Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Die Touristensaison ist zwar vorbei, während der immer viele Tiere abgegeben werden, die von Touristen gefunden wurden. Aber von den Helfern der LIDA werden natürlich auch weiterhin zahlreiche Streuner, ausgesetzte oder verletzte Katzen und Hunde aufgelesen. Auch die Hilferufe von Privatleuten, die ihre Tiere abgegeben wollen, nehmen wieder zu. Denn die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, sind noch lange nicht überwunden. Manche Menschen sind auch krankheitsbedingt, wie z. B. Long Covid, nicht mehr in der Lage, ihre Tiere weiter zu versorgen. Manche Leute geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.
Dieser kleine Hund war von einer Dame gerettet worden, die ihn beobachtete, wie er in der Dunkelheit an einer Landstraße ziellos herumirrte. Er ließ sich ganz einfach von ihr aufnehmen und ins Rifugio der LIDA bringen. Dort stellte man fest, dass der Kleine durchaus gepflegt war, aber keinen Chip besaß. Trotz Bemühungen konnte kein Besitzer ausfindig gemacht werden, und niemand meldete das kleine Kerlchen als vermisst. So wurde er also auf die Comune registriert und Manolo genannt.
Der freundliche Hundebub sitzt nun im völlig überfüllten Rifugio in einem Käfig. Und das möchten wir gern so schnell wie möglich ändern, denn den Mitarbeitern im Rifugio fehlt bei über 700 Hunden und mehreren Hundert Katzen, die zu versorgen sind, einfach die Zeit, allen die Zuwendung zu geben, die sie sich wünschen.
Deshalb möchten wir Manolo schnell nach Deutschland holen, damit er hier eine Familie findet, die ihm das Traumzuhause für immer schenken wird.
Manolo durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen.
Wenn Sie sich ein neues Familienmitglied wünschen und Ihnen bewusst ist, dass Welpen und Junghunde neben viel Freude auch viel Arbeit machen und Verantwortung für ein hoffentlich langes Hundeleben bedeuten, dann freuen wir uns über Ihre Nachricht.
08. Februar 2022:
Manolo hat seine Pflegestelle schnell um die Pfote gewickelt, sodass bereits nach ein paar Tagen schon feststand: "den geben wir nicht mehr her!"
Der Hundebub lebt also jetzt in Münster bei einem netten Paar in einer Wohnung mit kleinem Garten.Er muss nie lange alleine sein, denn Herrchen arbeitet nur im Homeoffice. Die Familie ist Hundeanfänger, mit Manolo haben sie den perfekten Vierbeiner gefunden, um das Leben mit Hund kennenlernen und schätzen zu können. Manolo liebt die abendlichen Kuschelrunden mit Herrchen auf der Couch. Wir freuen uns, dass er sich offensichtlich gut eingelebt hat und wünschen weiterhin alles Gute!