Das Rifugio ist immer voll, ein Aufatmen kennen sie in der LIDA nicht. Es vergeht kaum ein Tag, an dem keine Tiere gefunden oder abgegeben werden. Nach wie vor sind die wirtschaftlichen Probleme, in die viele Sarden durch die Corona-Maßnahmen geraten sind, nicht überwunden. Manche Leute geben ihr Tier persönlich ab und bitten um Hilfe, manche stellen sie einfach im Karton vor das Tor der LIDA oder binden sie dort an. Und von den Helfern der LIDA werden natürlich auch weiterhin zahlreiche Streuner aufgelesen. Niemand wird abgewiesen, auch wenn man im Rifugio wie immer am Rande des Belastbaren ist.
Dieses Hundekind hatte Glück, dass man auf sein Schicksal aufmerksam wurde. Die Kleine lebte unter elenden Bedingungen, und man versuchte alles, sie dort wegzuholen. Als es endlich gelang, waren alle Beteiligten sehr froh. Die das Hundemädchen war abgemagert und wirkte sehr traurig, und man gab sich alle Mühe, ihr zu zeigen, dass sie nun in Sicherheit war, dass für sie gesorgt wurde und sie nun ganz entspannt sein könne.
Spazzola, wie das Hundemädchen genannt wurde, hat sich gut erholt. Sie ist unglaublich freundlich und liebenswert. Und wer in ihre dunklen Augen schaut, muss sich einfach in sie verlieben.
Natürlich soll das Rifugio auch für die liebe Spazzola nicht die Endstation sein. So schnell wie möglich möchten wir sie nach Deutschland holen. Wir wünschen uns für Spazzola Menschen, die ihr ein Traumzuhause für immer mit engem Familienanschluss schenken möchten.
19. März 2022:
Spazzola durfte auf ihren deutschen Pflegeplatz reisen.
26. März 2022:
Spazzola hat sich schnell auf ihrer Pflegestelle an das Leben in einer Familie gewöhnt. Von einer verängstigten Fellnase ist nichts mehr zu sehen. Sie war vom ersten Tag an stubenrein und erkundet neugierig die Welt. Den Menschen ist sie sehr zugewandt, freut sich über jede Aufmerksamkeit und lernt täglich Neues dazu. Die gemeinsamen Spaziergänge findet sie spannend und zeigt sich nicht ängstlich.
Aufgrund ihrer lebhaften Art in Kombination mit der Körpergröße sollten Kinder im Haushalt schon etwas standfester sein. Mit anderen Hunden versteht sie sich prima und genießt jede Toberunde, Katzen sollten idealerweise über Hundeerfahrung verfügen und sich von den manchmal noch etwas ungestümen Spielaufforderungen nicht beeindrucken lassen.
Spazzola orientiert sich eher an ihren Bezugspersonen als an Artgenossen, würde sich aber auch über einen Hundekumpel an ihrer Seite sehr freuen. Altersgemäß hat sie natürlich noch ein paar Flausen im Kopf, doch mit ein wenig Erziehungsarbeit wird aus dem bildhübschen Jungspund sicherlich eine wunderbare Begleiterin auf vier Pfoten.
04. April 2022:
Spazzola hat es ganz geschickt eingefädelt und ihre Pflegefamilie direkt um die Pfoten gewickelt :-) Nun lebt sie im schönen Höhenrain. Spazzis Familie hat bereits einige proTier-Fellnasen: Seit 2010 Hündin Nelli und seit 2011 Hündin Rosi (ehem. Formosa). Hündin Grappa und Katze Lini (Pralina) sind in hohem Alter mittlerweile über die Regenbogenbrücke
gegangen. Spazzi hat nun ein wahres Traumzuhause und alle sind sehr glücklich über die offene und zugängliche Fellnase. Viele gemeinsame Aktivitäten sind geplant und es wird ihr an nichts fehlen. Wir freuen uns sehr, dass ein weiteres proTier-Fellnäschen ein schönes Zuhause bei der Familie gefunden hat.