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Muschia (14.12.)


Schon im 2. Quartal 2021, noch während der starken Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, wurde ein größeres Projekt an uns herangetragen.

Im Zentrumsbereich von Sardinien gibt es eine Kolonie, in der straffällig gewordene Menschen leben. Aber nicht nur Menschen leben dort, sondern es haben sich dort in der ländlichen Gegend zahlreiche Hunde angesiedelt, die von den Menschen auch versorgt werden, soweit es in ihren Möglichkeiten steht. Da es aber immer mehr Hunde werden, hat sich nun die für die Randagi, also die Streunerhunde, zuständige Behörde eingeschaltet. Nach einem Ortstermin Anfang März 2021 wurden schnell Entscheidungen gefällt. Dazu gehört, dass die erwachsenen Hunde alle kastriert werden, um so den Vermehrungskreislauf zu unterbrechen und die Population zu begrenzen.

Für die zahlreichen Welpen, die aktuell noch zu jung sind, um kastriert zu werden, und daher bei einem Verbleib in der Kolonie in Kürze das Vermehrungsproblem erneut in Gang setzen würden, wurde schnell eine Lösung gefunden: Unsere langjährigen Partner Paola und Pierpaolo nahmen die Welpen in ihre Obhut. Und verpflichteten uns, in gewohnter Weise zu unterstützen, d. h. Kosten zu tragen und gute Familien für die Welpen zu finden. In weiteren Schritten sollten dann auch die erwachsenen Hunde aus der Kolonie geholt werden, die sich als besonders menschenbezogen und somit familienfreundlich zeigen.

Über das Vertrauen, das die Behörden in unsere Partner und auch in uns gesetzt hatten, und die Möglichkeit, bei diesem wunderbaren Projekt zum Wohle der Hunde mitwirken zu können, haben wir uns sehr gefreut.

Wenige Tage nach dem Ortstermin wurde die Umsiedlung der Welpen in die Tat umgesetzt, und 18 Welpen fanden Obhut im Rescue in Stintino. Und inzwischen sind auch alle Welpen in Deutschland angekommen. Die meisten haben auch schnell ihre endgültigen Familien gefunden, nur wenige sind noch in Pflegestellen untergebracht.

Anfang Juni wurden denn einige der erwachsenen Hunde aus der Kolonie geholt. Zwei von ihnen sind Maltha und Muschia. Da es bei unseren Partner in Stintion zu dem Zeitpunkt extrem voll war, fanden die beiden Aufnahme bei unserer Partnerin Alessandra, die gerade ein Gehege frei hatte.

Während unserer ersten Sardinientour, die wir Anfang Juli nach fast neunmonatiger Zwangspause endlich realisieren konnten, besuchten wir natürlich auch Alessandras kleines Rifugio und lernten Maltha und Muschia persönlich kennen. Die beiden Hündinnen haben uns mit ihrer Fröhlichkeit und Unbefangenheit sofort um ihre Pfoten gewickelt. Maltha und Muschia sind wirklich tolle junge Hündinnen, freundlich, verträglich – einfach liebenswert. Einzige Macke: Beim Futtern sind sie eifersüchtig, da muss man sie getrennt halten. Sie haben in ihrer Zeit in der Kolonie sicherlich sehr oft Hunger gehabt und um jeden Brocken Futter kämpfen müssen, so dass sie es nun als hohes Glück empfingen, einen eigenen vollen Napf zu bekommen und ungestört futtern zu können

Wir wünschen uns für Maltha und Muschia nun liebe Menschen, die ihnen wunderbare Zuhause für immer geben und ihnen engen Familienanschluss schenken.

09. Oktober 2021:
Muschia durfte heute auf ihre deutsche Pflegestelle reisen.

18. Oktober 2021:

Muschia ist von der ersten Minute an auf ihrer Pflegestelle angekommen. Sie ist ein echtes Sahnestück: Lieb, warmherzig, lustig, immer gut gelaunt und ein echter Sonnenschein. Sie freut sich über jede Aufmerksamkeit und Streicheleinheit.

Mit dem Hundekumpel auf ihrer Pflegestelle kommt sie super aus und kann mit ihm zusammen auch schon alleine bleiben. Ihre Artgenossen findet sie generell richtig klasse.

Sie fährt problemlos im Auto mit, läuft gut an der Leine und ist schon stubenrein. Fremden Menschen gegenüber ist sie anfangs noch etwas zurückhaltend, ist das Eis aber gebrochen, geht sie offen darauf zu. Sie ist neugierig, aufgeschlossen, wissbegierig und möchte gefordert und gefördert werden.

14. Dezember 2021:

Muschia hat es nun im 2. Anlauf geschafft und lebt in Ober-Ramstadt bei Frauchen und ihren zwei Kindern in einer Wohnung. Frauchen arbeitet halbtags und in dieser Zeit besucht sie Opa, der sich sehr über die hübsche Hündin freut. Die zwei vorherigen Hunde sind altersbedingt verstorben und das Leben ohne Hund konnte Frauchen sich nicht vorstellen. Die Hundeschule ist geplant und wir wünschen der Familie ganz viel Spaß miteinander und tolle spannende Abenteuer.
 
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