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Momo (26.02.)


Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Die Touristensaison ist zwar vorbei, während der immer viele Tiere abgegeben werden, die von Touristen gefunden wurden. Aber die Hilferufe von Privatleuten, die ihre Tiere abgegeben wollen, nehmen wieder zu. Denn die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, sind noch lange nicht überwunden. Manche Tiere geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und von den Helfern der LIDA werden natürlich auch weiterhin zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.

Im strömenden Regen war dieser kleine Hund an der Landstraße herumgeirrt, immer in Gefahr, überfahren zu werden. Glücklicherweise erbarmte sich ein tierlieber Mensch seiner, holte ihn von der Straße und brachte ihn ins Rifugio. Ein Hund wie dieser kleine Kerl ist kein typischer Streuner. Vermutlich hatte er mal eine Familie, vielleicht hatten sich die Lebensumstände geändert oder der Besitzer war verstorben und die Erben waren nicht scharf auf ein lebendes Erbstück … Wir wissen es nicht und werden es auch nie erfahren, denn der Hund war nicht gechippt, so dass man nicht nachvollziehen kann, wem er gehörte und woher er kam. Dennoch musste abgewartet werden, ob jemand ihn kennt oder wider Erwarten doch jemand Besitzansprüche geltend macht.

Da sich niemand gemeldet hat, wurde der Kleine nun auf die Comune registriert und ist frei zur Vermittlung. Momo, so wurde er genannt, ist ein ganz liebes, freundliches Kerlchen. Aber man merkt, dass er unter der Hektik und dem ständig hohen Geräuschpegel im Rifugio leidet. Gern würde man ihm auch mehr Zuwendung schenken, aber die LIDA-Mitarbeiter haben wegen der Vielzahl der zu versorgenden Tiere einfach nicht die Zeit, sich jedem Hund und jeder Katze so individuell zu widmen, wie es wünschenswert wäre.

Momo ist kein Jungspund mehr, um den sich die Leute auf Sardinien reißen würden. Wir möchten aber verhindern, dass das Rifugio Endstation für Momo wird. Deshalb würden wir ihn gern so schnell wie möglich nach Deutschland holen, damit er hier sein Traumzuhause findet, in dem er bei lieben Menschen engen Familienanschluss genießen und noch ein paar schöne Jahre verbringen kann.



19. Februar 2022:
Momo durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen.

Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem neuen fellnasigen Familienmitglied sind und Ihnen bewusst ist, dass eine Adoption nicht nur viel Freude bedeutet, sondern auch Arbeit und große Verantwortung mit sich bringt, dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht.

26. Februar 2022:

Der kleine Momo musste nicht lange warten, bis das passende Zuhause für ihn gefunden war. Er lebt nun bei einem hundeerfahrenen Rentnerpaar in Korschenbroich, hört auf den Namen Stevie und darf sich im Haus mit kleinem Garten komplett entfalten.

Schnell hat er sich dort eingelebt und fühlt sich wohl mit Frauchen und Herrchen, die glücklich sind, nach dem Tod des letzten Vierbeiners wieder eine Fellnase im Haus zu haben.

Stevie wird die beiden überallhin begleiten dürfen und wir freuen uns, dass er nun fester Bestandteil einer Familie sein darf. Wir wünschen den Dreien alles Gute!
 
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