Auch jetzt, wenige Tage vor dem Jahresende 2020, ist immer noch ungewiss, wann es wieder möglich sein wird, nach Sardinien zu reisen, um unsere Partner zu besuchen und Neuzugänge kennenzulernen. Deshalb behelfen wir uns weiterhin damit - wie schon während des Lockdowns im Frühjahr-Sommer -, dass uns die Partner die notwendigen Informationen senden. Wir hoffen, dass es bei den aktuell in Italien und damit auch auf Sardinien wieder verschärften Ausgangsregeln in den nächsten Wochen überhaupt möglich sein wird, sich um die ausgesetzten Tiere zu kümmern.
Aus der LIDA in Olbia wurden uns jedenfalls schon wieder einige Neuzugänge gemeldet, wie z. B. dieses Sextett. Als sie im Rifugio abgegeben wurden, waren es noch sieben Geschwister, aber eines der Kleinen ist leider inzwischen verstorben. Angeblich waren die Welpen gefunden worden, aber an dieser Geschichte haben die Kollegen ihre Zweifel. Sie vermuten eher, dass der Finder auch der Besitzer war. Letztlich ist das egal. Besser, er hat sie abgegeben, statt sie zu töten oder irgendwo in der Campagna auszusetzen, wo sie auch dem Tod geweiht gewesen wären.
So haben die sechs Geschwister Mammolo, Cucciola, Pisolo, Ello, Gongola und Dotto jedenfalls die Chance, über uns ihre Familien zu finden, bei denen sie ein gutes Leben führen dürfen.
Wir wünschen uns also für die sechs Hundekinder, dass sie bald ihre Reise nach Deutschland antreten können. Und vielleicht haben sie ja sogar das Glück, ohne Umweg über eine Pflegestelle gleich bei ihren neuen Familien einziehen zu dürfen.
Pisolo durfte heute direkt in sein neues Zuhause nach Bottrop ziehen. Dort lebt er nun mit Frauchen, Herrchen, den beiden fast erwachsenen Kindern in einem schönen Haus mit Garten und darf sich als Einzelprinz verwöhnen lassen. Die Familie hatte bereits ein Fellnäschen, das leider im hohen Alter über die Regenbogenbrücke gehen musste. Nun sind alles sehr glücklich, dass der kleine Wirbelwind einziehen durfte. Viele Aktivitäten sind geplant, auch soll es in die Hundeschule gehen. Wir freuen uns sehr, dass Pisolo, der nun Peppino heißt, ein schönes Zuhause gefunden hat.