Nachdem unsere schon für April 2020 geplante Projektreise wegen Corona-Maßnahmen storniert werden musste, war es nun Mitte Oktober endlich soweit: Wir machten uns - allerdings wegen der nach wie vor geltenden Corona-Vorsichtsmaßnahmen nur in einem kleinen Team - auf nach Sardinien. Von all unseren Partnern und Helfern wurden wir schon sehnsüchtig erwartet, denn es gab so viele Neuzugänge, die wir kennenlernen sollten. Und auch für unsere Katzen und Hunde, die schon auf unserer Webseite präsent sind, wollten wir Zeit haben, um zu sehen, wie sie sich entwickelt haben, und um notwendige Aktualisierungen vornehmen zu können.
Im Rifugio der LIDA warteten schon diese beiden schönen Segugio-Brüder auf uns: Samy und Semy. Die beiden waren - wie so viele andere Jagdhunde auch - im Rifugio gelandet. Einfach entsorgt, weil man sie nicht "gebrauchen" konnte. Es hätte für sie aber auch schlimmer kommen können: Oft werden die Jagdhunde, die von den Jägern aus unterschiedlichsten Gründen ausgemustert werden, einfach erschossen. Oder sie werden irgendwo in eine Schlucht geworfen, aus der es dann kein Entrinnen mehr gibt ...
Samy und Semy hatten auch das Glück, dass man ihnen nicht wie üblich die Ruten kurz hinter dem Ansatz mit einem Draht abgebunden hat, damit der lange Teil der Rute abstirbt. Diese barbarische Methode ist auf Sardinien weit verbreitet.
Wir würden Samy und Semy gern ersparen, lange in der Enge, dem Lärm und der allgegenwärtigen Hektik des Rifugios ausharren zu müssen. So bald wie möglich möchten wir sie nach Deutschland holen.
14. November 2020:
Semy durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen. Zu seinem endgültigen Glück fehlt ihm nur noch die eigene Familie, auf die er sehnsüchtig wartet.
Segugi sind in der Regel freundliche Familienhunde, die sich natürlich sehr über sportliche Aktivitäten freuen. Mit unserer Hilfe hat dieser wirklich tolle Hund nun die Chance, eine liebe Familie zu finden, die ihm ein Zuhause für immer schenkt. Vielleicht bei Ihnen?
23. November 2020:
Semy hatte Glück und musste nicht lange auf seine Menschen warten - Sie lebten im gleichen Haus wie seine Pflegefamilie. :-) Somit lernten sich alle von Anfang an gut kennen und da Semy sich stets von seiner besten Seite zeigte stand schnell fest, dass er das neue Familienmitglied der Nachbarn werden sollte. So musste Semy sich nicht großartig umstellen und fühlt sich vom ersten Tag sehr wohl in seinem neuen Zuhause in Konstanz. Wir freuen uns sehr für Semy, dass er solch ein tolles Zuhause gefunden hat und wünschen allen eine tolle gemeinsame Zeit! :-)