Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Die Touristensaison ist zwar vorbei, während der immer viele Tiere abgegeben werden, die von Touristen gefunden wurden. Aber die Hilferufe von Privatleuten, die ihre Tiere abgegeben wollen, nehmen wieder zu. Denn die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, sind noch lange nicht überwunden. Manche Menschen geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und von den Helfern der LIDA werden natürlich auch weiterhin zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.
Dieser hübsche Junghund wurde von einer Tierschützerin gefunden, die in der Nähe von Aglientu lebt und die der LIDA immer wieder als Helferin zur Seite steht, wenn z. B. ein mutterloser Welpenwurf mit der Flasche aufgezogen werden muss. Manchmal laufen der Tierschützerin auch Tiere zu, für die sie dann Hilfe braucht. Oder, wie in diesem Fall, wird ihr von einer anderen Tierschützerin ein Findling gebracht, weil keine andere Möglichkeit gefunden wurde, den Kleinen in Sicherheit zu bringen.
So wuchs der Kleine zu einem hübschen, freundlichen Junghund heran. Und es wurde nun höchste Zeit, dass er ins Rifugio der LIDA umzog, damit er endlich die Chance bekommt, ein richtiges Zuhause zu finden. Im Rifugio hat MarinoNero nun zwar ein paar nahezu gleichaltrige Spielkameraden, und natürlich wird er auch gut versorgt. Aber das Rifugio ist kein Ersatz für Familienleben, und den Mitarbeitern fehlt bei der Menge der zu versorgenden Hunde und Katzen einfach die Zeit, jedem Tier die individuelle Zuwendung zu geben, die es brauchen würde.
Deshalb soll das Rifugio nur eine Zwischenstation für MarinoNero sein auf dem Weg in ein neues Leben. So bald wie möglich möchten wir ihn nach Deutschland holen, damit er hier sein Traumzuhause bei lieben Menschen finden kann, die ihm engen Familienanschluss schenken.
Wenn Sie MarinoNero ein liebvolles Zuhause geben möchten, dann freuen wir uns über Ihre Nachricht. 19. Februar 2022:
Der schöne MarinoNero durfte direkt aus Sardinien in sein Zuhause ins ländliche Falkenhagen ziehen. Der Ort ist von Wäldern und Seen umgeben, so dass viele schöne Möglichkeiten für tolle Spaziergänge gegeben sind. Nero, wie der junge Rüde nun gerufen wird, hat außerdem am Haus einen riesigen eingezäunten Garten zur Verfügung. Der sportliche Kerl hat es genau so angetroffen, wie es seinem Bedürfnis entspricht. Er ist nämlich ein Powerpaket. Es muss für ihn wirklich eine große Schwierigkeit gewesen sein, auf den paar Quadratmetern im Tierheim keine körperliche Auslastung zu finden. Zu seinem Glück, kann er außerdem noch mit dem jungen Rüden der Tochter über das Gelände toben. Nach der Bewegung wird ausgiebig mit seinem Herrchen und Frauchen gekuschelt. Das genießen beide Seiten sehr. Der Verlust des vorherigen Hundes tat dem Paar sehr weh. Beide konnten es kaum abwarten, wieder einen Hund als Familienmitglied an ihrer Seite zu haben. Mit dem lieben und gelehrigem Kerlchen passt es perfekt, so sagt es sein Herrchen voller Dankbarkeit. Das macht auch uns sehr glücklich und auch wir sagen Danke!