Während unserer Projektreise im Oktober 2020 hatten wir natürlich auch einen Tag für einen Besuch des Rifugios der LIDA reserviert. Zum einen wollten wir die Neuzugänge kennenlernen, zum anderen - und das war uns auch sehr wichtig - wollten wir "unsere" Hunde wiedersehen, die nun schon längere Zeit darauf warten, endlich die Reise nach Deutschland antreten zu dürfen.
Zu den Neuzugängen gehörte dieser kleine Strubbel, der uns gegenüber zunächst - terriertypisch - etwas den "dicken Max" gab. Aber als er sich auf dem Arm der ihm vertraute Pflegerin einkuscheln konnte, war er dann doch gleich ganz lieb und friedlich. Charlie, wie das kleine Kerlchen heißt, hat leider nur noch ein Auge. Er war, so wie er jetzt ist, kürzlich im Rifugio gelandet. Wodurch er das Auge verloren hat, ist nicht bekannt. Ebenso wissen wir nichts über sein vorheriges Leben. Wir wissen nur eins: Wir möchten dem Winzling ersparen, den Rest seines Lebens in der Enge, der Hektik, dem steigen Lärm und mit nur einem Mindestmaß an Zuwendung verbringen zu müssen.
14. November 2020:
Charlie durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen.
20. November 2020:
Charlie musste nicht lange auf sein neues Zuhause warten, seit heute lebt er in Heinsberg in einem Haus mit großem Garten bei einem tierlieben Ehepaar. Eine Katze und zwei kleine Hündinnen aus dem Auslandstierschutz sind bereits vorhanden, die Jüngere sollte nun einen Spielkameraden bekommen, da die zweite Hündin bereits sehr alt ist und lieber ihre Ruhe haben möchte. Die Wahl fiel auf Charlie, der sein neues Leben nun in vollen Zügen genießen darf und auch bei den gemeinsamen Reisen mit dem Wohnmobil sicher viel erleben wird. Wir wünschen weiterhin alles Gute und eine wunderbare gemeinsame Zeit.