der bereits Einiges kann, aber auch das Ein oder Andere noch lernen muss. Er ist ein cleverer Kerl, der schnell lernt und dem nichts entgeht.
Eine souveräne Hündin im neuen Zuhause wäre für Peter gleichzeitig eine großartige Orientierungshilfe, aber auch eine Spielpartnerin, mit der das Powerpaket einen Teil seiner Energie loswerden kann.
Wenn Sie über das passende Umfeld für einen Herdenschutzhundmischling verfügen und wissen, welche Bedürfnisse die Vertreter dieser Rasse haben und Peter im allerbesten Fall sogar eine artgerechte Aufgabe zuteilen können, dann freuen wir uns sehr auf Ihre Kontaktaufnahme.
28. August 2020: Peter (jetzt Pepe), der sein erstes Zuhause leider verloren hat, hat nun im zweiten Anlauf ein Zuhause in Neuss gefunden. Bei Menschen, deren letzte Fellnase ebenfalls ein Herdenschutzhund-Mix gewesen ist, und die dadurch mit der Besonderheiten der Herdenschutzhundrassen vertraut sind. Sie wissen, dass Pepe trotz seines sanften Blicks und riesigen Herzens, das viel Liebe für seine Menschen zu geben hat, eine liebevolle, aber zudem eine sehr klare, souveräne und konsequente Leitung braucht, damit er nicht die Führung übernimmt und Entscheidungen trifft, die gar nicht in seiner Verantwortung liegen sollten.
Sie haben Pepes Potential in mehreren Treffen erkannt und Pepes Pflegefrauchen hat ihrerseits das Potential in diesen beiden Menschen gesehen, die Pepe adoptiert haben, und ist sich sicher, dass sie Pepe die nötige Stabilität, Struktur und Sicherheit geben können, die er braucht um entspannt sein Leben genießen zu können.