Während unserer Sardinientour Mitte März 2019 besuchten wir natürlich auch unsere Partner im Rifugio der LIDA in Olbia, wo wir wie immer sehnsüchtig erwartet wurden. Wir bemühen uns ja schon nach Kräften, den Bestand an Insassen zu reduzieren. Aber es kommen halt immer wieder neue Hunde nach, weil sich die Einstellung zu den Tieren, der Respekt vor ihrem Leben sowie das Verständnis für notwendige Geburtenkontrolle nur langsam verändert. Wir spüren nach den vielen Jahren aktiven Tierschutzes auf Sardinien durchaus Verbesserungen, aber es ist noch ein weiter Weg und es gibt noch viel zu tun ...
Zu den Neuzugängen, die Marco uns vorstellte, gehörte auch dieses Quintett: Frida, Fabiano, Flora, Fiore und Flick. Die fünf waren als Babys gefunden worden, ausgesetzt an der Landstraße von Olbia nach Telti. Im Rifugio waren sie dann erst einmal in Sicherheit, aber wie wir alle wissen, ist das Rifugio eben kein Ersatz für ein Zuhause bei einer eigenen Familie.
Frida, Fabiano, Flora, Fiore und Flick waren lieb und freundlich, aber auch sichtlich gestresst von dem unglaublichen Lärmpegel und der dauernden Hektik, die ständig im Rifugio herrschen. Auch wenn sie das schon seit ein paar Monaten kennen: Es gibt Hunde, die gewöhnen sich nie daran. Manche resignieren, mache geben auf und sterben. Dass so etwas auch bei diesen hübschen, freundlichen Hunden passiert, möchten wir unbedingt verhindern. Deshalb möchten wir sie auch so schnell wie möglich aus dem Rifugio holen.
18. Juli 2020:
Die wunderbare Flora durfte auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen. Zu ihrem endgültigen Glück fehlt ihr nur noch die eigene Familie, auf die sie sehnsüchtig wartet.
Wenn Sie Flora ein Zuhause für immer geben möchten und sich bewusst sind, dass ein Hund neben viel Freude auch Arbeit und Verantwortung für ein glückliches und hoffentlich langes Hundeleben bedeuten, dann freuen wir uns auf ihre Nachricht.
26. September 2020:
Flora hat sich in den letzten Wochen gut auf ihrer Pflegestelle eingelebt, ist aber immer noch eine sehr unsichere Fellnase. Einen gewissen Halt geben ihr die Familienhunde und sie orientiert sich gut an ihnen. Streicheleinheiten lässt sie langsam auch zu, jedoch kommt sie noch nicht von allein. Sie hat ein ruhiges und sanftes Wesen. Mit den Katzen hat sie keinerlei Probleme.
Spaziergänge sind in der Zwischenzeit entspannter. Mit lockerer Leine läuft sie gut neben ihrem Pflegefrauchen und kann sich draußen auch schon lösen. Neugierig schnüffelt sie durch die Gegend und hält dabei immer Kontakt zu ihrem Menschen. Nach und nach lernt sie den Straßenverkehr, Jogger, Radfahrer und Autos kennen und gewinnt immer mehr an Sicherheit.
Leider hatte Flora nach ihrer Ankunft auf der Pflegestelle epileptische Anfälle. Mit Hilfe von Medikamenten ist sie nun jedoch gut eingestellt, weitere Anfälle blieben bisher aus.
04. Januar 2021:
„Kleine Schritte sind besser als keine Schritte“ – Robin Arendt Nach diesem Motto richtet sich auch die wunderschöne Flora. Als sie in ihre Pflegefamilie kam, benötigte sie viel Zeit um anzukommen. Kurz nach ihrer Ankunft bekam Flora epileptische Anfälle. Ihre Pflegestelle hat sich grosse Sorgen um sie gemacht und alles dafür getan, damit es der hübschen Fellnase wieder gut geht. Flora fällt es schwer Vertrauen zu Menschen aufzubauen. Ihr Pflegefrauchen hat ihre Ängste jedoch vollkommen ignoriert und so hat Flora mit in ihrem Schlafzimmer geschlafen-das Eis war gebrochen. Flora ist mittlerweile eine neugierige und aufgeweckte Fellnase, gegenüber Fremden zieht sie sich jedoch immer noch zurück. Aus diesem Grund entschied sich ihre Pflegestelle, sie kurzerhand zu adoptieren und ihr somit weiterhin die Sicherheit und Geborgenheit zu geben, die sie benötigt. An der Leine läuft Flora bereits sehr gut, jedoch sollten nicht zuviele fremde Menschen unterwegs sein. Was für ein Glück, dass Flora ihre Familie gefunden hat! Wir freuen uns sehr für sie und wünschen eine wunderbare gemeinsame Zeit.