Nun sind wir schon mitten im 2. Quartal 2021, und noch immer ist kein Ende der Corona-Krise in Sicht. Im Gegenteil, das Infektionsgeschehen ist nach wie vor kritisch, weil unberechenbar, und laufend werden die Verordnungen und Einschränkungen angepasst, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Für uns bedeutet das, dass es auch noch etwas dauern wird, bis wir wieder nach Sardinien reisen können, um unsere Partner zu besuchen und Neuzugänge kennenzulernen. Auf Sardinien gehen die Inzidenzwerte aber zurück, Bewegungseinschränkungen werden nach und nach aufgehoben. Glücklicherweise funktionierte es aber auch in den letzten Wochen, z. B. weiterhin die Katzenkolonien zu versorgen und unser Kastrationsprogramm durchzuziehen. Und im Rifugio der LIDA in Olbia konnten auch immer wieder neue Findlinge oder Tiere von Privatleuten aufgenommen werden.
Diese beiden winzigen Hundebuben liefen mitten in der Nacht auf der Landstraße herum, die von Olbia in Richtung Padru führt. Es war riesiges Glück, dass sie nicht überfahren wurden. Und es war dann weiteres Glück, dass die Menschen so gutherzig waren, die Kleinen nicht einfach nur an den Straßenrand zu setzen und ihrem Schicksal zu überlassen, sondern sie mitzunehmen und am nächsten Tag im Rifugio der LIDA abzugeben.
Wer weiß, wie lange die Kleinen schon ohne Futter und Wasser gewesen waren. Sie wurden im Rifugio jedenfalls erstmal liebevoll gepäppelt, und sie erholen sich sichtlich. Sie sind zwei fröhliche und aufgeweckte Hundekinder und würden am liebsten den ganzen Tag spielen. Die beiden freuen sich jedes Mal, wenn die Rifugio-Mitarbeiter sich ein paar Minuten mit ihnen beschäftigen, wenn der Käfig gesäubert und die Futter- und Wasserschalen frisch gefüllt werden.
Leider haben die Mitarbeiter des Rifugio wegen der Vielzahl der zu versorgenden Tiere einfach nicht genügend Zeit, um sich entsprechend intensiv mit allen Hunden, die dort untergebracht sind, zu befassen. Daher möchten wir Bambo und Birbo natürlich so schnell wie möglich nach Deutschland holen.
Hier sollen sie dann ihre Traumzuhause bei lieben Menschen finden, die ihnen engen Familienanschluss schenken.
Birbo durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen. Zu seinem endgültigen Glück fehlt ihm nur noch die eigene Familie, auf die er sehnsüchtig wartet.
01. August 2021:
Birbo hat sich gut auf seiner Pflegestelle eingelebt und zeigt sich als freundlicher und lieber Rüde. Mit den vorhandenen Hunden versteht er sich gut, auch spielt und tobt er gerne mit ihnen durch den Garten. Gegenüber fremden Menschen ist er anfänglich etwas skeptisch, doch lässt man ihn von sich aus kommen, taut er recht schnell auf. Welpentypisch hat er noch einige Flausen im Kopf, aber generell ist er sehr brav.
An der Stubenreinheit und am Laufen der Leine wird bereits fleißig geübt - mit Erfolgserlebnissen :-) Rundum ist Birbo ein tolles Kerlchen mit viel Potential.
Da Birbo vermutlich einige Maremmanogene in sich trägt, suchen wir nun entsprechend geeignete Menschen, die über Herdenschutzhund-Erfahrung verfügen bzw. bereit sind, sich mit dieser Rasse auseinanderzusetzen und sich vorab über die Besonderheiten informieren. Passende häusliche Gegebenheiten sollten vorhanden sein.
Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem neuen fellnasigen Familienmitglied sind und Ihnen bewusst ist, dass eine Adoption nicht nur viel Freude bedeutet, sondern auch Arbeit und große Verantwortung mit sich bringt, dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht.
03. September 2021:
Birbo musste etwas länger warten, doch das Warten hat isch gelohnt: Er lebt nun mit Frauchen und Herrchen im schönen Erbendorf, auch leben die erwachsenen Kinder im Haus. So ist immer jemand da, der auf Birbo aufpassen kann. Auch hat er einen neuen Hundefreund an seiner Seite. Im Haus mit Garten kann er sich nach Lust und Laune austoben, auch stehen schöne Spaziergänge, Besuche am Badesee und gemeinsame Urlaube auf dem Programm. Wir freuen uns sehr, dass Birbo nun endlich für immer ankommen darf.