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Linda (08.05.)


Nun sind wir schon im 2. Quartal 2021, und noch immer ist kein Ende der Corona-Krise in Sicht. Im Gegenteil, das Infektionsgeschehen ist nach wie vor kritisch, laufend muss mit neuen Verordnungen und Einschränkungen versucht werden, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Für uns bedeutet das, dass es auch in den nächsten Wochen - vielleicht sogar Monaten - nicht möglich sein wird, nach Sardinien zu reisen, um unsere Partner zu besuchen und Neuzugänge kennenzulernen. Italien ist nach wie vor als Risikogebiet eingestuft, und auf Sardinien wurde gerade wieder ein Lockdown verhängt, der mindestens bis Ende April gelten wird. Wir hoffen, dass es trotzdem weiterhin möglich sein wird, sich um die ausgesetzten Tiere zu kümmern. Im Moment funktioniert es jedenfalls noch insoweit, dass immer wieder neue Findlinge im Rifugio der LIDA in Olbia landen oder auch Tiere von Privatleuten aufgenommen werden.

Ende März landete eine große Gruppe im Rifugio: sieben erwachsene Hunde und vier Welpen. Die Hunde hatten einem Schäfer gehört, der aber nun schon seit mehreren Monaten im Krankenhaus lag. Zwar waren die Hunde gefüttert worden, aber ansonsten gab es niemanden, der sich angemessen kümmern konnte. Und da nicht absehbar war, wann der Besitzer wieder nach Hause zurückkehren würde, war um Hilfe für die Hunde gebeten worden.

So kamen also Lory und ihre vier Kinder Lesto, Lido, Linda und Luana sowie Rosamunda, Kelly, Magda, Rocky, Guglielmo und Gustavo in die Obhut des Rifugio. Hier werden sie nun alle gut versorgt. Aber da alle Hunde sehr freundlich, menschenbezogen und verträglich sind, ist ganz klar, dass das Rifugio nur eine Zwischenstation sein soll.

Wir wünschen uns für alle Hunde, dass sie die drangvolle Enge, den ständig hohen Lärmpegel und die stetig spürbare Hektik des Rifugio bald hinter sich lassen und ihre Reise nach Deutschland antreten können. Hier sollen sie dann ihre liebevollen Zuhause finden bei Menschen, die ihnen engen Familienanschluss bieten. Da Lory und ihre Kinder Lesto, Lido, Linda und Luana Maremmani sind, wäre schön, wenn die neuen Familien Erfahrung mit Herdenschutzhunden oder zumindest die Bereitschaft hätten, sich über die Rasseeigenschaften zu informieren und die Empfehlungen umzusetzen. Ein entsprechendes häusliches Umfeld sollte ebenfalls vorhanden sein.

08. Mai 2021:

Die kleine Linda, die in Ottilie umbenannt wurde, hat ihr Zuhause in Würzburg gefunden. Gerade mal ein halbes Jahr ist es her, seit Ottilies Frauchen eine Maremmano-Hündin von proTier e.V. adoptiert hat. Und da sie so begeistert von der Rasse und ihrem Hund im Sozialgefüge mit anderen Hunden ist, reifte der Wunsch und Gedanke nach einer Kameradin für die vorhandenen Hündin. So kam es, dass Ottilie auf direktem Wege ins neue Heim ziehen durfte und nach anfänglicher Skepsis von Allegra, der bereits vorhandenen Hündin, haben sich die beiden Damen schon als Team gemausert und genießen ihre Zweisamkeit. Frauchen ist glücklich über die Entscheidung und genießt es, Haus, Garten und den Arbeitsplatz fortan mit acht Fellpfoten zu teilen. Wir freuen uns sehr darüber und hoffen, dass viele schöne und gesunde Jahre auf die neue Familie warten!
 
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