Bei unserem ersten Sardinienbesuch nach dem Lockdown Ende Juli 2020 hatten zwei Mitarbeiter des Gefängnisses von Bancali uns bei unserer Kollegin Sandra sechs Welpen vorgestellt, einmal zwei Geschwister und ein Quartett. Die Welpen waren von herrenlosen Hündinnen zur Welt gebracht worden, die im Bereich des Gefängnisses von Bancali leben und dort auch versorgt werden. Wir haben über Paola schon einige Hunde dort weggeholt oder zumindest die Hündinnen kastrieren lassen. Aber es kommen leider immer wieder neue Hunde dazu.
Wir fotografierten also die sechs Welpen und sagten zu, dass wir uns darum kümmern, dass die Hunde gechippt und registriert und dann auch von unserer Kollegin in Stintino in Obhut genommen werden. Ebenso vereinbarten wir, dass die Hundemütter kastriert werden.
Tja, und dann einige Tage später, kam dann die frustrierende Nachricht, dass man die Hunde nun doch schon an Familien auf der Insel vergeben hätte. Wir waren natürlich traurig darüber, denn unsere Erfahrungen mit den Vermittlungen vor Ort sind ja leider nicht die besten. Aber unsere Partnerin gab nicht auf. Und es stellte sich dann heraus, dass es zwar für die beiden Geschwister kein Zurück mehr gab, aber aus der Vierergruppe seien noch drei Welpen vorhanden. Umgehend wurden diese drei - Babà, Biscotto und Budino - von Paola abgeholt und nach Stintino gebracht, wo sie dann in Sicherheit waren.
Und nun, zwei Wochen später, erhielt Paola die Information, dass die Familie, die den vierten Welpen übernommen hatte, ihn zurückgibt, weil sie sich "überfordert" fühlt, und wurde gefragt, ob wir denn nun doch noch auch diesem Welpen helfen würden ... Sofort fuhr Paola los und holte den süßen Bignè ab, der nun wieder mit seinen Geschwistern vereint ist.
Die vier Kleinen haben sich prima entwickelt, sie sind nach wie vor freundliche, aufgeschlossene, liebenswerte Hundekinder. Paola schreibt, dass das Quartett einfach nur entzückend sei.
Die Mama soll eine Hündin sein, die etwa Breton-Größe hat, das heißt, dass die Kinder voraussichtlich auch eine mittlere Größe erreichen werden.
Nun fehlt Babà und ihren drei Brüderchen Biscotto, Bignè und Budino nur noch das große Glück, ihre eigenen Zuhause für immer bei lieben Menschen zu finden, die ihnen engen Familienanschluss bieten.
Wenn Sie sich bewusst sind, dass eine Adoption neben viel Freude auch Arbeit und Verantwortung für ein glückliches und hoffentlich langes Hundeleben bedeutet, dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht.
03. Oktober 2020: Babà, die nun Kira heißt, durfte direkt in ihr Zuhause nach Bekond, im Kreis Trier, ziehen. Die Familie konnte die Ankunft von der kleinen Fellnase kaum erwarten. Dort lebt sie nun mit ihren Hundekumpels in einem Haus mit schönem großen Garten. Nach ersten Rückmeldungen hat die kleine Kira alle Herzen im Sturm erobert.
Kira ist nie allein, da immer jemand zu Hause ist. Gemeinsam wird nun im Garten getobt, spazieren gegangen und vieles mehr unternommen, auch kuschelt sie gerne. Das kleine Hundeeinmaleins lernt sie nun von ihren Hundefreunden. Kira ist pfiffig und lernt sehr schnell. Stubenrein ist die kleine Fellnase auch bereits und das Laufen an der Leine wird auch immer besser.
Wir wünschen Kira alles Gute und freuen uns, dass sie ein so schönes Zuhause gefunden hat. Auf weitere Bilder und Berichte sind wir gespannt.