Auch jetzt, Mitte Dezember 2020, ist immer noch ungewiss, wann es wieder möglich sein wird, nach Sardinien zu reisen, um unsere Partner zu besuchen und Neuzugänge kennenzulernen. Deshalb behelfen wir uns weiterhin damit - wie schon während des Lockdowns im Frühjahr-Sommer -, dass uns die Partner die notwendigen Informationen senden. Wir hoffen, dass es bei den aktuell in Italien und damit auch auf Sardinien wieder verschärften Ausgangsregeln in den nächsten Wochen überhaupt möglich sein wird, sich um die ausgesetzten Tiere zu kümmern.
Fabio, Fabiola, Fiorenza, Fiorenzo, Francesca und Francesco kamen schon Mitte November 2020 ins Rifugio. Die Deutsche Schäferhündin eines Bauern hatte die sechs Babys zur Welt gebracht, natürlich unerwünscht. Aber Geld für eine Kastration ausgeben? Niemals! Glücklicherweise hat der Bauer die Kleinen nicht umgebracht, wie es die sonst übliche "Lösung" ist, sondern hat sie im Rifugio abgeliefert.
Da sind die sechs freundlichen, lebhaften Hundekinder nun in Sicherheit. Aber das Rifugio ist natürlich kein Ersatz für ein richtiges Zuhause. Das werden Fabio, Fabiola, Fiorenza, Fiorenzo, Francesca und Francesco aber auf Sardinien ohnehin nicht finden, denn Hunde ihrer Rasse haben zu funktionieren, vorzugsweise als Wachhunde. An der Kette.
Damit ihnen dieses Schicksal oder alternativ der Verbleib im Rifugio bis an ihr Lebensende in ca. 12 bis 15 Jahren erspart bleibt, möchten wir sie so schnell wie möglich nach Deutschland holen. Denn hier wird es sicherlich die Menschen geben, die einem der Geschwister ein Zuhause mit engem Familienanschluss schenkt.
28. Januar 2021:
Francesco durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen. Zu seinem endgültigen Glück fehlt ihm nur noch die eigene Familie, auf die er sehnsüchtig wartet.
03. Februar 2021:
Francesco musste nicht lange auf sein neues Zuhause warten. Er lebt nun mit seiner neuen 4-köpfigen Familie und zwei Katzendamen in Nittenau. Kürzlich musste der geliebte Familienhund über die Regenbogenbrücke gehen und schnell stand fest, dass man das Zusammensein mit einem Hund sehr vermisst. Alle sind sehr glücklich, dass Francesco einziehen durfte und nun wird er Schritt für Schritt lernen, wie toll und spannend ein Hundeleben sein kann. Natürlich muss er noch viel üben, doch das schlaue Kerlchen wird das sicherlich mit Bravour meistern. Alleine muss er selten bleiben, da die Oma mit im Haus wohnt, die sie auch schon sehr auf den neuen Familienzuwachs gefreut hat.