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Xena (10.09)


Im März 2021, zu Zeiten strenger Corona-Maßnahmen, waren Tierschützerinnen auf eine schlimme Situation bei einem Jäger gestoßen: Zwei unglaublich freundliche Hündinnen waren in einem völlig vermüllten Minigehege eingesperrt, ein sehr scheuer Rüde lief frei auf dem mit Gerümpel übersäten Grundstück herum. Die ersten Bilder, die uns erreichten, ließen uns die Tränen in die Augen steigen, obwohl wir solche Anblicke ja fast schon gewöhnt sein müssten. Denn oft werden insbesondere Jagdhunde unter wirklich extrem erbärmlichen Bedingungen gehalten. Für die Leute dort „normal“, denn die Hunde sind ja nur zum Arbeiten da und nützlich auch nur während der Jagdsaison. Die restlichen Monate sind sie „unnütze Fresser“ …

Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen und soweit Kontakt möglich waren, gelang es den Tierschützerinnen, leichte Lebensverbesserungen für die drei Segugi zu erreichen. Zunächst durften sie das Gehege säubern, sie brachten Futter, auch für den freilaufenden Rüden, der sich dann auch schon nach wenigen Tagen immer näher traute. Dann durften die Helferinnen mit den Hündinnen auch Spaziergänge unternehmen. Sie liefen perfekt an der Leine und genossen die Ausflüge sehr. Im nächsten Schritt konnten die Tierschützerinnen den Besitzer überzeugen, dass es gut für die Weibchen wäre, wenn sie sterilisiert würden. Er stimmte überraschenderweise schnell zu, wobei seine Entscheidung sicherlich dadurch unterstützt wurde, dass wir die Kastrationskosten bezahlten. Da wir nicht wollten, dass die beiden nach der OP unbetreut sind und sich in dem versifften Gehege eventuell die Operationswunden infizieren, wurden sie von den Tierschützerinnen privat in Obhut genommen. Immer wieder wurde der Besitzer gefragt, ob er die beiden nicht hergeben wolle, weil er sich doch gar nicht ausreichend kümmern könne … Aber er lehnte immer wieder ab, wollte seine Hündinnen zurückhaben.

Überraschenderweise wollte er dann aber den Rüden ganz schnell loswerden. Und da zögerten die Helferinnen natürlich nicht lange, sondern fingen ihn ein und brachten ihn sofort ins Rescue zu unseren Partnern.

Tja, und dann endlich, nach wiederholtem Nachfragen, informierte der Besitzer, dass der auch die Hündinnen nicht mehr haben wollte. Wir alle waren überglücklich über diese Entscheidung.

Und so kamen Xena und Nerinia, wie die beiden Hündinnen heißen, auch ins Rescue, wo sie nun wieder mit Arturo zusammenleben.

Wie immer soll das Rescue nur Zwischenstation sein. Wir möchten Arturo, Nerinia und Xena nun so schnell wie möglich nach Deutschland holen. Wir wünschen uns für sie Traumzuhause für immer bei lieben Menschen, die ihnen engen Familienanschluss bieten. Dass wir Arturo, Nerinia und Xena nicht in ein jagdliches Umfeld vermitteln, versteht sich sicherlich von selbst.

19. Juni 2021:
Xena durfte auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen. Zu ihrem endgültigen Glück fehlt ihr nur noch die eigene Familie, auf die sie sehnsüchtig wartet.

29. Juni 2021:


Xena ist eine Seele von Hund. Sie ist lieb, verschmust, sehr aufmerksam und brav. Sie ist verträglich mit allen Zwei- und Vierbeinern und hat sich sofort in dem Hunderudel der Pflegestelle integriert. Sie ist ein friedlicher und defensiver Hund. Wenn sie ein Hund anpöbelt oder zu wild wird, geht sie ihm aus dem Weg. Rundum ist Xena eine tolle und entspannte Begleiterin fürs Leben.

Xena ist ein Träumchen für alle Jagdhund-Liebhaber. Ihre Familie sollte aktiv sein und Spaß an Bewegungen und gemeinsamen Aktivitäten mit dem Hund haben. Gerne können weitere Hunde vorhanden sein, sie findet sie alle toll. Die schöne Hündin gehört der Rasse Segugio an, ein italienischer Laufhund (Jagdhund) also, die entsprechend gefördert und verstanden werden möchte.

Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem neuen fellnasigen Familienmitglied sind und Ihnen bewusst ist, dass eine Adoption nicht nur viel Freude bedeutet, sondern auch Arbeit und große Verantwortung mit sich bringt, dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht.

10. September 2021:


Xena hat ihr Zuhause gefunden und lebt nun Frankreich. Gemeinsam mit Frauchen und dem bereits vorhandenem Hund wohnt er in einem Haus mit Garten, genug Platz zum toben und spielen. Xenas neuer Freund ist ein kastrierter Rüde, für den sich Frauchen einen Partner gewünscht hat. Auch er ist ein Jagdhund, Erfahrungen mit Jagdhunden ist also reichlich vorhanden. Nach ersten Rückmeldungen war das erste Kennenlernen bereits Hundeliebe auf den ersten Blick. Das freut uns sehr und wir wünschen alles Gute!
 
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