Nach einem Jahr war es Ende Oktober 2021 endlich wieder soweit: Eine kleine Gruppe unseres Teams machte sich auf zur gemeinsamen Projekttour. Alle unsere Partner erwarteten uns schon sehnsüchtig. Und wir freuten uns natürlich darauf, unsere "alten Bekannten" wiederzusehen sowie die zahlreichen Neuzugänge kennenzulernen, die man uns schon avisiert hatte.
Zu den Neuankömmlingen, die man uns in der LIDA vorstellte, gehörte dieses hübsche Trio: Moschito, Moschetto und Moschita. Die drei Hundekinder hatten riesiges Glück, überhaupt entdeckt zu werden. Sie hockten an einem Platz voller Gerümpel, tief versteckt hinter einem Dornengestrüpp. Wie sie dort hingekommen sind, wird ein Rätsel bleiben. Sie waren noch so klein, hätten ihre Mama noch gebraucht, und ob sie es geschafft hätten zu überleben, ist eher zweifelhaft. So brachte man ihnen also ein paar Tage lang immer wieder etwas Futter, um sie aus ihrem Versteck zu locken, was dann schließlich auch gelang.
Im Rifugio der LIDA wurden die Kleinen - zwei Buben und ein Mädchen - liebevoll aufgepäppelt, und so konnten sie sich zu hübschen und sehr freundlichen Hundekindern entwickeln.
Aber das Rifugio soll nicht die Endstation werden. Auch wenn die Tiere dort alle gut versorgt werden, den Mitarbeitern fehlt die Zeit, sich individuell um alle Hunde und Katzen zu kümmern und ihnen die Zuwendung und Streicheleinheiten zu geben, nach denen sie sich so sehnen.
Wir wünschen uns daher, dass Mschito, Moschetto und Moschita bald ihre Reise nach Deutschland antreten können, um hier ihre Traumzuhause für immer mit engem Familienanschluss zu finden. Da die Hundekinder vermutlich Maremmano-Mixe sind, benötigen sie ein passenden häusliches Umfeld. Erfahrung mit Herdenschutzhunden wäre schön, zumindest sollte aber die Bereitschaft vorhanden sein, sich mit den Rassemerkmalen zu befassen und Empfehlungen umzusetzen.
06. Februar 2022: Moschito, Moschetto und Moschita warten immer noch auf ihre eigenen Familien. Gerne würden sie das kleine Gehege im Canile verlassen.
Moschita durfte auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen.
22. Februar 2022:
Moschita ist gut auf ihrer Pflegestelle in Deutschland angekommen. Sie lebt dort mit ihren Pflegeeltern, 3 Teenagern und ihrer fast gleich alten Pflegeschwester, die auch über proTier vermittelt wurde, zusammen.
Schon nach drei Tagen ist aus dem anfänglich schüchternen und vorsichtigen Hundekind eine aufgeweckte, freundliche und lustige Fellnase geworden. Sie blüht auf, wenn sie mit ihrer Pflegeschwester durch den großen Garten tobt und liebt es, ganz maremmanotypisch, Zaunstreife zu laufen, um die Umgebung im Blick zu haben.
Ihre pure Lebensfreude lässt erahnen, welches Potential in ihr steckt. Sie hat sich nach so kurzer Zeit problemlos in das manchmal etwas turbulente Familienleben integriert. Wird es ihr zu bunt, zieht sie sich auf ihren Platz zurück.
An der Stubenreinheit wird gearbeitet und immer zuverlässiger zeigt sie an, wenn sie nach draußen möchte. Auch wird bereits am Hundeeinmaleins fleißig geübt und Moschita zeigt Talent :-)
Ihrer Pflegeschwester gegenüber ist sie selbstbewusst und weiß sich zu behaupten. Mehr und mehr genießt sie die Streicheleinheiten ihrer Pflegefamilie, zeigt vorsichtig Interesse an neuen und unbekannten Dingen und ist bereit, die Welt zu entdecken.
08. März 2022:
Langsam wurde es wieder an der Zeit, dass eine Fellnase einziehen sollte. Frauchen begab sich auf die Suche und entdeckte nicht weit entfernt vom Zuhause Moschita. Die Maus gefiel auf Anhieb und schnell wurden alle Formalitäten erledigt. Schon beim ersten Besuch sprang der Funke über. Vorallem Herrchen war „hin und weg“ von der tollen Zaubermaus. So durfte Maya, wie Moschita nun gerufen wird nach Fuchsstadt ziehen. Hier wohnt sie als Einzelprinzessin in einem Haus mit großem, eingezäuntem Garten. Lange alleine bleiben muss die Maus nicht, denn sie darf Herrchen mit in die eigene Firma begleiten. Und auch sonst stehen viele gemeinsame Aktivitäten an.