Nach einem Jahr war es Ende Oktober 2021 endlich wieder soweit: Eine kleine Gruppe unseres Teams machte sich auf zur gemeinsamen Projekttour. Alle unsere Partner erwarteten uns schon sehnsüchtig. Und wir freuten uns natürlich darauf, unsere "alten Bekannten" wiederzusehen sowie die zahlreichen Neuzugänge kennenzulernen, die man uns schon avisiert hatte.
Zu den Neuankömmlingen, die man uns in der LIDA vorstellte, gehörte dieses Geschwistertrio: Spud, Suryo und Sunday. Die drei waren zusammen mit weiteren Geschwisterchen gefunden worden: Alle waren in einen Sack gesteckt und dann einfach weggeworfen worden. Wie Müll. Wenn nicht zufällig jemand bemerkt hätte, dass sich in dem Sack etwas bewegt, wären sie wohl alle elendiglich gestorben. Ohnehin waren die Kleinen schon so geschwächt, dass nicht alle die Folgen der Strapazen überlebt haben.
Lediglich Spud, Suryo und Sunday waren kräftig genug, zu überleben. Sie erholten sich und entwickelten sich gut. Allerdings mussten sie dann nach einiger Zeit getrennt werden, weil Spud in dem Gehege, in dem sie gemeinsam mit anderen Hunden untergebracht wurden, gemobbt wurde.
Zunächst fotografierten wir den schönen Spud, der nach wie vor nicht mit seinem Bruder und seiner Schwester zusammenlebt, und der sich als sehr freundliches Kerlchen zeigte. Später – leider schon bei deutlich schlechteren Lichtverhältnissen – fotografierten wir dann auch noch Suryo und Schwesterchen Sunday. Die beiden sind ebenfalls hübsche und freundliche junge Hunde.
Allen Findelkindern möchten wir ersparen, lange im Rifugio der LIDA leben zu müssen. Nicht, dass die Mitarbeiter nicht freundlich wären oder die Hunde nicht gut versorgt würden. Aber es fehlt an Zeit, sich wirklich individuell um all die Hunde und Katzen zu kümmern und ihnen die Zuwendung zu schenken, die sie so gern hätten. Außerdem sind die stetig spürbare Hektik und der dauernde Lärm - verursacht durch mehr als 700 Hunde – auf Dauer nur schwer zu ertragen.
So wünschen wir uns nur noch für Spud, Suryo und Sunday, dass sie bald ihre Reise nach Deutschland antreten können, um hier ihre Traumzuhause für immer bei lieben Menschen zu finden, die ihnen Sicherheit und Geborgenheit schenken und sie an allen familiären Aktivitäten teilhaben lassen.
26. Februar 2022:
Spud durfte auf seinen deutschen Pflegeplatz reisen.
Wenn Sie sich ein neues Familienmitglied wünschen und Ihnen bewusst ist, dass Hunde neben viel Freude auch viel Arbeit machen und Verantwortung für ein hoffentlich langes Hundeleben bedeuten, dann freuen wir uns über Ihre Nachricht.
17. März 2022: Leider musste man vom geliebten Pferd Abschied nehmen und irgendwie fehlte der Familie somit eine Aufgabe. Da Herrchen nun auch in den Ruhestand ging war klar, dass ein neues und felliges Familienmitglied einziehen soll. Der Familienrat tagte und da sich der Sohn schon immer eine Fellnase wünschte, entscheid man sich nach einem Hund Ausschau zu halten.
So entdeckte die Familie eine Anzeige unseres Vereins in der regionalen Zeitung und es wurde zu unserer Kollegin Kontakt aufgenommen. Spud war ganz in der Nähe auf einer Pflegestelle und ein Besuch wurde vereinbart. Sofort wickelte das lustige und offene Kerlchen die gesamte Familie um seine Pfoten. Somit durfte Spud, der nun Buddy heißt, mit nach Dürrwangen ziehen. Hier wohnt er nun als Einzelprinz in einem Haus mit eingezäuntem Garten.
Herrchen und Buddy gehen nun fleißig Gassi und erkunden die Gegend. Und damit Buddy auch das Hundeeinmaleins lernt, wird auch die Hundeschule besucht.