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Ofelia (17.03.)


Auf Sardinien gibt es mehrere Tausend Nuraghen, das sind Turmbauten aus der Zeiten von ca. 2200 v. Chr. bis etwa 400 v. Chr. Viele sind sehr gut erhalten, und da man sie besichtigen kann, zählen sie zu den wichtigen touristischen Anziehungspunkten auf der Insel. Von den Leuten, die eine dieser Nuraghen südlich von Sassari betreuen, kam Mitte Juni 2021 ein Hilferuf: Jemand hatte dort sechs Welpen ausgesetzt. Wahrscheinlich in der Annahme, dass sich dort schon jemand kümmern würde ... Nun, das taten die Leute auch. Sie brachten die Kleinen in einer Box, in der früher mal Schweine untergebracht waren, in Sicherheit und fütterten sie auch. Aber das konnte natürlich keine Dauerlösung werden. Also fuhren unsere Partner aus Stintino zu dieser Nuraghe und holten die Kleinen, drei Mädchen und drei Buben, die ca. sechs Wochen alt waren, in ihr Rescue.

Die Kleinen entwickelten sich gut. Und Anfang Juli, während unserer ersten Sardinientour nach fast neunmonatiger Zwangspause, lernten wir die zauberhaften, freundlichen Hundekinder dann persönlich kennen. Leider können wir aber nun nur noch fünf Hundekinder vorstellen: Odissea, Oes, Ofelia, Oliver und Orion. Schwesterchen Olimpia wurde plötzlich sehr krank, wollte nicht mehr essen. Sofort brachte unsere Partnerin die Kleine in die Tierklinik, wo man sie auch sofort operierte: Sie hatten eine schwere Darminvagination, die entfernt wurde. Zunächst sah alles gut aus, doch dann brach Olimpia erneut zusammen. Und trotz sofort eingeleiteter Hilfe ging sie am 18.07.2021 über die Regenbogenbrücke.

Odissea, Oes, Ofelia, Oliver und Orion fühlen sich im Rescue im Kreise etlicher anderer Welpen sehr wohl. Sie können spielen, gemeinsam buddeln und beim anschließenden Kuscheln Kraft für neue aufregende Taten sammeln. Aber das Rescue soll immer nur Zwischenstation auf dem Weg in ein gutes Leben sein.

Wir hoffen, das Quintett bald nach Deutschland holen zu können. Hier sollen die Hundekinder dann ihre Traumzuhause finden bei lieben Menschen. Da Odissea, Oes, Ofelia, Oliver und Orion vermutlich einige Maremmanogene in sich haben, sollte neben einem passenden häuslichen Umfeld auch Erfahrung mit Herdenschutzhunden vorhanden sein bzw. zumindest die Bereitschaft, sich über die Besonderheiten der Rasse zu informieren und Empfehlungen umzusetzen.


13. Februar 2022:


Ofelia hatte im Oktober 2021 ein Zuhause gefunden und kommt nun leider unverschuldet in die Vermittlung zurück. Auf ihrer Pflegestelle hat sie sich in Windeseile eingelebt. Sie versteht sich super mit den vorhandenen Hunden und auch mit den Katzen im Haushalt gibt es keinerlei Probleme. Im Haus zeigt sie sich als fröhliche und lustige Hündin, manchmal etwas stürmisch, die sehr gerne spielt, kuschelt und schmust. Aufgrund ihres Temperaments sollten Kinder schon etwas älter sein (Teenageralter).

Fremden gegenüber, die zu Besuch ins Haus kommen, ist Ofelia erstmal misstrauisch. Sie taut aber relativ zügig auf wenn man sie nicht bedrängt und von sich kommen lässt. Alltagsgeräusche im Haus sind für Ofelia kein Problem, ebenfalls ist sie stubenrein. Das Leben und die Geräusche draußen sind ihr teilweise noch sehr unheimlich und auch an der Leinenführung muss noch gearbeitet werden. Ofelia möchte gerne geistig und körperlich gefordert und gefördert werden, auch wäre ein Besuch in einer guten Hundeschule von Vorteil.

Für Ofelia wünschen wir uns im zweiten Anlauf ein Traumzuhause bei lieben Menschen, die ihr engen Familienanschluss bieten. Ein eigener umzäunter Garten, auch ein Hundefreund, wären ideal.

Da Ofelia vermutlich einige Maremmanogene in sich trägt, suchen wir nun entsprechend geeignete Menschen, die über Herdenschutzhund-Erfahrung verfügen bzw. bereit sind, sich mit dieser Rasse auseinanderzusetzen und vorab über die Besonderheiten informieren. Passende häusliche Gegebenheiten sollten vorhanden sein.

Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem neuen fellnasigen Familienmitglied sind und Ihnen bewusst ist, dass eine Adoption nicht nur viel Freude bedeutet, sondern auch Arbeit und große Verantwortung mit sich bringt, dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht.

17. März 2022:
Ofelia durfte heute in ihr neues Zuhause nach Dieterskirchen ziehen. Dort lebt sie bei einer fünfköpfigen Familie und darf ein Haus mit tollem Garten ihr Eigen nennen. Das Zuhause liegt traumhaft ländlich und in der Nähe wohnt Ofelias neuer Hundefreund Castroro (ebenfalls von proTier e.V.), der vor fast genau drei Jahren ein Zuhause in der Verwandtschaft gefunden hat.

Im Vorfeld war das Kennenlernen sehr positiv, auch haben sich Ofelia und Castoro direkt gut verstanden. Auf Ofelia, die nun Mia heißt, warten tolle Ausflüge, der Besuch in der Hundeschule und gemeinsames Spielen und Toben mit ihrem neuen Hundekumpel. Laut ersten Rückmeldungen sind alle sehr glücklich.

Wir freuen uns sehr, dass es nun im zweiten Anlauf so toll geklappt hat und wünschen allen eine glückliche und lange gemeinsame Zeit.
 
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