Das Rifugio der LIDA ist immer voll, aber aktuell ist die Situation wirklich extrem. Durch die nun schon über ein Jahr dauernden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sind viele Sarden in dramatische wirtschaftliche Notlagen geraten. Und wenn die Menschen selbst nur noch wenig haben, ist für Tiere schon gleich gar nichts mehr da … Daher landen immer mehr Hunde und Katzen im Rifugio, und die Mitarbeiter sind noch belasteter als sonst.
Auch diese Hundekinder waren betroffen: Sie waren unerwünscht zur Welt gekommen. Und wenn nicht eine mitleidige Seele im Rifugio der LIDA um Hilfe für die Kleinen gebeten hätte, wäre ihnen sicherlich ein schlimmes Schicksal beschieden gewesen.
Im Rifugio werden die vier Schwestern Pakita, Paulette, Pancrazia und Polissena sowie ihr Brüderchen Pancrazio liebevoll versorgt. Nach und nach erholen sie sich, und bald werden sie sicherlich vergessen haben, dass ihre ersten Lebenswochen alles andere als schön waren.
Doch das Rifugio kann ein richtiges Zuhause natürlich nicht ersetzen. Die drangvolle Enge erzeugt im Rifugio noch mehr Stress und Hektik, als man es sonst schon gewohnt war, und den Mitarbeitern bleibt keine Zeit, jedem Hund und jeder Katze die Zuwendung zu geben, die sie eigentlich brauchen. Und so wünschen wir uns für die niedlichen Geschwister Pakita, Paulette, Pancrazia, Polissena und Pancrazio, dass sie ihr das Rifugio schnell hinter sich lassen und nach Deutschland reisen dürfen. Hier sollen sie dann ihre Traumzuhause finden bei lieben Menschen, die sie an allen familiären Aktivitäten teilhaben lassen.
Pancrazio durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen. Zu seinem endgültigen Glück fehlt ihm nur noch die eigene Familie, auf die er sehnsüchtig wartet.
23. Juli 2021:
Pakita und Pancrazio durften gemeinsam auf ihre deutsche Pflegestelle und dort haben sie sich in kurzer Zeit sehr gut eingelebt. Aus den kleinen weißen Wollbällchen sind tolle Hundekinder geworden. Beide sind brav, lieb und verspielt. Rassetypisch sind sie wachsam, aber keine Kläffer. Das Laufen an der Leine wird fleißig geübt, auch klappt es mit der Stubenreinheit schon richtig toll.
Pakita ist die mutigere von Beiden und ein Wirbelwind. Pancrazio ist eher der vorsichtigere, beide sind anfänglich etwas zurückhaltend. Lässt man sie von sich aus kommen, ist das Eis schnell gebrochen und sie genießen die Zuwendung ihrer Menschen.
Was Pancrazio nun braucht ist eine eigene Familie und ein Zuhause, das ihren Bedürfnissen als Herdenschutzhund angemessen ist. Erfahrung mit Herdenschutzhunden wäre wunderbar. Zumindest sollte aber die Bereitschaft da sein, sich mit den Besonderheiten der Rasse zu befassen und die Empfehlungen zum Umgang mit Herdenschutzhunden umzusetzen.
Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem neuen fellnasigen Familienmitglied sind und Ihnen bewusst ist, dass eine Adoption nicht nur viel Freude bedeutet, sondern auch Arbeit und große Verantwortung mit sich bringt, dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht.
04. August 2021:
Pancrazio musste nicht lange warten und konnte heute in sein Zuhause in Haslach ziehen. Im großen Haus mit Garten hat er genug Platz zum Spielen und Toben. Herrchen verbring 3/4 in des Jahres in seinem Anwesen in Sardinien, so kann Pancrazio also auch Heimatluft schnüffeln. Auch Hundeerfahrung ist vorhanden, denn Pancrazio hatte schon einige Vorgänger, die altersbedingt verstorben sind. Wir sind sicher, dass Pancrazio und Herrchen ein tolles Team werden und wünschen alles Gute!