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Boss (06.03.)


Für diesen wunderschönen Maremmanorüden wurden wir von einem unserer Partner um Hilfe gebeten. Ein Mann hatte den Hund 2019 - ein Baby, gerade ein paar Wochen alt - gerettet, als der Schäfer ihn töten wollte. Der Mann konnte den Hund aber nicht auf Dauer behalten, da er Sardinien verlassen wollte. So bat er bei der Familie unseres Partners um Hilfe. Die nahmen den Kleinen auf, der damals knapp vier Monate alt war, und nannten ihn Boss. Da die ganze Familie tierlieb ist, hatte Boss ein tolles Leben. Er durfte den Hausherrn mit zur Arbeit begleiten, konnte dann in der Gegend herumstreifen, wo es Schafe, Kühe und Pferde und auch andere Hunde gab. Boss war immer freundlich zu allen Tieren, es gab nie Stress. Und abends ging es mit Herrchen wieder nach Hause. Doch seit einiger Zeit ist Boss den Schäfern und Jägern in der Gegend ein Dorn im Auge. Immer häufiger beschwerten sie sich, dass Boss so frei herumlaufen durfte, drohten schließlich, sich „eine Lösung einfallen zu lassen". Also baute Herrchen ein Gehege, in das Boss dann tagsüber, wenn die ganze Familie zur Arbeit weg ist, eingesperrt wurde. Aber das funktionierte nicht, weil Boss das Alleinsein einfach nicht gewohnt war. Er war todunglücklich. So nahm der Mann ihn also wieder mit zur Arbeit, versuchte, mit den Schäfern und Jägern zu reden, sie zu überzeugen, dass Boss doch einfach nur friedlich umherzieht und keiner Fliege etwas tut ... Vergeblich. Sie wollen, dass Boss "verschwindet", und zwar bald. Sonst ...

Und so kommen wir nun ins Spiel: Die Hoffnung liegt auf uns, dass wir möglichst schnell eine Möglichkeit finden, Boss aus der Gefahrenzone zu holen, also nach Deutschland. Deshalb suchen wir nun dringend eine Pflegestelle oder End-Familie mit passendem häuslichen Umfeld für ihn.

Boss ist menschenbezogen und freundlich. Erfahrung mit Herdenschutzhunden wäre perfekt, zumindest sollte aber die Bereitschaft vorhanden sein, sich mit der Rasse zu befassen und Empfehlungen umzusetzen.

Wenn Sie Boss helfen möchten, dass er Sardinien verlassen und in Sicherheit nach Deutschland reisen kann, freuen wir uns auf Ihre Nachricht.


Videolink: https://youtu.be/cMPdOWZ11JU

22. Januar 2022:
Boss durfte auf seinen belgischen Pflegeplatz reisen.

06. März 2022:

Boss lebt nun in Belgien/Raeren. Er durfte die Nachfolge von Melissa antreten, die 2018 zusammen mit ihrer Schwester Melina an eine tolle Familie vermittelt wurde. Leider stellte sich schnell heraus, dass Melissa an einer unheilbaren Krankheit litt (Wasserkopf). WIr danken der Familie an der Stelle nochmal besonders, dass die keinen Moment auch nur ansatzweise daran gedacht haben, Melissa an den Verein zurück zu geben. Sie haben Melissa auf ihrem Weg begleitet und ihr ein schönes Leben, an der Seite von Schwester Melina, ermöglicht. Nach dem Tod von Melissa stand fest, dass sie nicht alleine bleiben sollte und so durfte Boss dort einziehen.

Passende Arbeit gibt es für beide mehr als genug, denn neben dem Haus mit 2400m² großem Grundstück gibt es auch noch eine riesige Weide mit eigener Ponyherde, die gut beschützt werden möchte. Bereits nach kurzer Zeit waren die beiden Hunde ein Herz und eine Seele. Schön, dass der Platz von Melissa nicht ungenutzt blieb und mit Boss wieder ein Tierschutzhund einen tollen Platz gefunden hat.
 
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