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Orso (14.08.)


Die Stationen unserer Partner im Nordwesten der Insel sind immer voll, aber aktuell ist die Situation wirklich extrem. Die mehr als ein Jahr dauernden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben viele Sarden in dramatische wirtschaftliche Notlagen gebracht. Und wenn die Menschen selbst nur noch wenig haben, ist für Tiere schon gleich gar nichts mehr da … Daher erreichen unsere Partner immer mehr Hilferufe, und soweit wir es gemeinsam mit unseren Partnern in Stintino und Sassari schaffen, helfen wir auch.

So hatte dieser Hundebub riesiges Glück: Unsere Partnerin, die gemeinsam mit einer französischen Tierschützerin, die in der Nähe lebt, eine Katzenkolonie an einem extrem hässlichen und gefährlichen Müllplatz am Stadtrand von Sassari versorgt, kam gerade dort hinzu, als sich jemand ganz hastig zu seinem Auto begab und davonpreschen wollte. Unsere Partnerin entdeckte dann auch sofort das weiße Fellknäuel, das durch den Müll stapfte und bei ihrem Besuch am Vortag noch nicht dort gewesen war. Dem Mann war die Begegnung sichtlich peinlich, er bemühte sich, zu versichern, dass er das Hundebaby dort nicht „entsorgt“ hatte, es „gar nicht gesehen“ hätte … Unsere Partnerin machte ihm deutlich, was sie von der Geschichte hielt, aber letztlich kommt man den Leuten dort mit Argumenten ohnehin nicht bei.

Unsere Partnerin konnte den Kleinen dort an dem Müllplatz, direkt neben der vielbefahrenen Landstraße, nicht zurücklassen. Das wäre dann wirklich sein Todesurteil gewesen. Also nahm sie ihn mit zu sich nach Hause, obwohl sie ohnehin schon randvoll war.

Wir lernten Orso, wie der Hundebub genannt wurde, dann bei unserer Sardinientour Anfang Juli 2021 kennen (… der ersten Tour seit mehr als acht Monaten Zwangspause). Orso ist ein zauberhaftes Kerlchen. Fröhlich und verspielt, unbefangen mit den großen eigenen Hunden sowie den Katzen, die bei unserer Partnerin auf dem Gelände herumlaufen.

Orso ist ein richtiger kleiner Schatz. Und weil auch bei unserer Partnerin in Sassari der Aufenthalt nur eine Zwischenstation sein soll, hoffen wir, Orso bald nach Deutschland holen zu können. Hier soll er dann sein Traumzuhause bei lieben Menschen fänden, die ihm engen Familienanschluss schenken und ihn an allen familiären Aktivitäten teilhaben lassen. Da Orso ein Maremmano-Mix ist, also kein kleines Fellknäulchen bleiben wird, sollte bei seiner Familie ein entsprechendes häusliches Umfeld und möglichst auch schon Erfahrung mit Herdenschutzhunden gegeben sein. Zumindest sollte aber die Bereitschaft bestehen, sich mit den Rassemerkmalen zu befassen und Empfehlungen umzusetzen.

Wenn Orso Ihr Herz berührt, dann freuen wir uns über Ihre Nachricht.

Videolink: https://youtu.be/G1pq27a93sE

14. August. 2021:

Orso durfte direkt in sein Zuhause nach Hagen ziehen. Die dreiköpfige Familie wohnt auf einem 1,5 Hektar großen Hof mit Pferden, und Orso hat auch schon eine Hundefreundin, die ihm sein neues Heim zeigen kann. Er wurde freudig willkommen geheißen und als bereits gut sozialisiert und menschenbezogen beschrieben. Wir freuen uns, dass sich Orso so wohl fühlt und wünschen alles Gute!

 
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